2. Spieltag: FSV Hansa 07 – BFC Meteor 06 5:0 (2:0)

Die Partie begann mit einem kleinen Kuriosum. Der Gegner der ersten Hansa-Elf, BFC Meteor 06, erschien mit lediglich acht Mann und wurde erst nach 20 Minuten um zwei weitere Spieler verstärkt. Die zahlenmäßige Unterlegenheit prägte das Spiel von Beginn an. Hansa ließ trotz des 5:0 Sieges nur viel zu selten durchblicken, dass man sich im Training gelegentlich auch mit Fußball beschäftigt.

Bis zu der Aufstockung des Kaders auf zehn Spieler agierte der BFC Meteor gemäß den Verhältnissen und Schonung der eigenen Kräfte. Man stand tief in der eigenen Hälfte und bemühte sich nur selten um Spielaufbau, Befreiungsschläge waren die Konsequenz. Hansa gelang es immerhin in diesem Zeitraum gegen acht Mann zwei Tore zu erzielen, die beide recht ansehnlich herausgespielt wurden. Ein Distanzschuss von Orhan Aslan landete für den Keeper des BFC  unhaltbar im Winkel des langen Ecks. Das zweite Tor erzielte der sehr um Ordnung und Spielfluss bemühte Henrik Wichmann, der eine scharfe flache Hereingabe von Frank Engel aus wenigen Metern einnetzte.

Nun spielte Meteor eher einer Fußball-, denn einer Handballmannschaft ähnlich mit zehn Mann und auch die Offensivbemühungen verstärkten sich, kamen aber über das gesamte Spiel nicht zu einer einzigen nennenswerten Torchance. Die Partie flachte im Folgenden ab und fiel lediglich durch die  übertriebene Härte des gegnerischen Einsteigens noch auf. Unter anderen unparteiischen Vorzeichen hätten mindesten drei rote Karten nach einer Tätlichkeit, Nachtretens und einer Notbremse, die zu allem Überfluss auch noch von hinten angesetzt wurde, verteilt werden müssen.

Hansa dominierte das Geschehen bis zum gegnerischen Sechzehner zwar in der ersten Halbzeit, aber außer einer  sogenannten Hundertprozentigen, die Andreas Selk vergab als er alleine auf das gegnerische Tor zulief, den Ball dann dem entgegentrabenden Torhüter jedoch an den Oberschenkel schoss, gab es nicht viel zu bestaunen von den Rängen an der Wrangelritze.

In der Kabine kam die zu erwartende Ansprache des Trainers, dem man das Platzen seines Kragens nicht hätte übel nehmen können. Die Hoffnung sich nun auch fußballerisch überzeugend zu präsentieren scheiterte an der zweiten Halbzeit. Man begann dort wo man in der ersten Halbzeit aufgehört hatte. Meteor überquerte die Mittellinie zwar etwas häufiger als in den ersten 45 Minuten, doch die Kräfte der etwas in die Jahre gekommenen Truppe ließen nun immer deutlicher nach. Nichtsdestotrotz blieb aber auch Meteor der übertriebenen Härte treu und nach wiederholtem Foulspiel wurde die erste und einzige Ampelkarte des Spiels verteilt. Doch das zahlenmäßige Schrumpfen des Gegners brachte lediglich drei weitere Tore zustande. Der vom Urlaub zurückgekehrte Andreas Rauch ließ als einziger nach seiner Einwechslung so etwas wie Wille erkennen. Verdient,  dass ihm seine beiden ersten Treffer für Hansa gelangen. Das erste Tor Rauchs war sogar für die noch verbliebenen Zuschauer recht ansehnlich. Eine schöne Kombination auf der linken Seite und eine der Flanken, die ankam, verwertete Rauch ansehnlich aus kurzer Distanz zum zwischenzeitlichen 4:0. Zuvor hatte Julius Büchner nach einem Konter auf 3:0. erhöht. Das 5:0 durch Andreas Rauch ist seiner Schlitzohrigkeit zu verdanken und dem schlafähnlichen Zustand eines Meteorverteidigers, der den Ball im 5-Meter-Raum vor sich liegend partout nicht wegschlagen wollte und Rauch mit Tempo von hinten kommend lediglich den Ball über die Linie bitten musste. An Möglichkeiten mangelte es in der zweiten Halbzeit nicht und Hansa hätte das Ergebnis bei effektiverer  Chancennutzung sehr wohl auch zweistellig werden lassen können.

Nach dem Abpfiff bleibt vor allem die Erkenntnis, dass sich im Spiel nach vorne noch einiges zu verbessern hat, möchte man oben mitspielen. Hervorzuheben ist hier vor allem die Chancenverwertung. Die nun in Dreierformation spielende Abwehr kann sich rühmen gegen in Unterzahl spielende Gegner kein Gegentor und etwas Bräune bekommen zu haben an diesem fußballerisch unauffälligen Sonntag. Drei Punkte sind immer gut und in ein paar Wochen wird  dieses Spiel hoffentlich nur noch das Verschwenden eines Gedankens wert sein.

Aufstellung: Haberecht – Strzoda, Borchert, Vissers – A. Selk, Akdogan, Wichmann, Büchner (68. Rauch) – Engel (55. Meiser), Aslan – Immler (82. Karayel).

Tore: 1:0 Aslan (12., Rechtsschuss, Immler), 2:0 Wichmann (14., Rechtsschuss, Engel), 3:0 Büchner (55., Rechtsschuss, Engel), 4:0 Rauch (72., Rechtsschuss, Wichmann), 5:0 Rauch (80., Rechtsgrätsche, Selk).

Karten: Nur für den Gegner.

Hansa-Spieler des Spiels: Andreas Rauch – sofort präsent, viele Ballkontakte, richtige Körpersprache, zwei Tore, spitzen Schnurrbart. Und all das als Einwechselspieler.

[ratings]

Getagged mit
 

11 Responses to Fußball ist ein Spiel 11 gegen 8,10 und 9

  1. christian sagt:

    wer hat das tor von orhan vorbereitet? und gabs ne gelbe karte? akgün? julius?

  2. christian sagt:

    vielen dank für den prima bericht, laszlo!! hätteste mal so gut gespielt. :p

  3. eric sagt:

    geile bericht! geile schnurrbart!

  4. marc sagt:

    der erste assist geht an johannes! schöner doppelpass mit orhan! bin für die schaffung der kategorie „schnurrbart des monats“! 🙂

  5. christian sagt:

    hier übrigens die meteor-sicht auf das spiel: Spielbericht Meteor

  6. Laszlo sagt:

    sonntag spiel ich mit schnauzer!

  7. eric sagt:

    und ich als MEXICAINE… 😐

  8. Schachi sagt:

    Respekt! Die ersten 3 Punkte, bleibt mal konzentriert ihr Schnurris am Sonntag gehts nach Neukölln und da wären 3 Punkte wichtiger als ne Nassrasur.
    Hoffe bald mal wieder dabei zu sein mir jucken schon die Füsse …
    Bis dahin

  9. Murat sagt:

    Gratuliere Männer, weiter so!

  10. Patrick sagt:

    Moin!
    Coole Sache Jungs! Gewonnen ist gewonnen. Sind drei Punkte und die sind wichtig! Freu mich bald wieder zum Team zu stoßen! Haut rein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.