7. Spieltag: FSV Hansa 07 III – FSV Berolina Stralau III 2:2 (2:1)

 

Autor: Jojo

Sonntag, ein wunderschöner Herbstnachmittag in heimischen Gefilden, an dem uns die Sonne mit ihren güldenen Strahlen das Ziel unseres sportlichen Zusammentreffens hell erleuchtete: Das gegnerische Tor!

Zumindest war das in der ersten Halbzeit so. Mit dem besagten Feuerball im Rücken schickten sich die 3. HansaHerren an die extravaganten, höchst diffizilen und in tagelanger, akribischer Kleinstarbeit entwickelten taktischen Vorgaben: Hinten sicher stehen und vorne das Ding reinhauen, erfolgreich umzusetzen. Ach war das schön anzusehen!

In der Defensive, herrlich enge Räume, geniales Verschieben, ab der Mittellinie beherztes Stören, sodass dem Gegner keine andere Möglichkeit blieb, die Bälle hoch vor unser Tor zu schlagen, wo sie für unsere brillanten Innenverteidiger, Christian und Hannes eine leichte Beute waren.

In der Offensive war es dann Franz, der nach genialem Pass von Martin, zuerst den gegnerischen Keeper zu einem heißen Tänzchen forderte, bevor er den Ball durch die Reihen der auf die Linie geeilten Stralauer ins Tor lupfte. 8. Minute: Hansa EINS, Stralau…

Die Grundlage dieses genialen Spielzugs war ein sicheres, zügig und präzises Aufbauspiel durch die Verteidiger und ein mit Übersicht agierendes Mittelfeld, dass den Ball so schnell vor den gegnerischen Strafraum brachte, dass Dieser gar nicht wusste wie Ihm geschah, als sich die eben beschrieben Szene vor seinen Augen abspielte.

Das Schauspiel nahm seinen Lauf und als Franz in der 36. Minute die Kraft der Sonne geschickt nutzte, als er dem Torwart der Gäste mit einem hoch angesetzten Schuss vom Mittelkreis aus einen zweiten Einschenkte, sah es so aus als ob dieses Herbstmärchen auch ein Happyend nehmen würde.

Doch irgendwie hatten die Jungs aus Stralau das von Hansa geschriebene Drehbuch nicht richtig verinnerlicht. So kam es noch kurz vor der Pause zu dem so wirklich nicht vorgesehenen Anschlusstreffer. Und als dann kurz nach Wiederanpfiff der Ausgleich fiel, verfielen wir zwar nicht in die gewohnte Panik des zweiten Aktes. Im Gegenteil, das Spiel war weiterhin schön anzusehen: Tolle Kombinationen über die Seiten und auch durch die Mitte gab es bisweilen guten Aktionen in Richtung Strafraum. Doch richtig Hochkaräter konnten wir uns leider nicht mehr erspielen.

Ganz anders der Gegner, der Jeff zu der ein oder anderen Glanztat auf der Linie nötigte und, nach einmal Pfosten und einmal abgelenktem Pfosten-Latte, durchaus das Spiel für sich entscheiden hätte können, könntehättewäre da nicht diese überaus gütige Sonne gewesen. Denn am Ende hatten wir denn ersten Punkt der Saison nicht alleine unserem engagierten und zudem toll anzusehenden Auftreten zu verdanken. Die Sonne, man muss es so einfach mal so sagen, schien uns in Hälfte zwei wirklich aus dem Arsch und verhalf uns so zu einem glücklichen Start in den hoffentlich goldenen Herbst.

 

One Response to Hatten wir eine Sonne!

  1. R.L. sagt:

    Gut geschrieben,und habe es ähnlich gesehen.

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