7. Spieltag: FSV Hansa 07 – Anadolu-Umutspor 2:4 (1:2)

Im Gegensatz zur Vorwoche hatte Hansa erneut einige verletzte, angeschlagene oder abwesende Spieler zu beklagen. So fand sich die Mannschaft wieder ordentlich durchgemischt auf dem Platz wieder, nur war von Beginn an von Ordnung keine Spur. Umutspor presste Hansa förmlich in die eigene Hälfte und rollte einen Angriff nach dem anderen. Einer der Zaungäste sagte lapidar: wir betteln ja fast um ein Gegentor und so kam es dann auch.

»Allo, isch möschte schiessen, isch benötische auch nür zwei Versüsche.«

Der gefühlt siebte Eckball in den ersten zehn Minuten führte dann zur verdienten Führung der Gäste. Ein Himmelblauer umringt von drei Schwarz-Gelben nickte den Ball seelenruhig ins Tor. Hansa war jetzt noch verunsicherter und brachte keinen halbwegs vorzeigbaren Angriff zustande. Alles, was letzte Woche noch so grandios funktioniert hatte, klappte jetzt nicht mehr. Doch nach 15 min. schaffte es Hansa in Person von Yusuf Yildirim dann doch einmal in den gegnerischen Strafraum und wurde geradezu brutal gelegt; über den Elfmeterpfiff gab es keine zwei Meinungen. Maxime hob sofort den Arm, schnappte sich den Ball und versenkte ihn im 2. Anlauf im linken unteren Eck. Beim ersten Versuch war ein Gegenspieler deutlich zu früh in den Strafraum gerannt.

Von Ordnung war leider weiterhin nichts zu sehen, sodass ein Freistoß aus dem Halbfeld wieder einen verwaisten Stürmer von Umutspor fand, der zum 1:2 einschob. Hansa ließ auch in der Folge jegliches Offensivbemühen vermissen, war total verunsichert und blockiert. Der Gegner war spritziger, technisch besser und einfach giftiger. Die hanseatischen Fehlpässe im Spielaufbau taten ihr Übriges. So ging es auch in die Halbzeit.

Gleich schlägts Vier - der Knockout für Hansa.

Nach dem Seitenwechsel sollte die Wende kommen doch Pustekuchen. Umutspor hörte dort auf, wo sie angefangen hatten und legten schnell zwei weitere Tore nach, sodass der Käse eigentlich schon am Anfang der 2. Hälfte gegessen war. Als Hansa nun mit dem Rücken zur Wand stand ergaben sich dann doch einige sehr gute Möglichkeiten, so lief Halil Duman von der Mittellinie allein auf den Torwart, aber sein Heber war nicht hoch genug. Einige wütende Hansaangriffe folgten, doch es sollte bis zur 72. Min dauern bis Hansa verkürzen konnte. Erst gab es einen Freistoß 20 Meter vor dem Tor von Yusuf Yildirim, den die Mauer klar mit der Hand verteidigte, doch ein Elfmeterpfiff blieb aus. Eine Zeigerumdrehung später sollte er aber doch folgen. Wieder wurde der Hansastürmer Yildirim im 16er gefoult. Der Experte an der Seitenlinie Thomas Schachner sagte dazu knapp: „Konzession“. Egal. Yildirim schnappte sich den Ball und hämmerte ihn unter die Latte und konnte wenigstens seine Erfolgsserie fortsetzen. Nun keimte noch einmal Hoffnung auf, Leclaire und Ersoy kamen zu guten Kopfballmöglichkeiten, Ersoy traf dabei die Latte, aber es sollte nichts mehr mit dem Anschluss werden und Hansa konnte noch froh sein, dass Hoffnungsspor so sorglos mit seinen guten Chancen umging. So blieb es beim verdienten Auswärtserfolg der Gäste als der gut leitende Schiedsrichter die faire Partie abpfiff. Nun heißt es Ärmel hochkrempeln und weiter hart arbeiten, damit am Wochenende wieder ein Dreier folgen kann.

Aufstellung: E. Selk – Rauch, Ersoy, Duman – Akdogan (77.Ciftci), Wichmann, Kopocinski, Jeannest de Gyvès (70.Coban) – H. Bektas (46.Abraham), Leclaire – Yildirim

Tore: 0:1 (12.), 1:1 Jeannest de Gyvès (19.,FE, Yildirim), 1:2 (40.), 1:3 (50.), 1:4 (62.), 2:4 Yildirim (70.,FE, Yildirim)

Karten: Leclaire (Gelb/Meckern), Ersoy (Gelb/Foulspiel)

Spieler des Spiels: ja gut ääh …

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2 Responses to Hansa ist Hoffnungsspor umutlos unterlegen

  1. joe sagt:

    nachtrag: spieler des spiels ümit ersoy. einer der wenigen mit normalform und der sich sichtlich gegen die niederlage stemmte.

  2. moe sagt:

    egal jungs kopf hoch weiter gehts.
    ein sieg diese woche und schon sieht es wieder anders aus in der tabelle.

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