4. Spieltag: FSV Hansa 07 I – SG Nordring I 2:2 (1:2)

Nach drei Siegen in Folge, der Tabellenführung im Rücken sowie mit einer Futsal-Auswechselbank (Kökyaprak, Duman, Büchner, Neubauer, Öktem, Coban) vom Feinsten, wollte die 1. Mannschaft Hansas den Trend fortsetzen und zu Hause drei weitere Punkte einfahren. Bei nassem Geläuf und mit einigen Umstellungen in der Startelf pfiff der Schiedsrichter die Partie pünktlich an. Die ersten 22 Minuten sollten eine der besten Hansa-Leistung der vergangenen Monate werden. Der Gegner, der die letzten 15 Minuten vor Anpfiff mit lockerem Zupassen verbrachte, lief in dieser Zeit viel, dem Ball und dem Gegner hinterher. Bereits in der 1. Minute behauptete sich Yildirim im Strafraum des Gegners, eine Grätsche von der Seite, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Nur zwei Minuten später pflückte Yildirim einen Abschlag Haberechts mit der Spitze herunter, drehte sich um seinen Gegenspieler in den Strafraum, legte den Ball am Torwart vorbei, Pfosten. Hansa war da. Ein Angriff rollte auf den nächsten. In der 10. Minute wird ein Kopfball vom Gegner noch zur Ecke geklärt, einige Minuten später eine scharfe Hereingabe vor dem einschussbereiten Jeannest de Gyvés. Nicht nur das Tempo hielt Hansa in dieser Zeit hoch, es wurde über die Außen und mit Flachpässen gespielt, sowie mittels Seitenwechseln das Spiel variiert. In der 22. Minute wurde wiederum Jeannest de Gyvés im Strafraum angespielt, mit einem doppelten Übersteiger verschaffte er sich die Schussposition und schoss. Der Schuss flog auf das gegnerische Tor, wurde jedoch fünf Meter vor der Torlinie  von den Armen eines Gegners abgeblockt. Handelfmeter. M. Bektas, bislang tadellos vom Punkt, trat an. Selbstbewusst den Torwart und Schiedsrichter fixierend. Unterm Torwart hindurch, rein das Ding.

Draußen gefälliges Nicken. War ja klar. Das Tor war nach diesen Anfangszeiten die logische Konsequenz. Das 1-0 bewirkte, dass der Gegner nun definitiv auf dem Platz an der Wrangelstraße angekommen war und sich wohl vor Augen führte, warum man schöne Sonntag auf Plätzen verbringt. Der Vorwärtsgang wurde postwendend eingelegt und der erste Angriff rollte auf das Hansa-Tor. Ein Spieler von Nordring wird am Sechzehner freigespielt, sein Schuss parierte Haberecht, doch der Ball kann im Anschluss nicht geklärt werden, sodass sich ein Nordring-Spieler bedanken kann, und den Ball nur zwei Minuten nach der Führung zum Ausgleich einnetzt.

Dass der Gegner dadurch Oberwasser und Selbstvertrauen gewinnt, ist klar. Doch nach solch dominanten 25 Minuten muss die Hansa-Elf die Ruhe bewahren, sich der eigenen Stärke bewusst sein, das Gegentor abhaken und wieder in die Ordnung kommen. Das ist der nächste Schritt, um eine wirklich starke Mannschaft zu sein.

Eines von vielen Duellen in einer von Zweikämpfen geprägten Partie.

Das ließ die Mannschaft leider für die restlichen 20 Minuten der 1. Halbzeit vermissen. Von nun an beherrschte die SG Nordring das Geschehen, die Chancen häuften sich. In der 35. Minute schob ein Stürmer freistehend den Ball vorbei, ein Kopfball rauschte knapp über das Tor, der Außenpfosten rettete. Hansa lief hinterher. In der 42. Minute dann ein scharfer Freistoß von außen, die wehenden Haare von H. Bektas  geben dem Ball den nötigen Drive und dieser senkt sich unhaltbar ins lange Eck. Das Spiel war gedreht und Hansa konnte von Glück sagen, nur mit 1-2 in die Pause zu gehen. Nur keiner wusste wieso eigentlich.

Zur Halbzeit wurde dann Öktem eingewechselt. Die Wade des Hansa-All-Star-Stürmers war verhärtet. Folgen der 25 Stunden Dauernd-Bleifuß-Fahrt von Spanien nach Berlin. Die Pause tat Hansa gut. Mit Wiederanpfiff besann man sich wieder auf seine Stärken. Nach einigen Minuten tauchte Yildirim vor dem gegnerischen Torwart auf, scheiterte doch an dessen starker Reaktion. Hansa übte nun wieder Druck auf den Gegner aus, gewann früh die Bälle und vor allem auch die wichtigen zweiten Bälle, sodass sich die SG Nordring erst mal wieder nur schwer befreien konnte. In der 57. Minute passte Rauch auf Öktem, der mit viel Übersicht den Ball vorbei am Torwart und mit Hilfe des Innenpfostens ins Tor schlenzte. Noch waren 30 Minuten zu spielen, da geht doch noch was. Zunächst meldete sich jedoch Nordring im Spiel zurück, ein gefährlicher Konter über die Linke Seite, der Ball rauschte jedoch am kurzen Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite kam Yildirim zu einem Kopfball. Das Spiel wurde nun sehr zerfahren. Gelbe Karten häuften sich, mehr auf der Gegenseite, doch auch Hansa spielte härter. Als dann auch noch 15 Minuten vor Schluss ein gegnerischer Spieler frühzeitig zum Duschen geschickt wurde, machte sich Optimismus breit, das Spiel noch zu gewinnen. Doch Hansa versäumte es, den Gegner vorne zu attackieren und die Überzahl durch Präsenz in der gegnerischen Hälfte auszunutzen. So passierte nicht mehr wirklich viel und musste stattdessen noch kurz vor Schluss zittern, doch der Freistoß aus 17 Metern blieb in der Hansa-Mauer hängen.

Nicht nur in der 1.Halbzeit ein steter Unruheherd in der Nordring-Abwehr: Yusuf Yildirim

Es bleibt dabei, Hansa ist seit 6 Pflichtspielen unbesiegt, befindet sich weiter im vorderen Drittel der Tabelle. Man lief erstmals einem Rückstand hinterher und konnte noch ausgleichen. Man spielte überragende 25 Minuten, die zeigen, was alles möglich ist. Langsam kommen auch alle Urlauber wieder und die Invaliden-Reihe lichtet sich. Da kann was gehen! Vamos!

Nächste Woche steht nun das Heimspiel gegen 1. FC Marzahn an. Das Spiel wurde von fussball.de zum „Amateurspiel des Monats“ gekürt. Damit rückt fussball.de mit 4 Kameras an, zeichnet das Spiel und die Zuschauer auf, fängt O-Töne ein, schneidet das zusammen und stellt den Bericht online. Für den Verein ist das eine tolle Gelegenheit sich zu präsentieren und die Hansa-Familie aus Berlin raus zu tragen. Also kommt alle und ladet ein und ein!

Aufstellung: Haberecht – Ersoy, M. Bektas, Beier – Akdogan (70.Büchner), Rauch, Wichmann, Kopociński (60. Duman) – H. Bektas (46.Öktem), Jeannest de Gyvés – Yildirim

Tore: 1:0 M. Bektas (22.,HF,Jeannest de Gyvés), 1:1 (24.), 1:2 (42.), 2:2 Öktem (57.,Linksschuss,Rauch)

Karten: Yildirim (gelb), Ersoy (gelb)

Spieler des Spiels: Öktem. Tor gemacht mit Bleiwade. Seine Präsenz hat einfach starke Auswirkungen auf den Gegner und die Hansa-Elf.

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7 Responses to Gut ist nicht immer gut genug

  1. joe sagt:

    @ marc
    ich hab alles gegeben, hat aber nicht ganz gereicht

  2. christian sagt:

    drei gelbe warens trotzdem… yusuf weiss ich noch, aber wer sonst?

  3. akgün sagt:

    beim 1:2 wurde der ball von den nicht-fehlenden haaren von hasan bektas abgefälscht….leider…

  4. akgün sagt:

    jörg, beim 1:2 wurde der ball von den nicht-fehlenden haaren von hasan bektas abgefälscht….leider…

  5. Jörg sagt:

    akgün, hab es schon von christian gehört, wird natürlich geändert. sorry.

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