13.Spieltag: FSV Hansa 07 II – Berliner SC II 2:2 (2:0)

Wieder einmal Spitzenspiel in der Wrangelritze. Zu Gast die Reserve des Berliner SC – bis dahin Tabellenführer und Aufstiegsfavorit Nummer 1. Der Gast präsentierte sich dann auch wie erwartet: Ein junges Team (Durchschnittsalter 19 Jahre), spielerisch stark und sehr, sehr lauffreudig. Eine Folge der großartigen Jugendarbeit des BSC, dessen A- und B-Junioren in der Regionalliga ihre Spielstärke profilieren.

Hansa hingegen – aus dem letzten Loch pfeifend – musste wieder zwei Leihspieler (Büchner, Golenia) aus dem Kader der Ersten einbauen, um die maximale Zahl von drei Wechselspielern aufbieten zu können. So mancher im Umfeld der Zweiten sehnt die Winterpause herbei.

Hansas Hauptbeschäftigung des Tages: Defensivarbeit.

Von Beginn an sahen die Zuschauer, Trainer und Bankspieler, dass der Gast aus dem Berliner Westen mit seiner Spielanlage den Hanseaten haushoch überlegen war. Schnell lief der Ball durch die schwarzgekleideten Reihen, nur die Zielrichtung stimmte nicht so ganz. So blieb den Hausherren nichts anderes übrig, als die gute alte Kampfkraft in die Waagschale zu werfen, um so für etwas mehr Ausgeglichenheit zu sorgen. Und man konnte sehen, dass sich die Jungen mit harter Zweikampfführung schwer taten.

Überraschend dann die Führung für Hansa, als Julius Büchner eine Freistoßflanke von Anthony Behrendt am langen Pfosten völlig freistehend einnicken konnte (14.). Der Gegentreffer gab dem Selbstbewusstsein der Hanseaten einen Kick und ab da waren sie zumindest ebenbürtig, mussten aber einen hohen läuferischen Preis zahlen, um immer wieder an den schnellen, wieselflinken Hacken der BSC-Spieler dranzubleiben. Es blieb eine intensive Partie und erneut war es eine Standard, die für den nächsten Treffer sorgte. Ausgangspunkt war ein Eckball für den BSC, der in den Abwehrbeinen hängenblieb und Roman Emmerling 20 Meter vor dem eigenen Tor in Ballbesitz brachte. Der Hansa-Kapitän nahm Tempo auf, spurtete mit dem Spielgerät bis weit in die gegnerische Hälfte, wo er den Ball dann auf den linksseitig mitsprintenden Georg Hubmann durchsteckte. Der scheiterte zwar mit seinem Schuss aus fünf Metern halblinker Position am Torwart, doch Max Ellner war zur Stelle und wuchtete den umherhoppelnden Ball ins Netz (33.).

Damit ging es in die Pause, auch wenn der BSC kurz vor der Unterbrechung noch am Anschlusstreffer geschnuppert hatte. Doch Dirk Lauer machte seinen völlig verkorksten Abschlag mit einer 1a-Fußparade wieder wett.

Hansa gedachte das Spiel so fortzusetzen, stabil zu bleiben, dagegenzuhalten und immer wenn sich Räume bieten sollten, diese für Gegenstöße zu nutzen.

Rauuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuusssssssssssssss

Doch da hatten die Hanseaten die Rechnung ohne den Gast gemacht. der BSC trat vom Anpfiff weg wesentlicher aggressiver und durchsetzungsstärker auf. Sofort brannte es in der Hansahälfte lichterloh und man konnte den Zeiger auf der Gegentoruhr förmlich runterticken hören. Ganze vier Minuten hielt die Hansa-Defensive dem Ansturm stand, dann war es passiert. Jokisch piekte den Ball aus 12 Metern zentraler Position wuchtig in die Maschen (49.). Jetzt war klar, wer hier der Chef im Ring war. Hansa gewann die Zweikämpfe nicht mehr und konnte sich kaum mehr befreien. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, dem Hansa in der kompletten zweiten Hälfte nur einen Anthony Behrendt Fernschuss (knapp drüber) und Roman Emmerling Kopfball (knapp vorbei nach einer Ecke) entgegenzusetzen hatte. Man sah die Kräfte förmlich schwinden und diese jungen Kicker des BSC hörten einfach nicht auf zu laufen. So wehrte sich Hansa nach Leibeskräften, doch es kam wie es kommen musste. Gerorg Hubmann und Jonas Kohl waren nicht in der Lage einen BSC-Angreifer an der Grundlinie zu stoppen, der in den Sechzehner eindrang, auf Laszlo Strzoda zustürmte, eine Körpertäuschung, ein Kontakt, ein Sturz, ein Pfiff, Elfer. Dieser endete souverän verwandelt im Netz – 2:2 (75.). Mit Glück und den letzten Kraftreserven überstand Hansa die verbliebene Viertelstunde und konnte sich am Ende glücklich schätzen einen Punkt in der Wrangelritze behalten zu dürfen.

Fazit: Der BSC spielt Fußball mit Anlage und Plan, wie es in der Kreisliga B sicher nur wenige Teams spielen. Wenn es diesem Team gelingt sich in jedem Spiel von Beginn auch so durchsetzungsstark zu zeigen und nicht erst wenn beim Gegner die Kräfte schwinden, dann hat sich ein Aufsteiger in der Wrangelritze vorgestellt. Hansa hat sein Bestes gegeben, was im Moment machbar ist und zumindest eine Halbzeit ordentlich mitgemischt.

Aufstellung: Lauer – Kreischer (71.J.Kohl), Strzoda, Golenia, Meiser – Hubmann, Behrendt (76.Strauss), Emmerling, Büchner – Ellner, Hoss (86.Engel)

Tor/e: 1:0 Büchner (14.,Kopfball,Behrendt), 2:0 Ellner (33.,Rechtsschuss,Hubmann), 2:1 Jokisch (49.,Rechtsschuss), 2:2 K.Müller (75.,FE,Rechtsschuss)

Karte/n: Lauer (gelb/Ballwegschlagen)

Spieler des Spiels: Max Ellner – der viel mit nach Hinten arbeitete und das Angriffsspiel der Hanseaten wesentlich belebt.

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2 Responses to Hach … wenn wir doch alle noch mal 19 wär’n

  1. roman sagt:

    3 1/2 Chancen = 2 Tore. Hansa? So effektiv sollten wir öfter spielen.
    Kampf und Moral stimmen auf jeden Fall.

    … und suche Pferdelunge…

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