Hansa unterliegt im Friendly gegen Babelsberg hanseatisch mit 0:7

„Der Druck liegt beim Gegner“, „wir können frei aufspielen“ und „ich erwarte heute ein starkes Spiel, alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung“. So oder so ähnlich lauteten die Worte des Trainers vor der Partie. Wer diese aber dem Babelsberger Coach Cem Efe zurechnet, täuscht sich. Niemand anderes als Noch-Coach Pawelzik, der nach dieser Saison für 6 Monate zur Trainerfortbildung ins Ausland geht, fand diese markigen Worte. Damit stand die Marschroute fest: Hansa wollte gewinnen.

Regionalligist Babelsberg, der seine alljährliche Saisonvorbereitung obligatorisch bei den Hanseaten in der Wrangel beginnt, ließ es zunächst ruhig angehen und Hansa viel Raum. In der ersten Minuten war deshalb von den vier Ligen Unterschied wenig zusehen. Dann nahmen die Brandenburger aber das Heft des Handelns in die Hand und drängten auf die Führung. Hansa hielt jedoch sehr gut dagegen, gewann sogar die Mehrheit der Zweikämpfe und konnte sich in den ersten 10 Minuten immer wieder aus der Umklammerung befreien. Kurz: Hansa spielte gut mit und war zunächst ein ebenbürtiger Gegner. Dann allerdings klingelte es das erste Mal. In der 13. Minute, nach einem Standard der Babbelsberger, Gewusel im Hansa-Straufraum, Babelsbergs Nummer 3 reagiert am schnellsten und netzt zum 1:0. Kurz darauf (18.) erhöht die Nummer 6 mit einem trockenen Schuss aus halbrechts ins lange linke Eck. Der Favorit ließ hier keinen mehr zweifeln, wer der Herr im Haus ist. In der Folge stand Hansa aber wieder sicherer und ließ wenig anbrennen. Beide Keeper der Hanseaten erwischsten, trotz des hohen Endergebnisses, einen sehr guten Tag und parierten ein ums andere mal stark gegen die höherklassigen Babelsberger.

Die Partie verflachte nach der 2:0 Führung zusehends und bot kaum noch klare Torchancen. Bis zur 35. Minute als sich auf links die Nummer 6 der Hanseaten an der Sechzehner-Kante bis zur Grundlinie durch spielte am herauseilenden Torwart vorbei scharf in die Mitte gibt, wo Julius (Nr.9) den Ball vor dem leeren Tor allerdings um haaresbreite verpasst. Das war er, der Hauch einer Chance. Die Möglichkeit, wie im letzten Jahr, Babelsberg zu piesacken und vielleicht mit einem 1:2 in die Pause zu gehen. Dazu kam es dann aber nicht. Im Gegenteil. Babelsberg macht in der 38. Minute durch seine Nummer 10 das 3:0. Kurz zuvor hatte der Hansa-Keeper einen Flachschuss noch stark pariert, gegen den Kopfball gegen die Laufrichtung nach einer Flanke von rechts hatte er nicht den Hauch einer Chance. Schönes Tor! Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann das 4:0 für Babelsberg.Erneut ist es eine der unzähligen Ecken, diesmal von links, die zum Tor führt. Der stark eingelaufene Spieler mit der Nummer 34 netzt per Kopf zum 4:0.

Mit diesem Ergebnis ging es dann vor etwa 150 Zuschauern in der Halbzeitpause. Hansa begann stark, hielt gut dagegen, konnte dann aber in den entscheidenden Situationen kaum etwas gegen die Babelsberger Übermacht ausrichten. Die sehr gute Torwartleistung verhinderte Schlimmeres.

Babelsberg kam nun mit noch mehr Druck aus der Pause, schnürte Hansa regelrecht ein und unterband jede Offensivbemühung im Keim. Sobald ein Hanseat in Ballbesitz war, fand er sich sofort umgeben von einer Wand aus rot gekleideten Babelsbergern wieder. Meist war der Ball nach zwei bis drei Ballstationen wieder weg. Babelsberg drängte auf weitere Tore und es begann die Show von Babelsbergs Nummer 9. In der 55. knippste er zum 5:0,  in der 75. Minute nach einer Ecke zum 6:0 und kurz darauf in der 80. Minuten zum 7:0. Lupenreiner Hattrick. Zwischendrinn dann noch eine starke Szene des zur Pause eingewechselten Flo Willmann im Hansa-Tor. Einen strammen Schuss aus 20 Metern fischt er bärenstark aus dem Winkel und lenkt den Ball an die Latte. Mit einem ordentlichen Rums, klatscht das Leder ans Aluminium, fällt vor die Füße eine Babelsbergers, der es dann an den Pfosten nagelt. Das Tor hätte aber aufgrund einer Abseitsposition ohnehin nicht gezählt.

Und so endet die Partie mit 0:7 für Babelsberg. Das deutliche Ergebnis täuscht etwas über die Tatsache hinweg, dass Hansa zwar wenig Spielanteile hatte, sich aber ordentlich zu Wehr setzte und gut mithielt. (Noch)Trainer Pawelzik war dennoch maßlos enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft und bot sogleich seinen Rücktritt an. „Wenn ich ich nicht gehe, müsste ich 14, 15 Spieler rausschmeißen“ so der vor Wut schnaubende aber mit dem Auge zwinkernde Coach der Hanseaten.

Und so endet die Partie hanseatisch 0:7 und mit ihr eine lange Saison der Hanseaten. Erst am letzten Spieltag konnte sich die erste Herren mit einem 9:0 gegen Blau Gelb durchsetzen und den Abstieg verhindern. Mit einer Leistung wie im heutigen Spiel sollten sie in der kommenden Saison mit dem Abstieg aber eher weniger zu tun haben. Wenn denn Trainer Pawelzik seine Drohung nicht doch wahr macht und den halben Kader entlässt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.