1. Runde: FSV Hansa 07 – Blau/Gelb Berlin (3:1) 3:3

Autorin: Betti Keese

„Zwei Herzen schlagen in Deiner Brust …zwei Herzen – doch nicht im selben Rhythmus“. Passend zum ersten Spiel der Saison 2012/13 begleitet dieses Lied aus Klees Album „Berge versetzen“ die Berichterstatterin.

Hansa startete mit guten Testspielen in die neue Saison, und auch das Pokalspiel zeigte: hier spielt eine Mannschaft, die die starke Staffel der Bezirksliga nicht fürchten muss. Mit Blau-Gelb empfingen wir Gegnerinnen, die guten Fussball spielen können und uns dies in den bisherigen Begegnungen auch haben spüren lassen.

Umso mehr erfreulich, dass Hansa sehr gut ins Spiel kam und temporeich ab der ersten Minute die Gegnerinnen unter Druck setzen konnte. Die Offensive konnte sofort ihre Stärke beweisen, und so freuten sich das Team, Trainer und die zahlreichen Zuschauer bereits in der 4. Minute über Hansas Führungstreffer. Nach Ecke Pek verlängert Behre den Ball auf den langen Pfosten, wo Goalgetterin Ahlrichs aus 5 Metern den Ball ins Tor schieben kann.

Das fängt gut an und macht Spass. Nase mit vielen starken Aktionen nach vorne, das Spiel läuft überwiegend über rechts. Blau-Gelbs Abwehr zeigt Schwächen und ist anfällig, vor allem, weil Hansa immer wieder die Lücken nutzt. Messow in der 13. Minute dann mit viel Zug zum Tor, läßt die gegnerische Torhüterin an der  Außenlinie aussteigen und passt präzise auf Nase. Diese mit starkem Pass auf Ahlrichs, die die Torhüterin anschießt und sich dann wegdreht. Doch auch Hansa hat mal Glück und der Ball findet den Ball über die Torhüterin ins gegnerische Tor. 2:0 nach einer Viertelstunde. Das kann so weitergehen.

Von Blau-Gelb kommt in der Anfangsphase des Spiels nicht viel nach vorne, bzw. kann von der neu formierten und bisher gut organisierten Verteidigung um Behre und von Torfrau Keese abgefangen werden.

In der 18. Minute dann Behre mit einem Ausflug nach vorne und einem Distanz-Kracher, leider ohne Torerfolg. Hansa zeigt: 2:0 reicht uns nicht, wir wollen mehr.

Nur 5 Minuten später Pek mit Pass auf Pracht, deren Flanke von Pek aus dem Rückraum verarbeitet wird. Die Torhüterin faustet den Ball aus dem 16er, wo die bereit stehende Messow gefoult wird. Freistoß Behre aus aussichtsreicher Position aufs lange Eck, doch die Torhüterin schiebt den Ball gerade noch übers Lattenkreuz.

Dann die 32. Minute: 1. Torschuss Blau-Gelb. 33. Minute: Pfostentreffer Blau-Gelb. 34: Minute: Tor Hansa. So sieht Konterfussball aus. Nase mit einem ihrer guten Pässe auf Ahlrichs, diese mit lupenreinem Hattrick im Nachschuss zum 3:0. Genau die richtige Antwort von Hansa in einer Phase, in der Blau-Gelb beschloss, offensiv mehr zu arbeiten.

In der 39. Minute dann Freistoß für Blau-Gelb an der Grundlinie außerhalb des 16er, der Ball segelt über alle hinweg auf den langen Pfosten im Fünfmeterraum, Kopfball, Anschlusstreffer. 3:1

Nun folgt, was so typisch ist für Hansas Spiel. Es wird gekämpft und auf einen erneuten Ausbau der Führung gedrängt. Messow in der 43. Minute aus 24 Metern an die Unterkante der Latte, der Ball springt auf und dann aus dem Tor. Schiedsrichter entscheidet auf kein Tor. Auch Hansa sollte eine Torkamera installieren.

Kurz vor der Pause noch zwei brenzlige Aktionen vor dem Hansa Tor. Zuerst rettet Trzewick mit einer Grätsche im 16er vor der schussbereiten Stürmerin, wenig später wehrt Keese einen Fernschuss per Faustabwehr ab. Halbzeit. Durchatmen.

2. Halbzeit. Blau-Gelb kommt mit viel Schwung und Entschlossenheit zurück ins Spiel. Hansa ein paar Minuten unsortiert und schon steht es 3:2 weil Blau-Gelb einen Sonntagstreffer aus 25 Metern landet. Dieser Treffer bringt Hansa nun aus dem Tritt. Kleine Nachlässigkeiten schleichen sich ein. Doch werden auch weiterhin gute Chancen erarbeitet, die letzte Kraft und Konzentration fehlt zum Torerfolg. Dies macht sich nun in allen Mannschaftsteilen bemerkbar. Und das Lied geht weiter: „Ein Herz das zögert, eins das sich traut“…

Hansas Mittelfeld rückt jetzt nicht mehr geschlossen zurück, und so kann Blau-Gelb in der 55. Minute den Ball frei durch die spielen, dann weiter in die Spitze und es steht 3:3.

Von nun an ist das Spiel offen und beide Mannschaften drängen auf den Führungstreffer.

20 Minuten vor Schluß gibt es dann leider eine lange Verletzungspause, weil eine Spielerin von Blau-Gelb mit Verdacht auf Kreuzbandriß ins Krankenhaus gebracht werden musste. Gute Besserung. Ab der 72. Minute Blau-Gelb in Unterzahl und Hansa wittert die Chance, das Spiel doch noch für sich entscheiden zu können. 78. Minute, Flanke Pracht auf Ahlrichs, die nur knapp verpasst. Hansa bestimmt nun wieder weitestgehend das Spiel, doch bleibt auch Blau-Gelb weiterhin gefährlich durch Konter über die rechte Seite.

So bleibt es schließlich beim Endstand von 3:3.

Ein durchaus interessantes Spiel, jedoch mit zwei verschieden Halbzeiten: in der 1. bot Hansa einen sehr gut abgestimmten Fußball über das Mittelfeld mit guten Pässen in die Spitze und in der 2. Halbzeit fehlte dann die Entschlossenheit in der Rückwärtsbewegung und in den Zweikämpfen. Immerhin kann Hansa so zum ersten Mal Blau-Gelb Punkte abluchsen, auch wenn der Beigeschmack bleibt, dass es 3 anstatt von 1 hätten sein können. Es gibt ja noch die Rückrunde. Dann vielleicht nur noch mit 1 Herz und 2 super Halbzeiten?

Aufstellung: Keese, Trzewick ( 63. Schiffler ), Lindner, Behre, Möhring, Messow, Pracht, Wegelin ( Drouin ), Pek, Nase, Ahlrichs ( 84. Hvidtfeldt )

Tore: 1:0 Ahlrichs ( 4.), 2:0 Ahlrichs ( 13 ), 3:0 Ahlrichs ( 34, ), Blau-Gelb 3:1 ( 39 ), 3:2 Blau-Gelb ( 48. ) 3:3 Blau-Gelb ( 55.)

Spielerin des Spiels: Jo Ahlrichs, die durch ihre Laufbereitschaft in der Spitze für Bewegung und ständige Torgefahr sorgte und mit drei Tore einen perfekten Einstieg in die Saison lieferte.

 

One Response to 2 Halbzeiten.

  1. Julia sagt:

    Mein Assist ging unter. Wie kann das sein?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.