Reinickendorfer Füchse – FSV Hansa 07 0:6 ( 0:0 )

Autor: York Wegerhoff
Die bittere Pille nach zehn Tagen gut verdaut ging es im Morgengrauen zu den Füchsen nach Reinickendorf. Die Hasenspuren am Spielfeldrand ließen vermuten, dass Füchse hier nur tagsüber zuhause sind und nach der Passkontrolle des Schiedsrichters an diesem Spieltag nur zu zehnt antreten durften.

Die Kulisse war im kühlen steingrau gehalten und über dem hinteren Tor tauchten in regelmäßigen Abständen die Flugzeuge der großen Airlines im Landeanflug auf Tegel ab. Dagegen nahm das 11er Frauenteam der FSV Hansa 07 den direkten Weg zur Startbahn: erster Spielzug nach vorne über Wegelin quer auf Ahlrichs, die den halbhohen Ball frei vor dem Tor annehmen konnte, aber den Schuss zu unplatziert direkt in die Arme der Torhüterin schoss.

Hansa spielte frei auf und übernahm mit Druck nach vorne das Spiel. Gute Kombinationen über das Mittelfeld mit cleveren und aufmerksamen Lauf- und Passwegen in die Spitze. Torgefahr kam auch durch Ecken auf. Eine Großchance hatte Lindner nach einer Ecke per Kopfball, den sie aus sechs Metern über das Tor setzte.

Hansa drückte die Füchse in die eigene Spielhälfte und rückte immer dichter ans Tor. In der 22. Torschuss Wegelin, der konnte vor der Abwehrspielerin auf der Linie geklärt werden, Ahlrichs kam nicht mehr an den Abpraller, aber Wegelin traf im Nachschuss ins Tor. Abseits. Der sehr gut leitende Schiedsrichter dieser Partie sah Ahlrichs auf der Torlinie, dicht an der Torhüterin stehend, im aktiven Abseits und gab diesen Treffer nicht.

Nächste Möglichkeit hatte Schuster nach einem Eckball mit einem Schuss an den Pfosten. Das Spiel unter Kontrolle, aber weiterhin ohne Treffer. Novotny verletzte sich bei einer der Entlastungsangriffe der Füchse am Oberschenkel. Für sie kam Nase ins Mittelfeld und die Abwehr wurde auf eine Dreierkette umgestellt. Halbzeit.

Eine Art „homerun“ von Pek in der 51. brachte Hansa das überfällige Führungstor. Pek stürmte von der Mittellinie aus mit dem Ball am Fuß, die Abwehr der Füchse hinter sich lassend, Richtung Tor und erzielte flach an der Torhüterin vorbei den Treffer.

Jetzt lief der Ball bei Hansa nochmal etwas schneller. Wegelin von rechts auf Pracht, die mit einem Direktschuss aus 14m den Ball ins linke Toreck zum 0:2 schoss. Der Knoten war nun endgültig geplatzt. In der 61. ist es eine Flanke von Pek auf Pracht, die Torhüterin kann den Schuss nur prallen lassen und Wegelin drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 0:3 über die Torlinie.

Der Fuchsbau nun total aufgestöbert nutze vier Minuten später Pek nach einem Doppelpass mit Sypaseuth an der Strafraumgrenze die Möglichkeit zum 0:4.

Neun Minuten vor Spielende war Wegelin mit ihrem zweiten Treffer für Hansa zum 0:5 erfolgreich. Drei Minuten vorher scheiterte sie noch mit einem Alleingang von der Mittellinie aus an der Torhüterin.

Der finale Treffer dann aus dem Lehrbuch, Kapitel Timing, Sprungkraft und Technik: Ecke von links durch Behre hoch an die Fünfmeterraumgrenze, Pek sprang zum Kopfball ab, traf den Ball im höchsten Punkt vor der Torhüterin und platzierte ihn im rechten Torwinkel.
Tore: 0:1 Pek ( 51.), 0:2 Pracht ( 57. ), 0:3 Wegelin ( 61. ), 0:4 Pek ( 68. ), 0:5 Wegelin ( 81. ), 0:6 Pek ( 89. )

Aufstellung: Keese, Trezwick, Lindner, Novotny ( 32. Nase ), Kaapcke, Pracht, Messow, Ahlrichs ( 64. Behre ), Pek, Schuster ( 59. Sypaseuth ), Wegelin

*Zitat der Torhüterin der Reinickendorfer Füchse an ihre Vorderleute aus der 31. Spielminute

[ratings]

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.