19. Spieltag: BSC Rehberge 1945 II – FSV Hansa 07 II 4:1 (2:0)

Och nööö!

Vor dem Auftritt in Rehberge türmten sich die die Verletzungsmeldungen zu Bergen auf. Der Sieg gegen Blankenburg war schön, kostete aber drei Spieler deren Gesundheit. Weil auch noch ein Spieler privat nicht in Berlin weilte und ein weiterer zur Ersten abberufen wurde, musste die Mannschaft also auf 5 Positionen verändert werden. Trotzdem fuhr Hansa guter Dinge zum Tabellendritten und wollte die Rückrunden-Erfolgstour fortsetzen.Leider war mal wieder der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen und da der Hansa-Tross nur aus völlig fanatischen Vereinsbrille-tragenden-Ultras bestand, übernahm ein Herr aus dem Umfeld des BSC die Spielleitung. Dass das keine sonderlich glückliche Entscheidung war sollte sich bald zeigen.

Erdogan Yildiz im Zweikampf

Hansa kontrollierte das Spiel und zeigte in den ersten 20 Minuten des gegenseitigen Belauerns die bessere Spielanlage. Rehberge suchte sein Glück meist in hohen langen Bällen auf den hünenhaften Mittelstürmer von beeindruckender Gestalt. Das sehr robuste und körperbetonte Spiel von Rehberge gefiel Hansa gar nicht und da der Schiedsrichter sich dazu veranlasst sah eher die sich beschwerenden Hansa-Spieler zu ermahnen Ruhe zu bewahren, als die wild grätschenden Rehberger zu etwas mehr Zurückhaltung aufzurufen, kam so langsam Unruhe in die Partie. Den ersten richtigen Aufreger gab es dann in Minute 26, als Frank Engel über links kommend einen flachen Ball in den Lauf von Hasan Bektas spielte, dieser in zentraler Position vor dem Tor stehend unfair von einem BSC-Spieler am Torschuss gehindert wurde, der Schiedsrichter den Tatort zur Überraschung aller nach außerhalb des Strafraums verlegte und dem Übeltäter nicht mal einen gelben Karton zeigte, geschweige denn einen möglichen Platzverweis, da Verhinderung einer glasklaren Torchance, in Betracht zog. Den fälligen Freistoß knallte der Gefoulte leider am Tor vorbei.

Da geht noch was!

Ab da war die Stimmung vergiftet, denn wenn es darauf ankam entschied der Schiedsrichter meist zu Ungunsten von Hansa. Allein Ferdi Sarikurt wurde mehrfach in Strafraumnähe gefoult, was vom Schiedsrichter als normale Zweikampfhärte gewertet wurde. Die Führung für Rehberge fiel dann aus dem Nichts. In Höhe der Mittellinie verlor Jonas Siegel auf der linken Seite unglücklich den Ball. Dieser wurde dann hoch und weit Richtung Hansa-Strafraum geschlagen, wo er, weil zwei Hansa-Verteidiger nur Begleiteskorte spielten, bei oben schon erwähntem Mitterlstürmer landete und dann durch die Hosenträger von Torwart Gladis seinen Weg ins Tor fand.

Der Schock saß leider so tief, dass Hansa sich 60 Sekunden später einen Ballverlust 30 Meter vor dem eigenen Tor leistete, der linke Mittelfeldspieler vom BSC per schönem Pass in den Raum in Szene gesetzt wurde und eiskalt verwandelte. Doppelpack! Danach schien Hansa konfus und geknickt und musste bis zum Pausenpfiff noch zwei, drei brenzlige Situationen überstehen.

Mit hängenden Köpfen schlichen die Hansa-Spieler in den Kabinentrakt, während der Trainer eher darum bemüht war die Kontenance nach einem kurzen Gespräch mit dem Spielleiter zu wahren. Eigentlich wollte Hansa unbeeindruckt des Rückstandes die zweite Hälfte beginnen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Rehberge bestimmte die Partie, Hansa mühte sich, mehr kam aber nicht dabei heraus. Ein ums andere Mal wirkte die Verteidigung, die in den letzten Partien so bravourös funktioniert hatte, völlig indisponiert. Die Angreifer des BSC hatten genügend Bewegungsfreiheit um sich immer wieder gefährlich in Position zu bringen. Den endgültigen KO erlitt Hansa dann bereits in der 59.Minute, als Paul Linke eine BSC-Ecke völlig unbedrängt ins eigene Tor köpfte.

Der Drops war gelutscht und die Hansa-Defensive zeigte nun mehr und mehr Auflösungserscheinungen, da sich Paul Linke, als auch Bern Fischer, um Wiedergutmachung bemüht, immer öfter ins Offensivspiel einbrachten. Die Folge waren Lücken und Räume für die Angriffe des BSC. So setzte der wirklich gute Kapitän und Sturmführer des BSC noch einen drauf und vollendete trocken zum 4:0. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und von der Aufregung der ersten Halbzeit war nichts mehr übrig geblieben. Kurz vor dem Abpfiff durfte Hansa dann doch den verdienten Ehrentreffer erzielen. Ein langer diagonaler Ball von Jonas Siegel landete bei Ferdi Sarikurt, der diesen im kurzen Eck versenkte.

Manne macht sich lang!

Aufgrund des Spielverlaufs geht der Sieg für Rehberge in Ordnung. Interessant wäre gewesen, was wohl passiert wäre, hätte der Schiedsrichter in der Situation aus der 26.Minute pro Hansa entschieden?

Aufstellung: Gladis – Siegel, Linke, Fischer, Kreischer – Engel, Meiser, Sarikurt, Giese (67.Yildiz) – H.Bektas, Alp (74. D.Kahraman).

Tore: 1:0 Alisch (36.), 2:0 Meyer (38), 3:0 Linke (59.,Eigentor, Kopfball), 4:0 Alisch (66.), 4:1 Sarikurt (86., Rechtsschuss, Siegel)

Karten: Sarikurt (gelb, Meckern)

Spieler des Spiels: Eigentlich Kapitän Alisch von Rehberge, der alle Kopfballduelle gewann und zeigte, dass er durchaus auch was im Fuß hat. Bei Hansa wusste allein Ferdi Sarikurt zu überzeugen, der viel arbeitete, oft gefoult wurde und von seinen Nebenleuten leider zu sehr alleine gelassen wurde.

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13 Responses to Ein Satz mit x: Das war wohl nix!

  1. Ben sagt:

    Und trotzdem….es geht weiter!
    @Marc Danke für den Bericht, gefällt mir wieder sehr gut.

  2. christian sagt:

    noch ist nicht aller tage abend. wir kommen wieder, keine frage!

  3. Arne sagt:

    kagge! und jetzt mund abbuze, weiter machen….ich hoffe bald wieder dabei zu sein. scheiss kniescheisse!

  4. capitano sagt:

    Wie siehts aus, Arne? Wann biste wieder fit? Brauchen dich…

  5. capitano sagt:

    …den kommenden Spieler des Monats!

  6. Arne sagt:

    Das Knie ist nach wie vor dick und ich humpel in Zeitlupe durch den Diplomarbeitsendspurt. War nicht mehr beim Arzt mangels Zeit und auch weils von Tag zu Tag besser wird. Ich glaube es ist nix gravierendes (meine Diagnose: Irgendeine Bänderdehnung im Knie). Die Schmerzen sind mittlerweile selbst ohne die hübschen Pillchen weg, bin nur etwas immobil. Diese Woche wirds sicher nix mit kicken, da ich noch nicht mal gehen kann. Mal schaun wie es nächste aussieht…ich versuch so schnell als möglich wieder am Ball zu sein! Gruß ins Rund!

  7. capitano sagt:

    Scheiße, gute Besserung. Nutz die freien Abende fürs Diplom.

  8. christian sagt:

    @arne: klingt ähnlich wie bei mir und meinem sprunggelenk. nur dass ich mit ordentlich tape sonntag wahrscheinlich wieder ran kann. dir gute besserung! und toitoitoi in sachen diplom!

  9. Sebastian sagt:

    @ arne: das scheint ein fluch zu sein. ich habe mir 2007 auch zwei wochen vor abgabe die bänder gerissen….
    Gute Besserung…

  10. marc sagt:

    Auf dem Foto seh ich ja schon total buneligareif aus! 😉
    Call me Babbel!

  11. marc sagt:

    Scheiss Tastatur!!! Bundesligareif, soll das heissen!

  12. capitano sagt:

    Nein, Bunteliga passt schon.

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