Es hat heute einfach nicht sein sollen, in der Wrangelritze. Die 1. und 2. Herren der FSV Hansa 07 starten leider ohne Punkte in den goldenen Herbst.

Ohne Chance war heute die 2. Herren, die gegen den technisch deutlich überlegenen FC Kreuzberg mit 1:6 baden gingen. Der neue alte Trainer Marc Nutsch haderte mit den eigenen technischen und kommunikativen Unzulänglichkeiten, hob aber hervor, dass man durchaus gute Phasen hatte. In der erste Halbzeit zum Beispiel, als man 15-20 Minuten gut aufspielte und Kreuzberg unter Druck setzen konnte. Die Tore aber fielen auf der Gegenseiten. Kurz vor der Pause machte Kreuzberg derer 2 und so ging es mit 0:2 in die Halbzeit. Nach Wiederanpfiff ein ähnliches Bild: Hansa versucht das Spiel in den Griff zu bekommen, fängt sich dann aber relativ schnell 2 Tore. Als dann auch noch das 5:0 fiel, war das Spiel quasi gelaufen. Den Ehrentreffer erzielte Anthony Behrendt in der 80. Minute mit einem schlitzohrig direkt verwandelten Freist0ß aus 25 Metern. Kurz darauf dann allerdings die totale Demütigung, als ein Spieler des FC Kreuzberg im Strafraum der Hanseaten fast die komplette Hintermannschaft vernascht und dann auch noch aus spitzem Winkel ins lange Ecke verwandelt.

Ebenfalls ohne Punkte aber mit deutlich besserer Leistung zeigte sich die 1. Herren. Gegen die Männer von Club Italia Berlino, dem neuen Verein von Weltmeister Thomas „Icke“ Häßler, zeigten die Mannen von Jakob Littmann eine bärenstarke Leistung. Besonders gut war Hansa-Keeper Florian Willmann aufgelegt. In einer starken, aber chancenarmen, 1. Hälfte war er es, der die Hanseaten mit einigen bärestarken Paraden im Spiel hielt. Zunächst kratzte er den Ball nach einem direkten Freistoß aus dem Winkel und lenkte ihn mit den Fingerspitzen direkt an an die Latte. Kurz darauf berförderte er das Spielgerät nach einem fießen Aufsetzer mit einem gekonnten Hechtsprung übers Tor. Hansa hielt von Anfang an sehr gut dagegen, überzeugte kämpferisch, spielte sich aber zu wenige Chancen heraus und so ging es 0:0 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit dann ein ähnliches Bild: beide Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig, führten intensive Zweikämpfe und ließen insgesamt wenig zu. In der 65. Minute wühlte sich dann ein Italia-Spieler an Käptn Fröhlich-Gildhoff vorbei, kam zu Fall – und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Rosati von Club Italia verwandelte sicher zum 1:0. Mit dem Tor nahm die Partie nochmal richtig Fahrt auf und Hansa machte ordentlich Druck. Immer wieder musste sich der ebenfalls stark aufgelegte Gäste-Keeper in die Bälle der Hanseaten werfen. Ein ums andere Mal lag den ca. 150 Zuschauern in der Wrangelritze der Torschrei auf den Lippen, aber Keeper Luca Samartano ließ sie aufgleich verstummen. Und mitten in dieser Drangphase dann das 2:0 für Italia. Ein hoher Ball von Rechts, gefühlte Stunden unterwegs, Jesko Borchert steigt zusammen mit Rosati hoch zum Kopffball. Letzterer fährt etwas den Ellenbogen aus, so dass der mindestens zwei Köpfe größere Borchert nicht an den Ball kommt und Rosati kaum Mühe hat, den Ball stark per Kopf ins lange Eck zu verwandeln. 2:0 für Italia in Minute 82. Hansa hätte sich jetzt hängen lassen können, tat es aber nicht. Stattdessen weiter Druck, Druck, Druck. Wenigstens noch der Anschlusstreffer sollte her. Und in der 4. Minute der Nachspielzeit belohnte Hansa sich dann doch noch etwas. Momodu Bangura drückte einen Abpraller per Kopf zum 1:2 über die Linie. Leider zu spät, denn kurz darauf pfiff der Schiedsrichter diese sehr unterhaltsame Partie ab. Am Ende muss man sagen, dass das Spiel auch gut und gerne Unentschieden oder sogar mit einem Sieg für Hansa hätte ausgehen können. Hier hat heute nicht bessere, sondern die Mannschaft gewonnen, die in der Chancenverwertung etwas erfolgreicher war.

 

 

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