29. Spieltag: FSV Hansa 07 – BFC Germania 88 3:4 (1:1)

Das letzte Heimspiel vor Augen, Platz 6 im Kopf und eine Serie von 5 Spielen ohne Niederlage im Rücken. Der Körper war also gewillt, doch die Geister waren schwach. Und es gab mehrere Geister wie die Geschichte zeigen wird. Hansa 07 begann auf einigen Positionen verändert, aufgrund diverser Verspätungen vereinzelter Spieler zum vereinbarten Treffpunkt: Geist Nr. 1.Doch zeigte sich die Mannschaft davon unbeeindruckt. Vor allem über die mal wieder starke linke Seite folgte ein Angriff auf den nächsten. Das Kombinationsspiel über Huber, A. Selk und Hubmann lief flüssig, einzig am Abschluss haperte es noch. Doch schließlich spielte sich A. Selk nach einem  feinen Doppelpass mit Huber, bis zur Grundlinie durch, passt in die Mitte, wo der freigelaufene Weikardt mit zittrigem Fuß nur noch zum 1-0 einschieben musste. Alles läuft nach Plan.

Ecke Germania, Kopfball, Ausgleich, 1-1. Alles läuft nach Plan. Denn Standardsituationen gegen Hansa sind planmäßige Chancen und Tore für den Gegner.  Hier spukt Geist Nr. 2 durch die Köpfe der Hanseaten, oder eben auch nicht. Zu oft wurde diese Saison die eklatante Schwäche bei Standards angesprochen, zu oft wurde betont, während den Situationen sich Gegenspieler zu suchen, den Ball durchaus außen vor zu lassen, dafür aber vor dem Mann am Ball zu sein, zumindest aber so eng an ihm dran, dass jegliche kontrollierte Bewegung des Gegenspielers empfindlich gestört wird. Doch dieser Geist hat es noch nicht geschafft sich in den Köpfen der Hanseaten festzusetzen, er muss wohl noch mehr Ängste verbreiten. Da haben die  Zuschauer den Spielern was voraus, denn sie spüren den Angsthauch des Geistes. Bei Standardsituationen.

Halbzeit. Der Gang in die Katakomben, es ist kühl, es riecht auch mal muffig. Auch hier haust ein Geist. Nr. 3.  Lachend und fröhlich versammelt sich die Mannschaft, natürlich gewillt den Sieg noch nach Hause zu bringen. Doch auch nicht gänzlich fokussiert. Der eine lacht, weitere erzählen und der Geschichtenerzähler klärt noch Dinge wegen der anschließenden Abschlussfeier.

Halbzeit 2. Anpfiff. Mit neuen Kräften und Spielern. Nicht lange gespielt, da kullert der Ball ins Tor. Ein harmloser Ball, vom Torwart vielleicht unterschätzt, hat sein Ziel gefunden. Geist Nr. 4. Anstatt mit wütenden Angriffen diesen Fehler auszubügeln, plätschert das Hansa-Spiel so vor sich hin, zwar am Drücker, aber nicht mit dem Geist des absoluten Willens. Ecke Hansa, abgeprallter Ball, Abspielfehler im Mittelfeld, der Konter läuft, denn der Gegner hat viel Platz, zum 1-3. Doch ganz geschlagen geben wollte man sich nicht. Ein verwandelter Elfmeter brachte die Mannschaft wieder heran. Man merkte auch hier, dass die Geister doch schwach waren. Zwar konnte Duman nach Glanzparade des gegnerischen Torwarts zum 3-3 abstauben und Weikardt hätte kurz Zeit danach aus kurzer Distanz das 4-3 markieren können, hat er aber nicht. Stattdessen huschte ein weiterer schwacher Geist über das Spielfeld. Nr. 5. Mit dem Schiedsrichter wurde sich unterhalten, es wurde gemeckert, mit den Gegenspielern diskutiert und dabei vergessen, was der gewillte Körper wollte, aber der schwache Geist eben verhinderte. Den Sieg. Angriff Germania. Tor. 3-4. Abpfiff. Niederlage. Verdient.

Danach wurde die Saison mit einer Feier abgeschlossen. Jedoch mit dem festen Willen die vielen spukenden Geister für die neue Saison auszutreiben, mit Büffet und Selbstgezapftem. Dann ist nächste Saison der Körper willig und vielleicht „ein“ Geist noch dazu.

Aufstellung: R. Selk – Catal (50. Duman), Borchert, Schachner (65. Karayel), A. Selk – M. Bektas, Akdogan, Yücel, Huber– Hubmann (50. Sarikurt), Weikardt.

Tore: 1:0 Weikardt (11., Rechtsschuss, A. Selk), 1:1, 1:2, 1:3 2:3 Weikardt (FE, Rechtschuss; Sarikurt), 3:3 Duman (Kopfball, Weikardt ), 3:4

Karte/n: Sarikurt (gelb), Akdogan (rot, 83. ,Schiedsrichterbeleidigung)

Hansa-Spieler des Spiels: Geist Nr. 1-5

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3 Responses to Die Geister, die keiner rief – Eine Spukgeschichte

  1. Schachi sagt:

    Eine Saison eingedampft auf 90 Minuten! wie wahr, wie wahr! Nächste Saison muss einiges besser werden!

  2. akgün sagt:

    Also, der imaginäre Mannschaftsrat hat beschlossen,dass das von der Abschlussfeier übriggebliebene Fassbier am Sonntag nach dem letzten Saisonspiel ca. 17 Uhr an die Fussballgötter für die neue Saison geopfert werden soll.
    Freundinnen, Frauen und Kinder sind unerwünscht. Bitte kümmert euch rechtzeitig bei euren Liebsten um eine Sondererlaubnis!

  3. Safak sagt:

    Meiner Meinung nach sollten Halil und Ferdi von Anfang an mitspielen. Dann würde das Ergebnis anders aussehen. Das Spiel hat an Tempo gewonnen…. Viel Erfolg

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