22. Spieltag: Hansa 07 – Sparta Lichtenberg II 2:5 (1:1)

Yücel am Ball

Eine Woche nach der bitteren 2:8-Pleite beim FC Brandenburg II wollte Hansa natürlich Wiedergutmachung – auch für die 2:6-Hinspielniederlage gegen die Lichtenberger. Daher sah der Plan von Trainer Ilhan auch agressives Forechecking, flache Bälle und Distanzschüsse vor. Doch wieder einmal verließen die Hansa-Spieler nach 90 Minuten mit hängenden Köpfen den Platz.

Die erste Halbzeit brachte ein offenes, wenn auch wenig hochklassiges Spiel. Das hanseatische Flachpassspiel wurde schon nach zehn Minuten abgebrochen, das Forechecking klappte nicht wie erhofft und Distanzschüsse waren auch keine zu vermelden. Sparta zeigte aber auch noch nicht viel, kam aber zu ersten Möglichkeiten. Eine davon, Resultat eines Mißverständnisses in der Hansa-Defensivabteilung, nutzten die Gäste schließlich zu 1:0-Führung. Die Kreuzberger versuchten nun das Spiel an sich zu reißen und erhöhten die Schlagzahl, doch wirkliche Torgelegenheiten wollten bis zur 45. Minute nicht heraus springen. Dann aber erlief Ilhami Catal einen langen Ball in den Strafraum und konnte mit einer Mischung aus eigener Clevernis und Dummheit des Verteidigers eine Strafstoß rausholen, den Halil Duman sicher verwandelte. Ein glückliches aber nicht ungerechtes Halbzeitergebnis.

Ernste Gesichter im Abstiegskampf

Auch in Halbzeit zwei starteten die Wrangelkicker mit guten Vorsätzen und zwei neuen Spielern, fünf Minuten später hatte man die Partie aber bereits verloren. Erst weiß sich in Minute 48 Innenverteidiger Asker Karayel nur noch mit einer Notbremse zu helfen, die einen Platzverweis und einen verwandelten Foulelfmeter nach sich zog. Und zwei Minuten später darf ein Lichtenberger weitgehend ungestört bis 18 Meter vors Tor dribbeln und von dort platziert ins linke Eck einschießen – 1:3! In der 64. Minute legte Sparta, nun recht effektiv auf Konter bedacht, mit dem 4:1 nach und als die Kreuzberger Moral (die Ilhan-Mannen erweckten immerhin nie den Eindruck sich aufgegeben zu haben), mit dem 2:4 durch Kahraman belohnt wurde, schlug Lichtenberg nur eine Minute später wieder mit einem Konter zu.

„Shaking“ Schachner bei seiner Lieblingsbeschäftigung

Die zweite hohe Niederlage in Folge für die Wrangelkicker, die nun im tiefsten Abstiegssumpf stecken. Das Nachholspiel beim 1. FC Schöneberg am kommenden Sonntag ist nun fast schon vorentscheidend. Klar ist aber auch, dass dort nur bestanden werden kann, wenn wirklich alle mindestens 100% geben und die Zweikämpfe von Beginn an annehmen. Und jeder für jeden kämpft. Dann kann gemeinsam auch die Grasidiphobie – ja, das Spiel ist auf Naturrasen angesetzt – besiegt werden.

Aufstellung: R. Selk – Schachner, Karayel, Duman, Akdogan – Hubmann (46. Huber), M. Bektas (60. Jakobs), Vissers (46. Kahraman), Sarikurt – Yücel, Catal.

Tore: 0:1 Almich (21.), 1:1 Duman (45., FE, Catal), 1:2 Bieberstein (48., FE), 1:3 Dahalic (50.), 1:4 Bossert (64.), 2:4 Kahraman (70., Rechtsschuss, Jakobs), 2:5 Dahalic (71.).

Karten: Karayel (48., rot, Notbremse).

Hansa-Spieles des Spiels: jaja.

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6 Responses to Nachrichten aus dem Abstiegssumpf

  1. christian sagt:

    von wem war eigentlich der schuss, den engin dann im nachschuss rein gemacht hat?

  2. Schachi sagt:

    Danke für den Bericht Christian!
    Der Schuss war von Philipp!!

  3. Ben sagt:

    Jungs, am Sonntag geben der Schnappi und ich Vollgas um euch in der zweiten Hälfte noch unterstützen zu können.

    Haut rein!

  4. Adem sagt:

    Hey leute, was macht ihr aus meiner Hansa? Drei Niederlagen in Folge??!!!!!??Reißt euch mal zusammen. Engin! Hör auf zu meckern, Asker! Ne yapiyon ya sen?Cildirtmayin adami?!
    Gruß aus Pforzheim
    Adem

  5. christian sagt:

    @adem: zwei niederlagen in folge. gefühlt fünf.

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