13. Spieltag: TUS Makkabi II – Hansa I 1:2 (1:1)

Vor dem Nachholspiel bei TUS Makkabi II war die Ausgangslage klar: Der Sieger würde auch Platz 3 springen und ganz oben dabei sein, der Verlierer etwas den Anschluss an die Aufstiegsplätze verlieren. Dementsprechend nervös waren alle Beteiligten schon vor Anpfiff, dass man den Platz im tiefsten Westen Berlins erst 40 Minuten vor Spielbeginn auffand tat sein übriges. Kaum hatte der Schiedsrichter angepfiffen stand den Hanseaten auch schon das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, denn Makkabi legte los wie die Feuerwehr und spielte Hansa erstmal schwindelig. Als dann Torwart Christian Haberecht in Minute fünf eine harmlose Ecke durch die Finger rutschen ließ, wofür sich Makkabi mit dem 1:0 bedankte, schien der Abend ein sehr unerfreulicher zu werden. Auch danach folgte ein druckvoller Makkabi-Angriff nach dem anderen, einige Hansa-Spieler verloren die Nerven und beschäftigten sich lautstark mit dem Spiel ihrer Kameraden, und nicht wenige begannen mit einem Debakel zu rechnen. Doch ab Minute 20 kam Hansa etwas besser ins Spiel und hielt nun konsequent dagegen, störte früh und rückte schnell auf. Damit hatte Makkabi einige Probleme und ein schneller Ballgewinn in der Spitze führte schließlich zum etwas glücklichen 1:1 durch Yusuf Yildirim. Mit diesem Tor hatte Hansa plötzlich Blut geleckt und übernahm die Initiative. Das Mittelfeld mit Ciftci, Kökyaprak, Gorelik, und Herrmann übernahm das Kommando und nach drei schönen Kombinationen mit anschließenden Maßflanken aus vollem Lauf von Boris Herrmann war das 1:1 plötzlich sogar glücklich für die Heimmannschaft. Hansa hatte sich aus dem Loch zu Beginn heruasgekämpft und dominierte das Geschehen gegen einen auch nicht gerade schwachen Gegner. Wer zweifelte, dass Hansa das hohe Tempo auch in Halbzeit zwei gehen könnte, wurde eines besseren belehrt. Hansa machte da weiter, wo es zur Pause aufgehört hatte und spielte sich beinahe in einen Rausch. Nur leider führten die zahlreichen Großchancen zunächst nicht zum Erfolg. Doch auch das störte nicht weiter, der Mannschaft gelang zu viel, sie hatte einfach zu viel Freude am Spiel, als dass sie nun nervös wurde. Und die Geduld wurde belohnt: Nach einem Zuckerpass des eingewechselten „Djengo“ Yücel war Yusuf Yildirim über links auf und davon, schüttelte seine Gegenspieler ab, zog zur Mitte und ließ dem Torwart mit einem strammen Flachschuß keine Abwehrmöglichkeit. Die hochverdiente Führung für Hansa. Beinahe denkwürdig wurde es, als Hansa sich danach nicht zurückzog sondern weiter wie aufgezogen nach vorne spielte. Man war dem 3:1 (und 4:1, 5:1 etc.) weit näher, als Makkabi dem Ausgleich. So geriet der umjubelte Erfolg auch nicht mehr in Gefahr. Mit der besten Leistung der „Ära Ilhan“ springt Hansa auf Tabellenplatz 3 und damit mitten in den Kampf um den Aufstieg. Die gesamte Mannschaft wuchs über sich hinaus, nur Keeper Christian Haberecht blieb klar unter seinen Möglichkeiten und schoß den ersten kapitalen Bock dieser Saison. [ch.]

Aufstellung: Haberecht – Linke – Catal, Schachner, Dumam – Ciftci (70. Engel), Kökyaprak, Gorelik, Herrmann (80. Meiser), Kahraman (60. Yücel), Yildirim.

Tore: 1:0 (5.), 1:1 Yildirim (30.), 1:2 Yildirim (67.)

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