8. Spieltag: Hansa I – Spandauer SV 1894 II 1:2 (0:1)

Ohne sechs Stammspieler musste Hansa gegen den Tabellenführer aus Spandau antreten – es fehlten verletzt Linke, Rusake, Kökyaprak, Dumam und Herrmann, sowie Yildirim aus beruflichen Gründen. Der Schock war daher groß, als Roman „Emmi“ Emmerling – eine tragende Säule in den letzten Wochen – schon in Minute drei verletzt raus musste und nun mit Verdacht auf einen Bänderriß für den Rest der Hinrunde auszufallen droht. Zwar war die verbleibende Mannschaft nicht schlecht besetzt, doch der Schock über die Verletzung und die Summe der Ausfälle war wohl dafür verantwortlich, dass bei Hansa im ersten Abschnitt nicht viel zusammen lief. Der Spandauer SV war spielerisch und Kämpferisch eine Klasse besser und bestimmte so das Geschehen. Viele klare Torchancen erspielten sie sich zwar nicht, doch es reichte um wenigstens ein Tor erzielen. Nach einem Stellungsfehler kam ein Spandauer an der Strafraumgrenze an den Ball und kann selbigen am herauseilenden Torwart Haberecht vorbeispitzeln. Nur wenige Hanseaten hielten dagegen, allen voran Pablo Gorelik, der aber schon früh mit zahlreichen Diskussionen die übrigen Beteiligten zermürbte. In Halbzeit zwei ging Hansa dann aber endlich zur Sache und setzte Spandau ordentlich zu, die Mannschaft glaubte plötzlich, dass sie trotz aller widrigen Umstände eine Chance hatte. Spandau kam kaum noch zur Entfaltung, insbesondere Engin Kahraman, der vorne zahlreiche Bälle hielt und „Cengo“ Yücel, der viel lief und manch klugen Pass spielte, drücktem dem Spiel ihren Stempel auf. Doch auch wenn Hansa drückte und einige Chancen heraussprangen, erzielten wieder die Gäste den Treffer. Nach einem Konter ist ein Spandauer frei durch und läßt Torwart Christian Haberecht keine Chance – 0:2! Damit schien die Partie eigentlich gelaufen, doch Hansa zeigte Moral und kämpfte weiter. Zehn Minuten vor Schluß sogar mit Erfolg, nach einer guten Aktion über rechts (der eingewechselte Spielertrainer Ali Ilhan!) wird der Ball schließlich von einem Spandauer Verteidiger ins eigene Tor gestochert, ein quasi erzwungenes Eigentor. Auch danach drückte Hansa auf den Ausgleich, hatte auch eine Reihe von Chancen und gefährlichen Standardsituationen, es reichte aber nicht mehr. Letztlich eine bittere Niederlage, man verlor drei wichtige Punkte bei einem direkten Konkurrenten um den Aufsteig und obendrein Roman Emmerling mindestens für die nächsten Wochen. Mut kann man allenfalls aus der zweiten Halbzeit schöpfen sowie der Tatsache, dass Hansa auch ohne sieben Stammspieler noch konkurrenzfähig ist. [ch.]

Aufstellung: Haberecht – Catal (Ilhan 60.), Schachner, Karayel, Fischer – Gorelik, Meiser, Yücel, Winkler – Kahraman, Emmerling (3. Ciftci).

Tore: 0:1 (20.), 0:2 (65.), 1:2 (80.) Eigentor.

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