20. Spieltag: FSV Hansa 07 II – Berliner Ankaraspor Kulübü II 0:3 (0:1)

Fliegen ist schöner

Gegen BAK hatte Hansa in der Hinrunde eine so schlimme Leistung abgeliefert, dass unbedingt Wiedergutmachung angesagt war. Jedoch geriet Hansa in die Situation aufgrund von Verletzungen und Abwesenheiten erneut einige Änderungen in der Aufstellung vornehmen zu müssen. Linke, Ewald, Gorelik, Kökyaprak, Giese, Yildiz, Kreischer fehlten, Sarikurt war in die Erste beordert worden. Hinzu kamen dafür die beiden Langzeiturlauber Georg Hubmann und Jakob Huber, der wiedergenesene Roman Emmerling, Jan Linus Ralling und Ali Ilhan, Trainer der ersten Herren.

Hansa war sich der technischen Stärke des Gegners durchaus bewusst und wollte in der eigenen Hälfte kompakt stehen, um die Räume eng zu machen. Da auch Hansa seine eigentliche Stärke im technischen Bereich hat, wollte man die Angriffe selbst mit kurzem, schnellem Passspiel initiieren.

Alex Boll und die japanische Zweikampftakitk

Das Spiel begann recht ausgeglichen und wogte hin und her. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld führten zu wenigen klaren Aktionen vor beiden Toren. Zwischen den Sechzehnern ging es hoch her, darin passierte so gut wie Nichts. Bis zur 16. Minute, als Hansa über Links durchkam, Frank Engel ein Flanke vor das Tor brachte, wo Georg Hubmann am langen Pfosten in den Ball lief, den schwer zu nehmenden Kopfball aber aus 1,5 Metern nicht im Tor versenken konnte. Als ob dieser erste gefährliche Warnschuss BAK geweckt hätte, wurden deren Aktionen nun immer gefährlicher und Hansa dafür immer nachlässiger. Die Kontrolle ging gänzlich verloren. Folge war eine stete Annäherung des Spielgeschehens an das Hansa-Tor.

Jakob Huber in Aktion

Wie das Kaninchen vor der Schlange, erstarrte Hansa in Ehrfurcht und bat regelrecht um ein Gegentor. BAK, als guter Gast, nahm die Einladung an. Ein Spieler von BAK marschierte durch die paralysierte Hintermannschaft, legte vor der dem Tor quer, wo ein weiterer BAK-Angreifer völlig ungedeckt aus 2 Metern nur einschieben musste. Nun fiel Hansa komplett in sich zusammen. Katastrophales Zweikampfverhalten, anfängerhaftes Stellungsspiel, ein nicht existenter Spielaufbau. Viel Glück und Torwart Christian Haberecht sorgten immerhin dafür, dass Hansa nur mit 0:1 in Halbzeit ging. Ein höherer Rückstand wäre durchaus möglich, wenn nicht sogar verdient gewesen.

Emmerling (links) festgetacktert!

In der 2.Halbzeit lief das Spiel aus hanseatischer Sicht in eine völlig falsche Richtung. Anstatt das Spiel wieder an sich zu reißen,bestimmte weiterhin BAK wohin der Ball rollte. Das 0:2 passte dann auch zum Gesamteindruck den Hansa an diesem Tag hinterließ. Der Schiedsrichter pfiff eine Aktion in der Nähe des Hansa-Strafraums ab und entschied auf Schiedsrichterball. Hansa, brav, gastfreundlich und naiv spielte den Ball zum Gegner, der das Spielgerät an der Mittellinie annahm, einen Pass in die Spitze spielte, wo plötzlich ein BAK-Stürmer alleine vor dem Hansa-Tor auftauchte und problemlos vollendete. Ab da war das Spiel gelaufen. Zwar fing sich Hansa wieder etwas, aber wirklich gefährlich wurde es eigentlich nie so richtig für den Gästekeeper. Kurz vor Schluss, durfte ein BAK-Spieler dann noch aus 18 Metern zentral vor dem Tor ungestört abziehen und sich anschliessend freuen.

Das Spiel war aus und der Angstgegner ward geboren! Hansa wünscht BAK den Aufstieg, um in der kommenden Saison weitere Begegnungen mit der Angst zu vermeiden.

Aufstellung: Haberecht – Siegel, Huber, Boll, Fischer – Engel (71. Alp), Meiser (46. Ralling), Emmerling, Hubmann – H.Bektas, Ilhan (46. Srouji)

Tore: 0:1 Dalgic (25.), 0:2 Sari (55.), 0:3 Akcay (88.)

Karten: Srouji (gelb-rot, Meckern).

Spieler des Spiels: Herr Fehlanzeige!

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3 Responses to Die Geburt der Angst

  1. eric sagt:

    ufff…

    wer schreibt eigentlich für die erste?

  2. frank sagt:

    also…
    1: egal ob sieg oder niederlage, die berichte sind immer
    erste sahne, marc for georg-büchner-preis!
    2: die letzten beiden spiele sind entscheidende situationen
    gegen uns entschieden worden, als es noch pari stand
    (gegen rehberge kein elfer und rote karte, gegen bak II
    keine rote karte wegen nachschlagens, beide siituationen
    vom schiri gesehen und „feige“ bewertet).
    3: alles keine ausrede,fußballerische grundtugenden wie
    gut stehen, einfache bälle spielen, auf meine nebenleute
    achten, etc pp nicht auszupacken.
    nach meiner auswechslung kam ich in den genuß, hansa
    bei einer alzheimer-party zuzusehen, als ob marc nie ansprachen gehalten hätte, alles war vergessen.
    wir sollten jetzt versuchen, wieder vor, während und nach dem spiel spaß zu haben, das funktionniert am besten
    mit (phrasenschwein auf) siegen (schwein wieder zu).
    bis morgen, hab jetzt schon bock.

  3. roman sagt:

    alles scheiße außer mutti !!!
    … und schnappi im tor

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