11. Spieltag: Hansa I – Hürriyet Burgund II 1:1 (1:1)

Aufgrund der gesperrten Duschen in der „Wrangelritze“ musste die „Erste“ ihr Heimspiel gegen Hürriyet Burgund in Stralau austragen. Doch da man auswärts in dieser Saison noch ungeschlagen ist schreckte das die Hansa-Truppe zunächst nicht. Auch dass man – da der Gegner ebenfalls in schwarz-gelb spielen wollte – in absurder Farbkombination (Trikots rot-weiss-schwarz, Hosen schwarz, Stutzen knallgelb) auflaufen musste, taugt nicht als Erklärung für die gezeigte schwache Leistung. Dennoch steht unter dem Strich ein mageres Pünktchen, mit dem man nach dem Spielverlauf sogar zufrieden sein muss. Dabei begann das Spiel duchaus verheißungsvoll: Schon in der 2. Minute schlug Boris Herrmann einen Freistoß aus dem Halbfeld so geschickt auf den Torwart, dass dieser den Ball nicht zu fassen kam und den Ball vor die Füße von Paul Linke fallen ließ. Doch unser „Capitano“ bugsierte den Ball aus kurzer Distanz klar über das Tor, die anschließenden Erklärungen („Voll schwer, war in Rücklage“) verfingen bei den Mannschaftskameraden nur bedingt. Dann begann sich Hürriyet als spielstärkere Mannschaft zu entpuppen und ließ den Ball recht gefällig laufen. Doch Hansa erzielte das erste Tor: Nach einer ansehnlichen Kombination landete der Ball bei Halil Dumam, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und aus 14 Metern gekonnt in die lange Ecke abschloss. Leider brachte die Führung keine Sicherheit in das Hansa-Spiel, im Gegenteil. Der „Gast“ erarbeitete sich eine klare Überlegenheit und zahlreiche Freistöße in der Hansa-Hälfte. Die meisten davon waren ungefährlich, doch irgendwann machts halt auch die Summe. Eine Freistoß aus dem Halbfeld flog einen schönen Bogen zum langen Pfosten wo Frank Engel eine halbe Sekunde nicht auf der Hut war und schon klingelte es – erstmal nach 240 Minuten – im Hansa-Kasten. Auch danach bestimmte Hürriyet das Geschehen, konnte aber bis zu Pause nicht mehr nachlegen. Nach Wiederanpfiff bemühte sich Hansa zwar nun Druck aufzubauen, hatte aber nie Erfolg damit. Im Gegenteil, das Team konnte sich keine einzige klare Torchance mehr erarbeiten. Das sah bei Hürriyet Burgund etwas anders aus, doch mit Glück und dem oder anderen abgepfiffenen Vorteil für die Gäste durch den sehr kleinlichen Schiedsrichter konnte man wenigstens einen Punkt retten. Was dieser Wert ist wird man sehen, bis auf weiteres steht Hansa nun auf Platz 5. Doch wenn man aufsteigen will müssen solche Gegner zweifellos geschlagen werden. Heute präsentierte sich jedenfalls kein Hansa-Spieler als reif für die Kreisliga A. [ch.]

Aufstellung: Haberecht – Linke – Catal, Meiser, Schachner – Engel (46. Gorelik), Kökyaprak, Dumam, Yücel (70. Ciftci), Herrmann – Ilhan.

Tore: 1:0 Dumam (15.), 1:1 (35.).

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