Nachtragsspiel: 1. FC Lübars II – FSV Hansa 07 I  (0:1) 3:4

Autor: Michel Fröhlich-Gildhoff

Es war erneut ein turbulentes Spiel, welches sich vergangenen Donnerstag  Abend in Lübbars abspielte. Die Mannschaft der Hansa wurde erneut im Abwehrzentrum durch die Aufstellung von Tilmann Stürmer verändert. Im Angriff konnte Trainer Fumi wieder auf Muhammet Bektas zurückgreifen, der vergangenen Sonntag schmerzlich vermisst wurde. Von Beginn an zeigte sich die klare spielerische Überlegenheit der Hansa, was sich vor allem in hohen Ballbesitzzeiten zeigte. Allerdings fehlte häufig der Zug zum Tor und der letzte Pass kam oft nicht an, so dass die erste große Chance auf sich warten ließ. Nach rund 25 Minuten konnte Momodu Bangura den Ball zu Michel Fröhlich-Gildhoff durchstecken, der den Ball nocheinmal zu Muhammet Bektas querlegte, der allerdings aus rund 13 Metern das Tor verfehlte. Der Gegner aus Lübbars wusste vor allem durch hartes Spiel zu helfen und agierte ausschließlich mit langen Bällen. Und so passierte es wie so oft im Fußball, wenn die bessere Mannschaft ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzt. Ein langer Ball der Heimmannschaft führte zu einem Missverständnis in der Hansaabwehr, was der agile Ernst zu nutzen wusste. So legte er den hohen Ball in der 28. Minute am herausstürmenden Torhüter Willmann vorbei und konnte aus spitzem Winkel zur unerwarteten Führung einnetzen. Und so ging es nach einer spielerisch akzeptablen Leistung der Hansa mit einem unglücklichen 0:1 Rückstand in die Halbzeit. Der zweite Durchgang brachte auf Seiten unseres Teams zwei neue Spieler. Neben Behrendt, der die linke Mittelfeldseite beleben sollte, meldete sich Henrik  Wichmann mit einer guten Leistung im rechten, später im zentralen Mittelfeld zurück, während Felix Eckert und Fynn Krone in der Kabine blieben. Allerdings sollten dies eher Randnotizen in einer ereignisreichen zweiten Halbzeit bleiben.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten setzte Hansa ihr druckvolles Spiel fort, während die Hausherren zunehmend durch aggressives und unfaires Verhalten auf sich aufmerksam machten. Von diesem zeitweise sehr harten Spiel ließ sich die Mannschaft der Hansa etwas aus dem Konzept bringen und nach einem eigentlich ungefährlichen Freistoß landete der Ball vor den Füßen von Röllig, der den Ball in der 60. Minute aus fünf Metern im Tor versenkte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Moral der Mannschaft gefragt, da trotz eines überlegen geführten Spieles der Gegner mit zwei Toren führte.  Unmittelbar nach dem Tor folgte der dritte Wechsel der Hansa. Nachdem Michel Fröhlich-Gildhoff des Öfteren vom Gegner hart attackiert worden war, auch wenn der Ball nicht in der Nähe war, sollte Maxime Jeannest de Gyves mithelfen in der letzten halben Stunde das Ruder nochmal rumzureißen. Das Bemühen des Gästeteams sollte auch schnell belohnt werden, als Muhammet Bektas einen Freistoß aus gut 20 Metern im Torwarteck versenkte (62.Minute). Dieser Anschlusstreffer beflügelte die Hansa weiter und es rollte Angriff auf Angriff Richtung Tor der Heimmanschaft. Und nachdem Moritz Fröhlich- Gildhoff sich den Ball eroberte, konnte er aus rund 22 Metern mit einem gezielten Schuss in die linke Ecke den Torwart der Lübbarser erneut übewinden (70.Minute). Jetzt glaubten viele schon an die Wende, doch wer die Hansa kennt, der weiß, dass die Mannschaft immer für eine Überraschung gut ist. Und so kam der bis dahin im zweiten Durchgang völlig ungefährliche Gegner nach einem simplen Eckentrick zur erneuten Führung. Ernst konnte in der 78.Minute aus rund 16 Metern unbedrängt zum 3:2 einschieben. Doch das Team steckte nicht auf und hatte eine kurze Schrecksekunde zu verkraften als Capitain  Eric Vissers nach einem heftigen Zusammenprall mit dem gegnerischen Schlussmann am Boden liegen blieb, aber nach kurzer Behandlung weitermachen konnte. Unmittelbar nach der erneuten Führung der Heimmannschaft gelang der Hansa aber auch schon wieder der Ausgleich zum 3:3 in der 82. Minute. Nach herrlichem Zuspiel von Wichmann in die Schnittstelle der Lübbarser Abwehr tauchte Bektas alleine vor dem gegnerischen Torhüter auf und konnte den Ball zum Ausgleich ins lange Eck spitzeln. Jetzt wollten beide Mannschaften den Sieg, wobei nur eine die fußballerischen Fähigkeiten besaß. Und so sollte sich das Team der Hansa in der 86. Minute für den großen Aufwand über das gesamte Spiel belohnen. Nach erneut gutem Einsatz von Bektas wurde den Ball in Richtung seines Sturmkollegen Momodu  Bangura bugsiert, der jedoch den Ball nicht mehr vor dem gegnerischen Torwart erreichen konnte. Dessen Befreiungsversuch konnte Momodu allerdings abfangen und so konnte der gut arbeitende Stürmer sich und die Mannschaft letztendlich mit dem völlig verdienten Siegtreffer belohnen. Die Ausgleichsbemühungen des Heimteams in den letzten Minuten blieben ohne jede Gefahr.

Aufstellung: Willmann-Schroeder, Vissers, Strzoda, Stürmer- Eckert (45.Wichmann) , Fröhlich-Gildhoff,Mo., Fröhlich- Gildhoff,Mi. (62. Jeannest de Gyve), Krone (45. Behrendt) -Bektas, Bangura

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