2.Spieltag (Ü32): SG Prenzlauer Berg – FSV Hansa 07 2:2 (1:2)

Erste Auswärtsfahrt in dieser Saison. Gespielt wurde in der Hanns Eisler Strasse (Hanns Eisler war der Komponist der DDR Hymne). Der weiche, mit Asche belegte Kunstrasenplatz war stark gewöhnungsbedürftig. Nicht alle Spieler sind damit zurecht gekommen. Die äußeren Bedingungen waren hervorragend 20 Grad, bewölkt.

Die erste Halbzeit begann ohne grosse Aufreger. Es wurde schnell klar, dass der Gegner ein recht robustes Spiel bevorzugt. Hansa wusste immer eine Antwort, und war von Beginn an feldüberlegen, wenngleich die Abgeklärtheit beim zuende spielen von Chancen fehlte. Umsomehr wurden die Hanseaten von einem 35 Meter Schuss Mitte der ersten Halbzeit überrascht. Dank der Unterstützung des Windes hat der Torwart „Totti“ wohl die Flugphase falsch berechnet. Der haltbare Ball landete genau im Dreieck. Kann passieren dachten sich die Hanseñores und machten da weiter, wo sie aufgehört hatten. Die Versuche der Hanseñores kamen meist über die rechte Seite. Ali wurde oft gesucht. Dies merkte der Gegner und reagierte indem er zur Absicherung einen Spieler (6) zurückzog. Dadurch konnte die SG Prenzlauer Berg den Ausgleich zwar verzögern, aber nicht aufhalten. 35. Minute erneut eine schön zuende gespielte Halbkontersituation über rechts. Im linken 16ner wurde Markus gesucht, der sich den Keeper zurecht legt. Markus versucht erneut den Raul zu geben. 1:1. Kurz danach mussten die Hanseñores Akeem für Mark auswechseln. Die Verletzung vom Mittwoch an der Hüfte war wohl doch noch nicht auskuriert. Mark besetzte die für ihn ungewohnte rechte Verteidiger-Seite. Ca. 40 Minute erneut über rechts. Jörn stand diesmal nach einer flachen Passhereingabe 50 Zentimer vorm Tor goldrichtig.  Mit 2:1 gings verdient in die Pause.

In der Halbzeit kam Ufuk für Elton positiongetreu zu seiner Ligaprämiere, und Jochen ersetzte Markus kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit.
Eigentlich haben sich die Prenzlberger keine Chancen mehr auf einen Punkt ausrechnen können, da die erste Halbzeit zu dominat von den Hanseñores gespielt wurde. Doch ein Passfehler von Mark im rechten Mittelfeld löste einen schnellen Konter der Prenzlberger aus. Zwei Angreifer freuten sich schon und tatsächlich konnten die Hanseaten das Ding nicht mehr ausbügeln. Totti versuchte sein Bestes und wehrte den ersten Schuss ab, im Nachschuss vollstreckte ein Prenzlberger jedoch zum überraschenden 2:2 in der 53. Minute.

In der 55. Minute wurde der ohnehin rauhbeinige Prenzlberg-Indianer wegen Meckerns vorzeitig zum Duschen geschickt. Die Hanseaten konnten diesen Vorteil leider nicht ausnutzen. In der 75sten knickte Ufuk zu allem Übel ohne Einwirkung des Gegners um und musste verletzt ausscheiden. Das Wechselkontingent der Hanseaten war leider erschöpft, sodass bei beiden Mannschaften jetzt wieder zehn Spieler auf dem Platz standen. Die Schlussviertelstunde wurde eingeleitet. Die Vorwärtsbemühungen der Hanseaten endeten aber meist kurz vor dem Strafraum.  Sie blieben in der engen Abwehr hängen oder wurden gefoult. Die anschliessenden Standarts aus aussichtsreicher Entfernung waren erfolglos.  Kurz vor Schluss wollte Marcello es noch einmal spannend machen und legte sich mit dem pingeligen aber korrekten  Schiedrichter an. Er wurde zwei Minuten vorm Abpfiff zum Nachdenken des Platzes verwiesen. Neun Hanseaten beendeten das Spiel mit hängenden Schultern 2:2.

Fazit: Die Punkteteilung gibt mehr Rückschlüsse als zunächst kurz nach dem Spiel gedacht. Der Sieg wurde in Halbzeit eins vorm Tor liegen gelassen. Beide Mannschaften schöpften ihr Auswechselpotential dann voll aus. Die Spieler fanden sowohl beim Gegner als auch bei den Hanseaten nicht sofort die Bindung zum Spiel, sodass das spielerische in der zweiten Halbzeit litt. Nach dem Ausgleich fehlte den Kreuzbergern eine ordnende Hand, damit ihre zahlreichen Bemühungen zu einer Ergebnisverbesserung beigetragen hätten. Die Prenzelberger haben sich den Punkt wacker erkämpft und haben jetzt erstmal den Keller der Liga verlassen. Die Hanseñores müssen lernen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Es war eine schöne Serie gegen vermeintlich bessere Gegner zuletzt. Diese Serie legt eine kurze Pause ein. Hansa hat zwei Punkte verschenkt. Die Zeiten bei den Hanseñores sind vorbei, wo man sich über einen Punktgewinn auf die Schulter geklopft hat.

Es gibt noch viel Arbeit dieses Jahr, da sich bereits in den ersten Spielen der Bezirksliga abgezeichnet hat, dass die Liga dieses Jahr stärker zu sein scheint als letztes Jahr. Es gilt die richtigen Schlüsse zu ziehen und dann ab zur zweiten Runde im Pokal am kommenden Samstag in der Wrangelritze.

Aufstellung: Totti – Jonas, Jürgen, Akeem (35.Mark) – Elton (45.Ufuk), Marcello (Gelb-Rot/88.Meckern), Mario, Ali – Markus (60.Jochen), Jörn

Tor/e: 1:0 (25.Weitschuss), 1:1 Markus (35.,Rechtsschuss), 1:2 Jörn (40.,Rechtsschuss), 2:2 (53.)

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3 Responses to Die Bäume wachsen nicht in den Himmel

  1. christian sagt:

    schön, dass man von den hansenores jetzt auch immer regelmäßiger liest… weiter so!

  2. marc sagt:

    Bäume wachsen nicht in den Himmel? Verdammt, mein Weltbild, kaputt …

  3. Ben sagt:

    Herrjeeee…komme am Samstag zum Daumendrücken vorbei. Dann wird zumindest wieder der Pokal gerockt!

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