Ein Rückblick auf die Vorrunde von Urbanspor!

medailleFür einige der altgedienten Urbanspor-Mannen ging ein Traum in Erfüllung: Welcher Kicker würde denn nicht gerne seine aktive Karriere mit einer Meisterschaft beenden. Auf dem Höhepunkt abtreten und die Kunstrasen geschundenen Fußballschuhe an den Nagel direkt neben die Medaille hängen (Foto). Die Hälfte der Mannschaft von Trainer Andi Schäfer wollte es nicht! Manch einer würde nämlich durchaus noch einen Pokalsieg mitnehmen – aber dies ist eine andere Geschichte, deren Fortsetzung im „vorgezogenen Finale“ der 3. Runde am 10. Feb. bei Titelverteidiger Hertha Zehlendorf geschrieben wird.

13.12.08
11 Freunde müsst ihr sein! Manchmal aber auch nur 9! Ähnlich legendär, wie am letzten Spieltag der Vorsaisonshinrunde, als Urbanspor mit 9 Feldspielern und zwei Torwarten ein 1:0 erkämpfen konnte, gestaltete sich das Spiel gegen SC Bison-Team 82! Mit neun tapferen Spielerlein wagten sich unsere Helden in das Getümmel. Ein 6:0 – das Ergebnis bei Nichtantreten – muss gegen Urbanspor auch erstmal erzielt werden. Zwar lagen wir zur Pause durch äußerst unglückliche Gegentore 3:0 zurück, was den Spielverlauf auch auf den Kopf stellte, doch änderte der Zwischenstand nichts an dem Ziel, mindestens einen Punkt in Kreuzberg zu halten. Äußerst kämpferisch gab sich unser 6er Kony, der angeschlagen aufgelaufen nur eine Halbzeit spielen wollte. In der Pause erklärte er jedoch: „Ich spiele weiter, das macht richtig Spaß, Jungs!“

Und kurz vor Schluss waren wir auch tatsächlich auf 2:3 herangekommen – mittlerweile auch vollzählig – und die Bälle schlugen nur so im Netz ein: Im Fangnetz neben dem Tor! Die letzten Minuten spielten alle Mann in der Hälfte des Gegners, der Torwart als direkter Manndecker des letzten verbliebenen Offensiven der Bisons. Doch es half alles nichts, ein letzter Konter und das Spiel war 2:4 verloren, was uns aber nicht daran hinderte, diese Niederlage als moralischen 4 Tore Sieg zu feiern.

6.12.08
Die zweite Pokalrunde stand auf dem Programm. Neben der Qualifikation für die kommende eingleisige 1. Liga ein klammheimliches Ziel unseres kleinen Kiez-Freizeitclubs. Und ähnlich wie die wichtigen Spiele auf dem Weg zur Meisterschaft setzte es in dem Pokalspiel einen unspektakulären 1:0 Erfolg. Auch die Bewertung des Spiels konnte unterschiedlicher nicht sein: Wärend manch einer das miese Spiel der eigenen Mannschaft kritisierte, nahmen die anderen die eher geringen spielerischen Akzente sportlich und verwiesen auf das Ergebnis.

November:
Trist und grau wie der Monat selbst gestaltete sich sein spielerischer Abschluss: Der nasse, glitschige Untergrund reichte für die gerade mal wieder erschienenen 11 Freunde aus Xberg nur zu einer eher enttäuschenden 4:2 Niederlage beim FC Habay. Der einzig wirkliche Höhepunkt des Spiels war eine großere Rudelbildung, die mit einer roten Karte für den Gegner endete.

Besser lief es eine Woche vorher beim Heimspiel gegen den alten Angstgegner Aufbau Alex, der standesgemäß mit 3:0 nach Hause geschickt wurde. Für einen kurzen Moment flackerte hier das bekannte Urbanspor-Gefühl auf, die sehr souveräne Defensiv-Abteilung schaffte der Offensive die nötige Rückendeckung für ihr Sturmfeuerwerk.
Zu der 3:2 Niederlage gegen den damaligen Spitzenreiter BSG dvs 93 kann der Autor dieser Zeilen ebensowenig berichten, wie zum furiosen 7:2 Sieg gegen FFC Lichtenrade Ost, da er für das explizite Loben des Schiedsrichters 3 Spiele gesperrt wurde! Danke, Herr Koschel, Sie sind der Beste! Man merkt es Ihnen in jedem Ihrer geführten Spiele an, wie Sie es lieben, über die Einhaltung der Regeln zu wachen. Die Souveränität, mit der Sie versuchen, sich Autorität zu verschaffen, ist wirklich beeindruckend!

Oktober:

Da auch der 5:2 Auswärtssieg bei langjährigen Rivalen SV Bosna-Hercegovina der Rotsperre zum Opfer fiel, widmen wir uns gleich dem 9:1 Schützenfest gegen die Berliner Jungs. Anhand des Ergebnisses wird es deutlich, wie hart umkämpft jeder Ball war und dass es nur der konsequenten Linie des Schiedsrichters zu verdanken ist, dass dieses Spiel nicht aus dem Ruder lief. Ausrufe wie „Ey, Alter!“, wenn man gerade im Zweikampf eine Hand durch Gesicht gezogen kam, sind natürlich ebenso mit Gelb zu bestrafen, wie Selbstgespräche in der Mauer. Und für ein freundliches „Bravo, Herr Schiedsrichter“ gehört man selbstverständlich verbannt! Und Freizeitsport ist eine ernste Sache! Högschte Dischziplin, bitte!

Immerhin holte Urbanspor mit diesem 9:1 Erfolg im 4. Spiel der Saison seine ersten Punkte. Die neuformierte Mannschaft musste sich erst noch finden – Ein Prozess der bis heute anhält. Die halbe Meistermannschaft als Abgänge zu kompensieren, gelang bislang nicht immer. Verletzte und gesperrte Leistungsträger (damit meint der Autor nicht sich, sondern Mittelfeldmotor Nico) ließen unsere sympathische Kiezmannschaft so manche Punkte verschenken. Da allerdings bei den Neuverpflichtungen durchaus hoffnungsvolle Talente zu finden sind, dürfte in der Zukunft wieder mit Urbanspor zu rechnen sein!

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2 Responses to Alles anders

  1. xberga sagt:

    superbericht!!!!!

  2. Marc sagt:

    kennt ihr eigentlich die:
    http://www.fc-barrio-hansa.de.ms/

    Sind uns ja im Namen seeeeeeeeeeehr ähnlich! Wär das nicht mal ein Gegner für ein Saisonabschlussmatch mit anschliessendem Grillen und Mukke?

    Apropos Grillen: ICH FORDERE SONNE JETZT!

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