Kreisliga A 4: FSV Hansa 07 – Friedrichshagener SV 1912 II

Man kann sich kaum einen besseren Start in die Rückrunde vorstellen. Die FSV Hansa gestaltete ihre ersten vier Rückrundenspiele allesamt erfolgreich. Ausschlaggebend waren bis dahin in jedem Spiel eine geschlossene Mannschaftsleistung, der die Gegner nichts entgegenzusetzen hatten. Nun sollte also der nächste Dreier eingefahren werden.

Der Gegner hieß Friedrichshagen – ein Gegner, gegen den sich die Hansa in der Hinrunde durchaus schwer getan hatte drei Punkte einzufahren. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen sollte nun die positive Serie der Hanseaten fortgesetzt werden. Wie so häufig in dieser Saison musste Trainer Pawelzik sein Team im Vergleich zur Vorwoche auf einigen Positionen umstellen. In der Viererkette rückte Fröhlich-Gildhoff der Jüngere für Fröhlich-Gildhoff den Älteren in die Innenverteidung. Neben ihm verteidigte Balke anstelle von Strzoda. Möller musste mit Achillessehnenreizung passen. Ihn ersetzte Konlok-Gwelth auf der rechten Außenbahn. Im zentralen Mittelfeld rückte Bergamaschi für den nach Stuttgart abgewanderten Kischlat in die Startelf. Im Sturmzentrum lief Damjanov für den urlaubsreifen Bußmann auf. Pünktlich um 13:15 Uhr führte Schiedsrichter Hopfe die Mannschaften auf den Platz. Die erste Amtshandlung des Kapitäns Willmann endete damit, dass beide Mannschaften die Seiten tauschten, sodass Hansa zunächst gegen die Sonne spielen musste. Die 07-er hatten dafür Anstoß und konnten gleich zu Anfang gefährliche Situationen der Form „Spielen- Klatschen-Schicken“ kreieren. Die Friedrichshagener hingegen zogen sich zurück und setzten den Gegner beim Spielaufbau kaum unter Druck. In der 8. Spielminute war es dann soweit. Semling befand sich in halbrechter Position. Aus einer Zweikampfsituation heraus springt ihm der Ball vor die Füße. Blitzschnell antizipiert er die Situation und schießt aus guten 30 Metern in Richtung Tor. Der zuvor herausgerückte Torwart kann nur noch zusehen wie der Ball im Netz einschlägt. 1:0 – so kann es weitergehen.

Mit der Führung im Rücken spielte die Hansa weiter ansehnlichen, offensiven Fußball, wobei immer wieder versucht wurde die schnellen Außen in Form von Semling und Konlok-Gwelth einzusetzen. Letzterer wurde jedoch häufig vom voreiligen Schiedsrichter Hopf aufgrund vermeintlicher Abseitsstellungen zurückgepfiffen. In der 13. Spielminuten schlugen die Friedrichshagener einen hohen Ball in Richtung des Sechzehners der Kreuzberger: Hevler steigt im Kopfballduell hoch und klärt den Ball. Der Schiedsrichter trifft eine fragwürdige Entscheidung und gibt Freistoß für Friedrichshagen am Sechzehnmeterraum. Knebel läuft an und schlenzt den Ball über die Mauer unhaltbar für den heranfliegenden Willmann ins obere Eck. 1:1 also. Mund abwischen und weiter geht’s! Hansa zeigte sich unbeeindruckt vom Ausgleichstreffer. Vielmehr spielten sie weiter konsequent nach vorn. In der 26 Minute zahlte sich das Kombinationsspiel aus. Ein schneller Konter führte dazu, dass Damjanov den durchlaufenden Bergamaschi überragend in Szene setzen konnte, sodass dieser frei vor Gästetorwart Hörnig auftauchte. Lässig schob der Wahl-Londoner den Ball ins linke untere Eck ein. Hansa lag wieder vorn.

In der Folge wussten sich die spielerisch unterlegenen Friedrichshagener häufig nur durch Foulspiel zu helfen. Mehrere gelbe Karten und Freistöße aus aussichtsreichen Positionen waren die Folge. Schulte brachte einen dieser Freistöße von der rechten Seite scharf auf den zweiten Pfosten, wo Damjanov den Ball über die Linie drückte. Der Schiedsrichter entschied zunächst auf Tor. Der vierte Offizielle (in Form der Spieler Friedrichshagens), wies ihn jedoch auf ein Foulspiel hin, weshalb er seine Entscheidung zurücknahm. Weitere gute Einschussmöglichkeiten hatten Damjanov und Eckert, die jeweils mit einem direkten Freistoß am Quergebälk und am Pfosten scheiterten. So ging es mit einer knappen aber hoch verdienten 2:1 Führung in Pause.

Sowohl Coach Pawelzik als auch Gästetrainer Krenz schickten ihre Mannschaften unverändert zurück auf den Platz. Die Hausherren wollten gleich ein weiteres Tor nachlegen, um endlich für klare Verhältnisse zu sorgen. Daraus wurde jedoch zunächst nichts, auch wenn Friedrichshagen keinerlei Anstalten machte die Niederlage doch noch abzuwenden. Lediglich in zwei Situationen wurde es für die Hanseaten brenzlig als Fröhlich-Gildhoff einen ausgefallenen Rückpass in Richtung Torhüter Willmann spielte. Dieser konnte jedoch klären. In der zweiten Situation tauchte Willmann ab, um einen nach einer Ecke gut platzierten Kopfball noch um den Pfosten zu lenken.

Die Kreuzberger konnten aus ihrer spielerischen Überlegenheit keinen Nutzen ziehen. Folgerichtig wech-selte Trainer Pawelzik aus. Land kam in der 62. Minute für den Torschützen Bergamaschi ins Spiel. Bangura ersetzte Konlok-Gweth in der 81. Minute. Der zweite Wechsel zeigte die gewünschte Wirkung. Bangura konnte mit seiner Schnelligkeit gleich gute Akzente setzen. In der 84. Minute kam Hevler nach einer ansehnlichen Ballstafette zum Torabschluss. Keeper Hörnig konnte zunächst parieren. Dem heran-eilenden Damjanov konnte er jedoch nur dabei zuschauen wie er den abgewehrten Ball über die Torlinie zum 3:1 einschob. Vier Minuten später spielte Schulte den freistehenden Damjanov in den Lauf, der allei-ne auf das Tor zulief. Ein überragend gefühlvoller Heber und der Torhüter war geschlagen. Zur Sicherheit drückte der heransprintende Bangura den Ball noch über die Linie. Das Endergebnis lautete also 4:1.
Festzuhalten bleibt, dass es der Hansa (noch) nicht gelingt ein Spiel frühzeitig zu entscheiden. Der heutige Gegner präsentierte sich glücklicherweise zu harmlos, um den Sieg der Hanseaten ernsthaft zu gefährden. Der nächste Gegner wird sicherlich eine andere Marschroute vorgeben.

 

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