SG Grün-Weiß Baumschulenweg II vs. FSV HANSA 07 II  3:1 (2:1)

…auch in diesem Jahr nicht. An sich keine große Überraschung, hatte man sich eh vorgenommen, die vereinten Kräfte für die Saison aufzuheben um das große Ziel, den Aufstieg wahr werden zu lassen.

Dass man sich vorher mit einem gleichwertigen Gegner messen konnte, kam der Truppe um Interimscoach Emmerling gerade recht. Standortbestimmung hieß das Zauberwort. Leider ließen zahlreiche Verletzte und Reisende, eine aussagekräftige Beurteilung, wie es um die Zwote von Hansa bestellt ist, nicht zu. So lief am Sonntag, ähnlich wie in der letzten Saison, wieder einmal das letzte Aufgebot auf um für Hansa den Einzug in Runde 2 zu erkämpfen.

Das Spiel begann mit der Nicht-Anwesenheit des Schiedsrichters. Nach kurzer Besprechung entschieden sich beide Mannschaften trotzdem anzutreten. Ein Baumschüler machte den Schiri. Der Mann war nicht zu beneiden. Im Nachhinein war Hansas Good-Will Gedanke, ohne Unparteiischen das Spiel zu spielen, ein Griff ins Klo.  Aber man lernt ja nie aus.

Die erste Hälfte begann mit einer gut organisierten Hansa Elf, die Ball und Gegner laufen ließ. Der im Breisgau auf Spielersuche verschollene Trainer Nütsch hätte seine wahre Freude gehabt. Die Standards von Hansa waren brandgefährlich. Kahramanns Mario-Basler-Gedächtnis-Ecke küsste nach 15. Minuten die Latte.

Nach anfänglicher Überlegenheit befreite sich der Gastgeber  und näherte sich ein ums andere Mal dem Kasten, der vom Selk Vertreter Lauer gehütet wurde. Die Abwehr um Taktgeber Kohl kam immer mehr in arge Bedrängnis. Nach einer Ecke dann fast das 1:0 für die Heimmannschaft. Aus einem Meter kam ein Grün-Weißer unbedrängt zum Kopfball und scheiterte nur durch einen Weltklasse- Reflex von Keeper Lauer, der von sich selbst überrascht, seine Mannschaft weiter im Spiel hielt.

Der Ton wurde rauher, die Zweikämpfe härter und der Schiri…naja…war dabei.

Hansa versuchte sich aus der Umklammerung zu befreien. Grün- Weiß drängte auf das fällige Führungstor. Ein Schuss von der Strafraumgrenze entschärfte Lauer mit einer weiteren Parade.

Die anschließende Ecke führte dann für die Hausherren zum Erfolg. Irgendwie fand der Ball aus einem Spielerknäuel den Ball ins Tor. 1-0 Grün-Weiß.

Hansa reagierte wütend. Kurz vor der Pause nahm sich Bektas nach einem vorausgegangen wunderbaren Kombinationsspiel um den agilen Strzoda ein Herz und hämmerte den Ball aus gefühlten dreißig Metern unhaltbar unter die Latte. Die Ansprache von Emmerling trug Früchte.

Hansa war wach. Was in die Nähe des eigenen Tores kam wurde von Kampfschwein Kohl und seinen Mannen gnadenlos weggeräumt. So hatte man sich schon auf ein Unentschieden zur Halbzeit geeinigt, bis, ja bis der Ball mit der letzten Aktion des Spiels von der Strafraumkante in den Torwinkel vom überraschten Keeper Lauer segelte. 2:1

Mit diesem unbefriedigten Ergebnis ging es in die Pause. Der emsige Strzoda musste mit einer Verletzung ausgewechselt werden. Für ihn kam Skandinavien-Legionär Ralling in die Partie.

Die zweite Hälfte begann mit einem Hitzeschock. Die Beine wurden schwerer, die Luft drückte und zog sich schleppend dahin. Hansa versuchte den Ausgleich zu erzwingen und hatte Pech, als ein glasklarer Elfmeter vom Parteiischen Schiedsrichter nicht gegeben wurde.  Kurz danach der Genickschuss für Hansa. 3:1 Grün- Weiß.

Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können, aber Keeper Lauer verhinderte schlimmeres. So blieb es bei einem enttäuschenden 1:3 aus Sicht der Hanseaten.

Was bleibt?

Die Erkenntnis, dass man in Zukunft nicht mehr ohne einen Unparteiischen antreten sollte.

Außerdem bleibt die mangelnde offensive Durchschlagskraft das große Manko. Eine Taktikänderung sollte in Betracht gezogen werden, will man endlich den großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Von einem System, das sieben defensive Spieler (incl. Torwart) aufbietet, kann man selbst in der Kreisliga C keine großen offensiven Wunder erwarten.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die personelle Situation bei Hansa II entwickelt. Sollte sich wider erwarten nichts zum positiven ändern und das Verletzungspech der Mannschaft weiter treu bleiben, erwartet Hansa II auch in diesem Jahr wieder nur graues Mittelmaß.

Aufstellung: Lauer – Kreischer, Kohl, Hoffmann, Ellner- Meiser, Strzoda(45.Ralling)-Engel, Bektas, Gladis(55.Bleymehl)- Kahraman

Tore: 1:0 (30.) 1:1 Bektas (40.) 2:1 (45.) 3:1(75.)

Spieler des Spiels:  Coach Emmerling: souveräne Vertretung von Marc. Stimmte die Mannschaft mit einer ordentlichen Ansprache ein und behielt in der hitzigen Halbzeit einen kühlen Kopf.

 

3 Responses to HANSA II HOLT DEN POKAL…

  1. roman sagt:

    haha, super bericht,dirk. den spieler des spiels titel hättest du dir schon selber geben können. ohne deine wahnsinns paraden hätten wir noch drei kisten mehr bekommen.

  2. dirk sagt:

    danke…naja…kommt schon merkwürdig, wenn man sich selber als Man of the Match betitelt…da fehlt mir noch die nötige abgewichsheit…wobei…ich sollte mir ein beispiel an Steffen nehmen…der kennt da nix 🙂

  3. steffen sagt:

    die geforderte taktikänderung (mehr offensivkraft!) hat meine stimme….

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