5. Spieltag: FSV Hansa 07 I – 1. FC Marzahn 94 I 1:3 (1:1)

Es war ein ganzer normaler Sonntag in der Wrangelritze. Die Herbstsonne schien, die Kamerateams waren schon angerückt. Es wurden Vorberichte gemacht, der Spieler und Trainer interviewt. Würstchen und Köfte bruzelten unterm Pavillon. Bier und Bionade. 250 Zuschauer, bestens gelaunt bis euphorisch. Alles war bereitet für ein schönes Spiel.

Zu Gast war der 1. FC Marzahn 94, eine Mannschaft, die unten in der Tabelle angesiedelt war. Hansa 07 sollte also als Favorit ins Spiel gehen. Einen Sieg vor dieser fabelhaften Kulisse nahm man sich vor. Das Spiel begann zerfahren. In den ersten zehn Minuten passierte nicht viel, außer einer guten Kopfballmöglichkeit des Gegners. Hansa gelang es nicht, die zuletzt gezeigte Ordnung und Ruhe im Spielaufbau zu zeigen. Bälle versprangen bei der Annahme, Pässe fanden den Gegner, lange Bälle das Nichts, aus welchem dann plötzlich ein Elfmeter entsprang. Ein Marzahner sprang, die Arme mitnehmend, in der Mauer hoch, Kontakt mit dem Ball. Handelfmeter. Klarer Fall für M. Bektas. Er verlädt den Torwart, links unten ins Eck, der dritte verwandelte Elfemeter, 1-0. Alles nach Plan.

Warriors in Aktion.

Doch es sollte einer dieser verdammten Tage werden, an denen eine Mannschaft vergeblich rennt und ackert, vergeblich versucht, das Spiel an sich zu reißen und erstarrend zuschauen muss, wie eben alles nicht geht, obwohl man gewillt ist. Während die Mannschaftsaufstellung von den Wänden der Skalitzerstraße zurückhalte, danke an die Warriors, entglitt der Hansaelf nun zunehmend das Spiel.

Das lag definitiv nicht am Willen und auch nicht an den Kameras, den Zuschauern und der Köftewolke. Nein. Es war einfach einer dieser verdammten Tage in der Saison…! Marzahn übernahm die Kontrolle im Spiel, erspielte sich noch im ersten Abschnitt einige Chancen. Dann auch auf Hansaseite ein Handelfmeter, eine Kopie des ersten. Nur dessen Ausführung nicht. Ein schwach geschossener Elfmeter von Kühnlenz springt vom Schienbein Haberechts in den Kasten. Mit einem 1-1 ging es in die Pause, doch Hansa hätte sich nicht beschweren können, wenn man einem Rückstand hinterhergelaufen wäre. Das machte auch Trainer Ilhan in der Kabine deutlich. Doch die zweite Halbzeit verlief leider ähnlich wie die erste Halbzeit. Die Mannschaft kam einfach nicht wirklich ins Spiel, verhalf jedoch dem Gegner dazu. So kam dieser völlig verdient zu zwei Toren innerhalb kürzester Zeit, durch Czerwonatis (60.) und Thomas (68.). Nun bäumte sich Hansa noch einmal auf und kam zu Chancen, der Kategorie, die kann man mal machen, durch Neubauer und Wichmann.

lonesome joe

Nein! Heute nicht. Auch Öktem rieb sich vorne wiederholt auf, doch, zu oft alleine gelassen, musste er dann auch noch mit schrecklichem Verdacht (das K-Wort macht die Runde) verletzt draußen bleiben. Marzahn spielte sehr solide und kontrolliert das Spiel zu Ende, kam noch zu ein, zwei hundertprozentigen Chancen, beließ es aber beim 1-3.

Die Hansaelf bedankte sich nach dem Spiel beim starken Anhang und der Unterstützung, Kapitän Wichmann musste in der Mixed-Zone noch Rede und Antwort stehen, auch Bier und Köfte waren aus.

Wichmann rot umrundet

Doch es bleibt ein toller Tag für die Hansa-Familie. Vielen Dank an fussball.de (hier gehts zum Video), dass Ihr uns diese Chance gegeben habt. Vielen Dank an alle Zuschauer und die Warriors, die die Ritze gefüllt haben. Vielen Dank an alle Grill- und Thresenkräfte, die während dem Spiel dafür gesorgt haben, dass alles läuft.  Vielen Dank Georg für tollen Fotos. Vielen Dank Marzahn für ein faires Spiel.

Und dieser eine verdammte Tag in der Saison, der kommt vor. Den muss die Hansaelf sich nicht zu Herzen nehmen. Man kann ihn nur abhaken, erledigt auf der Liste. Nach vorne schauen ist angesagt, aus Fehlern lernen, die Spitze im Auge behalten, sie ist nur ein Punkt voraus. Joe, bitte nicht noch ein Knie happens?! Walk on Hansa!

Aufstellung: Haberecht – Vissers (46.Kökyaprak), M. Bektas, Ersoy –  Akdogan, Rauch (65.Büchner), Wichmann, Kopociński – Jeannest de Gyvés, Duman (60.Neubauer) – Öktem

Tore: 1:0 M. Bektas (13.,HE,Öktem), 1:1 Kühnlenz (41.,HE), 1:2 Czerwonatis (60.), 1:3 Thomas (68.)

standing in the sun

Karten: Öktem, Neubauer, Kökyaprak (alle gelb)

Spieler des Spiels: Herbstsonne und Zuschauer

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6 Responses to Heute ist wieder einer der verdammten Tage

  1. joerg sagt:

    Für wen kam Julius rein? Gab es noch ne gelbe Karte?
    Das war ein wirklich ein toller Tag letzten Sonntag. Natürlich wolltet Ihr gewinnen, aber manchmal geht es einfach nicht. Nehmt es nicht zu ernst. Es kommt vor. Hauptsache ist es, auch daraus etwas mitzunehmen,

  2. Jules sagt:

    die ich kaum ertrage

  3. joe sagt:

    das k-wort ist nun amtlich.

    kreuzband in kreuzberg.

    vielen dank für die anrufe, sms und guten wünsche.
    doc sagt i.was von mrt, op und sehne
    ich sag: es war mir eine ehre :,)

  4. roman sagt:

    Oh Nein! Joe, gute Besserung!
    Verdammt!

  5. stefan sagt:

    damn, kneehappens^2 gute besserung joe!

    klasse fotos – kann man die irgendwie dropboxen?

    übrigens ganz starke leistung von asker am grill, die köfte waren sensationell 🙂

    @team: kopf hoch, nächstes spiel wird’s

  6. […] Zusätzlich hatte man die Bewerbung zum Amateurspiel des Monats September auf der Plattform fussball.de gewonnen und so kam es, dass sich in der Wrangelritze erstmals vier Kameras und ca. 250 Zuschauer einfanden (mit den wohl besten Ultras nicht zu vergessen!) http://www.hansa07.de/heute-ist-wieder-einer-der-verdammten-tage/ […]

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