Kreisliga B, Staffel 2: FSV Hansa 07 II – SV Nord Wedding II, Sonntag, 30.03., 11:00 Uhr

(Autor: Jakob)

Gegen den Tabellen-Vorletzten tat sich Hansa II lange Zeit schwer, setzte sich aber trotzdem am Ende verdient mit 3:0 durch. Die streckenweise unansehnliche Partie verlangte von den wenigen Zuschauern speziell in der ersten Halbzeit viel Geduld ab. Immerhin konnte das schöne Wetter über die durch die Zeitumstellung ‚verlorene‘ Stunde hinwegtrösten.

Nord Wedding II konnte spielerisch nicht mehr bieten, Hansa II brauchte erst einige Zeit, sich zu finden. Viele einfach Bälle versprangen oder wurden unnötig hoch gespielt. Trotzdem erzielte Hansa II in der 31. Minute durch Sebastian Bialon das folgerichtige 1:0. Nach Ecke von Anthony Behrend stieg Winterneuzugang Jakob Littmann am zweiten Pfosten am höchsten und legte auf Bialon quer, der an diesem Tag für Marius Hausmann als Goalgetter in die Bresche springen musste. Bei Hansa sorgte der Führungstreffer für ein wenig Ruhe und es wurde versucht, wieder mehr zu kombinieren. Immer wenn das schnell und direkt gelang, wurde es brandgefährlich. So wurde der abseits vom Platz stets adrett gekleidete Maxime Jeannest De Gyves hervorragend durch die Gasse geschickt und konnte unbedrängt von links außen in den Strafraum ziehen. Dort zeigte er jedoch ein Beispiel für typisch französisches Laissez-faire, in dem er den Ball lässig mit dem rechten Außenrist am Tor vorbeilegte. Mit ein bisschen mehr Zielstrebigkeit hätte er für die dringend benötigte Ruhe bei Hansa noch vor der Halbzeitpause sorgen können. So ging es nur mit einem trügerischen 1:0 in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit war insgesamt spielerisch besser. Das 2:0 erzielte in der 60. Minute Anthony Behrend per Strafstoss. Zuvor wurde Sebatian Bialon schön steil geschickt und lief alleine auf den gegnerischen Torwart zu. Anstatt den Ball einfach im Tor zu versenken, machte er es unnötig spannend. Er legte den Ball neben das Tor, wurde dabei aber noch vom Torwart getroffen. Trotzdem pfeift diesen Strafstoss nicht jeder Schiedsrichter. Immerhin verzichtete der gute Schiedsrichter Sebastian Spicher zu Recht auf eine Karte gegen den Torwart von Nord Wedding. Anthony Behrend wusste, dass er eigentlich nur platziert schießen musste, und verwandelte dementsprechend sicher unter rechts. Das 3:0 in der 75. Minute wurde offiziell fälschlicherweise als Eigentor von Moustapha Ettahouni gewertet. Der eigentliche Torschütze war aber der eingewechselte André Hoss mit einem kuriosen Tor: Angriff über die rechte Seite, Einwurf auf 16er-Höhe, halb hoher Ball in die Mitte. Am Fünfereck wollte der Gegner klären und schoss André Hoss an, der dabei den Ball unnachahmlich mit der Hacke hinter dem Rücken ins kurze Eck bugsierte. Der verdutzte Torwart warf sich noch nach unten, kam aber zu spät.

Der Sieg hätte letztlich wohl noch höher ausfallen und Hansa hätte damit etwas fürs Torverhältnis tun können. Aber der erfahrene Trainerfuchs Ralph Göritz hatte schon vor dem Spiel angedeutet, dass das oberste Ziel in diesem schwierigen Spiel der Sieg ist. Und dieses Ziel wurde erreicht. Nun gilt es, in den verbleibenden Spielen weiter zu punkten, sodass im Juni in den direkten Duellen das Rennen um den Aufstieg entschieden werden kann.

Unser Kader:
Hertel – Engel (57. Hoss) , Relitz, Stürmer, Winkler – ErsatzEngel, Krause, Littmann, Allinger (79. Hoffmann) – Bialon (76. Stohldreier), De Gyves

Tore:
1:0 Bialon (31., Kopfball, Littmann)
2:0 Krause (60., Strafstoß, Bialon)
3:0 Hoss (75.)

 

36 Responses to Mühevoller Arbeitssieg der Zwoten

  1. marc sagt:

    Ihr kickt jetzt schon Bezirksliga (s. Aufmacher)? Verdammt! Krasse Entwicklung. Ick staune.

  2. Philipp sagt:

    Ist korrigiert.

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