18. Spieltag: FSV Hansa 07 II – Sparta Lichtenberg II   3:2 (2:1)

Autor: Philipp Hertel

An diesem Sonntag waren die Naturrasenkicker von Sparta Lichtenberg auf der Wrangelritze zu Gast. Der Lorenz stand tief wie eine Kontermannschaft, hatte es aber über Mittag geschafft, den nächtlichen Frost in eine angenehme Spieltemperatur zu verwandeln, und strahlte nun über die Kunstrasenwüste zwischen den Toren.

Trainer Göritz, der Graue, setzte bei der Doppelsechs auf Erfahrung und brachte mit Tucic und Meiser den Ältestenrat der Hansa Zwei. Stürmer kam zu seinem Debut in der Innenverteidigung. Aus Mangel an Alternativen wurden außerdem Hertel, Hoss und Labude aufgeboten. Die Anfangsphase sah Kreisligafußball in Reinform. Kaum gelungene Aktionen. Fehlpassstafetten im Mittelfeld. Über Standards erarbeitete sich Lichtenberg ein Übergewicht, kreierte erste Torchancen. Nach einer Viertelstunde schwamm Hansas Defensive. Als alles nach Gästeführung aussah, antizipierte Schüle einen Querpass in Spartas Defensive, stahl die Kugel und schob sie anschließend zum 1:0 in die Maschen (22. Minute).

Leider sorgte die Führung kaum für Entlastung. Die Hausherren bekamen immer noch nicht so recht Zugriff auf das Spiel. Geradezu fahrlässig war es dann, wie sich Labude als letzter Mann von den Beinen holen ließ. Der Gegner lief allein auf Hansas Tor zu, scheiterte aber an Hertel, der einfach stehengeblieben war. Eine Ecke sollte dann doch noch den Ausgleich für Lichtenberg bringen. Variante kurzer Pfosten: Möller hatte im Kopfballduell Pech und verlängerte unglücklich zum 1:1 ins eigene Tor (32. Minute).

Doch Hansa schlug keine 120 Sekunden später zurück. Schönes Zusammenspiel auf rechts zwischen Hoss und Schüle. Schüle flankte, Bußmann verpasste noch, aber Uthoff am zweiten Pfosten traf mit seinem stärkeren Linken (34. Minute).

Mit der knappen Führung für Hansa ging es auch in die Pause. Für die zweite Halbzeit nahmen sich die zweiten Herren vor, den Vorsprung die ersten fünfzehn bis zwanzig Minuten auf jeden Fall zu halten, um hernach gegen einen öffnenden Gegner das entscheidende dritte Tor zu markieren. Das funktionierte zunächst ganz gut. Hansa hielt hinten dicht, setzte vorne Nadelstiche. Im Mittelfeld wurde die Partie jedoch zusehends zerfahrener, was auch am schwachen Schiedsrichter lag, der jede Linie vermissen ließ. Sparta wechselte und wechselte den Ausgleichstreffer ein. Radke flankte aus dem linken Halbfeld halbhoch in den Strafraum. Almich drückte den Ball am zweiten Pfosten über die Linie. Da sah Hansas Defensive nicht gut aus (63. Minute).

Der Gast war drauf und dran, das Spiel noch einmal zu drehen, und Hansa brachte mit Bialon für Meiser und Bektas für Hoss noch einmal frische Spieler, um genau das zu verhindern. Ein Aufreger in der 75. Minute: Bublak und Stürmer waren sich im Strafraum nicht einig und letzterer legte den angreifenden Spartaner zum berechtigten Foulelfmeter. Dieser wurde jedoch vom ansonst unsicheren Heimtorwart gehalten.

In der Schlussphase wollte das Spiel nicht mehr recht kippen. Lichtenberg scheiterte gleich doppelt aus spitzem Winkel und auch Hansa tat sich schwer. Letztlich war es Möller, der sich nach Tucic‘ Freistoß durchsetze und in der 86. Minute den Siegtreffer für die Heimmannschaft markierte. Fünf Minuten später war Schluss, Hansa hatte gewonnen und trank anschließend genau die richtige Menge an Bier.

Die Zwote dankt zudem den zahlreichenden Unterstützer*innen für eure Leidenschaft und Liebe.

Aufstellung: Hertel – Möller, Labude, Stürmer, Bublak – Tucic, Meiser (68. Bialon) – Uthoff, Bußmann, Schüle – Hoss (73. Bektas)

Tore: 1:0 (22.) Schüle (rechts), 1:1 (32.) Möller (ET), 2:1 (34.) Uthoff (links, Vorl. Schüle), 2:2 (63.) Almich (rechts), 3:2 (86.) Möller (rechts)

Bes. Vorkommnisse: Hertel hält in der 75. Foulelfmeter nach Foulspiel selbst im Nachschuss

Spieler des Spiels: Bublak, Tucic

P.S. Die ersten drei, die den entsprechenden Songwriter zur Überschrift nennen können, bekommen ein Küsschen von der Zwoten.

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11 Responses to And I lost my hope, but there were four more minutes to go!

  1. Ben sagt:

    Ich weiß es!

    Johnny Cash – 25 minutes to go

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