26. Spieltag: 1. FC Lübars II – FSV Hansa 07 1:2 (0:1)

Der Aufstiegsaspirant beim Abstiegskandidaten – das hätte eine klare Sache sein sollen. War es aber nicht. Trotzdem gelang Hansa der dritte Sieg in Folge und der erneute Sprung auf Platz 2. Also wollen wir mal nicht allzu kleinlich sein und stellen erstmal fest, das Hansa im Gegensatz zur Konkurrenz auch mit schlechten Leistungen Siege einfährt. Und das hat noch nie geschadet…

Die erste Halbzeit lief dabei noch ganz gut für die Kreuzberger. Zwar spielte man nicht überragend, aber war doch die bessere Mannschaft und erspielte sich eine Handvoll guter Chancen, während Lübars weitgehend ungefährlich blieb. Dabei blieb Orhan Aslan seiner Linie treu, dass er die dicksten Chancen vergibt, um dann die schweren Bälle rein zu machen. So auch dieses Mal, wo der Stürmer die 1:0-Pausenführung markierte.

Lübars wollte sich aber im Gegensatz zu Friedrichshain in der vergangenen Woche nicht in die Niederlage fügen. So starteten die Nordberliner kurz nach Wiederanpfiff eigene Angriffsbemühungen und schon ging es bei Hansa drunter und drüber. Die erste Großchance konnte Keeper Haberecht noch abwehren, doch wenig später erhielt Lübars einen vertretbaren Elfmeter und konnte ausgleichen. Nun war das Hansa-Spiel komplett am Boden, es gelang nichts und Lübars diktierte das Geschehen in einem Spiel auf schwachem Niveau. Und wer weiß wie das Spiel geendet hätte, wäre der Treffer zum 2:1 für Lübars nach etwa 70 Minuten anerkannt worden. Nach einiger Überlegung entschied der Schiedsrichter zurecht(!) auf Abseits, nachdem er schon kurz Richtung Mittellinie gewiesen hatte.

Wenig später hatte sich die Hansa-Abwehr auf den Weg gemacht, um das Spiel zu entscheiden. Eine Flanke auf den langen Pfosten köpfte Rechtsverteidiger Akgün Akdogan gegen die Laufrichtung des Torwarts, der aber den Ball noch irgendwie an den Pfosten lenken konnte. Von dort sprang er wieder vors Tor und Abwehrchef Stefan Gruhn köpft aus ca. 50 Zentimetern zum Siegtor ein. Erleichtert ob der Führung und dank des strukturierten Spiels von Einwechsler Laszlo Strzoda gewann nun Hansa wieder die Kontrolle über das Spiel, während Lübars nicht mehr zusetzen konnte. Daher ging es mit einem 2:1-Sieg zum Duschen, der sich aber trotz der Patzer der Konkurrenz nicht kollektiven Jubelstürmen entladen wollte, dafür waren die zweiten 45 Minuten einfach zu wenig erquicklich. Aber das ist abgehakt und die ganze Konzentration gilt dem kommenden Sonntag. Dort ist dann Spitzenreiter Concordia Wilhelmsruh zu Gast in der Wrangelritze. Und man hat die Chance alles (noch) viel besser zu machen.

Aufstellung: HaberechtKökyaprak (58. Huber), Vissers, Gruhn, Akdogan – Duman, Abraham, M. Bektas (68. Strzoda), Schumann (46. Büchner) – Aslan, Öktem.

Tore: 0:1 Aslan (34., Rechtsschuss, ??), 1:1 (53., FE), 1:2 Gruhn (73., Kopfball, Akdogan).

Karten: Büchner (gelb, Schwalbe wie vom Beckenrand)

Hansa-Spieler des Spiels: Akgün Akdogan – ließ defensiv nichts anbrennen und bereitete das Siegtor vor.

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2 Responses to Hätte, wenn und aber? Egal!

  1. Ben sagt:

    Gratuliere erneut. Lasst die Ritze am Sonntag so richtig glühen….auch ohne Andi.

  2. Steffen sagt:

    Haut se wech am Sonntag!

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