Pokal: Berliner TSC – FSV Hansa 07 4:2 ( 0:1 )

Autorin: Betti Keese

Bei unglaublichen gefühlten 40 Grad reisten die Hansa-Frauen zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison beim Berliner TSC an. Glücklicherweise war das Spiel von 15.00 Uhr auf 17.30 Uhr verlegt worden, aber auch so war klar: das wird anstrengend.

Gleich drei Akteurinnen gaben ihr Debüt im Hansa-Trikot bei einem Pflichtspiel: Kathrin, Thit und Leni. Auch Wiebke von den 7er Frauen unterstütze das Team, danke nochmal.

Nach kurzem Aufwärmen, bzw. Lockern und Einspielen, ging es dann in die neue Saison. Beide Teams vereinbarten eine 1-minütige Trinkpause alle 15 Minuten – gut so.

Hansa fand direkt gut ins Spiel, entgegen der Befürchtung, der Berliner TSC, immerhin eine Klasse höher spielend, könne von Anfang an Druck machen. Die erste Hansa-Chance dann in der 6. Minute: Freistoss Drouin aus dem rechten Halbfeld, Schneider köpft knapp am Tor vorbei. Gute Aktion, die Lust auf mehr machte. Denn: hier ging was. Nur wenig später spekuliert Ahlrichs auf den Ball, der auch durch die Innenverteidigung durchrutscht, doch ihr Torschuss geht knapp vorbei. Hansa ist in den ersten 20 Minuten die aktivere, druckvoller spielende Mannschaft und kommt in der 14. Minute endlich zum verdienten Führungstor. Langer Pass von Lindner auf Nase, die sicher Richtung Tor zeiht und zum 0:1 für Hansa trifft.

Nach dem Tor beginnt der TSC Druck zu machen und übernimmt weitestgehend die Kontrolle im Spiel. In der 29. Minute kehrt Behre nach langer Verletzungspause zurück aufs Spielfeld für Wiebke, der die Hitze zu sehr zu schaffen machte. Welcome Back, Captain!

Das Spiel wird nun offener und Hansa beginnt, gut gegenzuhalten und findet durch Einsatz ins Spiel zurück. Die letzte Aktion vor der Halbzeit: eine gute Parade von Keese, die somit das knappe 0:1 in die Halbzeit rettet.

Kurze Erholung im Schatten, Wassereimer und Trinkflaschen sind gefordert. Und die Ansprache von Trainer Wegerhoff: weiter so.

Und das versucht Hansa umzusetzen. In der 48. Minute ein schöner Pass von Pracht auf Ahlrichs, die die Torhüterin des TSC mit einem linken Haken aussteigen läßt und mit einem für sie so typischen Tor Hansas Führung zum 0:2 ausbaut.

Doch die Antwort des Landesligisten läßt nicht lange auf sich warten. In der 51. Minute ist einer der vielen Angriffe über außen erfolgreich, und der TSC verwertet eine scharfe Hereingabe aus 5 Metern unhaltbar zum 1:2.

Hansa wechselt, für Pracht kommt Hvidtfeldt ins Spiel. Das Spiel plätschert nun etwas vor sich hin, der TSC kommt immer wieder mit gefährlichen Pässen über die außen oder versucht, durch Hansas Innenverteidigung durchzustecken. Doch Hansa spielt gut, läßt wenig Chancen zu. Immer wieder können die Offensivkräfte Akzente setzen und zeigen: das 1:2 ist bis hierhin absolut verdient. In der 74. Minute kommt dann Messow für Schneider ins Spiel. Hansa steht nun tief in der eigenen Hälfte und lauert auf Konter. Und bei eben einem dieser Konter verletzt sich Ahlrichs am gegnerischen 16er und muss aus dem Spiel. Hansa ab jetzt in Unterzahl – 15 Minuten noch auf der Uhr und es ist noch nicht wirklich kühler geworden.

Dann die 78. Minute: wieder ein Angriff des TSC über die Außenbahn, Hereingabe auf den kurzen Pfosten und Eigentor durch Lindner, die den Ball unglücklich aus 2m ins kurze Eck schiebt. Ausgleich, 2:2. Der TSC drängt nun auf eine Entscheidung des Spiels in 90 Minuten, doch Keese pariert nochmal ein 1:1 und hält Hansa im Spiel – Verlängerung.

Zu 10. Geht Hansa die nächsten 30 Minuten an und es ist klart, dass Konter und Standards erfolgversprechend sein müssen. Dann die 97. Minute: der Ball springt im Strafraum Lindner an die Hand und der Schiedsrichter entscheidet auf Elfmeter. Das läßt sich der TSC nicht entgehen, Keese entscheidet sich für die falsche Ecke und es steht 3:2. Doch Hansa wäre nicht Hansa wenn jetzt Katerstimmung herrschen würde. Es wird weiter gespielt und der Ausgleich liegt in der Luft. In der 104. Minute Nase mit großer Laufbereitschaft, zieht mit dem Ball an der linken Strafraumgrenze durch, die gegnerische Torhüterin kommt raus und rutscht ohne eine Chance auf den Ball in die Spielerin. Der eher mäßig pfeifende Schiedsrichter entscheidet auf Freistoß und Gelbe Karte, es hätte aber auch die Rote Karte sein können. Doch der TSC hält auch dagegen und so nutzt der Landesligist einen Fehlpass im Spielaufbau von Hansa und trifft zum Endstand von 4:2.

Hansa somit ausgeschieden aus dem Berliner Pokal, nach einem guten Spiel, das auch anders hätte ausgehen können. Großer Einsatz und gute Spielzüge machen Lust auf die neue Saison. Aber bitte nicht wieder bei 40 Grad.

Tore: 0:1 Nase ( 14. ), 0:2 Ahlrichs ( 48. ), 1:2 Berliner TSC ( 51.), 2:2 Eigentor ( 78.), 3:2 Berliner TSC / Handelfmeter ( 97.), 4.2 Berliner TSC ( 116.)

Aufstellung: Keese, Trzewick, Kaapcke, Winterstein, Drouin, Lindner, Wiebke ( 29. Behre ), Ahlrichs, Schneider ( 74. Messow ), Nase, Pracht ( 54. Hvidtfeldt )

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8 Responses to Pokalspiel der 11-er Frauen

  1. York sagt:

    das war ein klasse Pokalspiel, dem fehlte nichts an Dramatik. Kompliment ans Team! Sonntag ist Ligastart: FSV Hansa 07 – SV Blau-Gelb Berlin II um 11.00 Uhr

    hier der Spielbericht aus der Sicht des Berliner TSC:
    http://www.berlinertsc.de/index.php/abteilungen/fussball/aktuelles.html

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