15. Spieltag FSV Hansa 07  – MSV Normannia 08 5:4 (1:2)

Autor: Florian Willmann

Durch die Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen verlief die Vorbereitung auf die Rückrunde etwas holprig. Ohne Testspiel kam es vor heimischer Kulisse in der Wrangelritze zum ersten Kräftemessen gegen Normannia 08. Von der Papierform her gingen die Gäste, da in der Tabelle an dritter Stelle platziert, als leichter Favorit ins Spiel. Bei akzeptablen äußeren Bedingungen und circa zwei Dutzend Hansa Supportern pfiff der Schiedsrichter zur Rückrunde an. Hansa spielte zu Beginn etwas zurückhaltend und lies die Gäste kommen.

Gerade als die Hausherren etwas aktiver wurden fiel das 0:1 für Normannia. Nach einer  Ecke für Hansa schalteten die Gäste schnell um und hatten leichtes Spiel gegen die entblößte Hansaabwehr.  In Mittelstürmerposition schloss der Gästeangreifer ab, wobei dem Hansatorsteher der Ball durch die Beine kullerte.  Wer nun mit einer prompten Antwort der Hanseaten rechnete sah sich getäuscht.  Nur fünf Minuten nach dem Führungstreffer erhöhten die Gäste nach einem vertretbaren Elfmeterpfiff auf 0:2. Einige sahen da wohl schon die Felle davon schwimmen. Als jedoch postwendend der Anschlusstreffer gelang keimte neue Hoffnung auf. Vorausgegangen war eine schöne Kombination welche Kischlat trocken zum 1:2 vollendete. Mit 1:2 wurden dann auch die Seiten gewechselt.

Auf einen spannungsarmen Beginn der zweiten Hälfte folgte ein Doppelpack des Hansaangriffs. Erst setzte sich Öktem, der in Halbzeit eingewechselt wurde, durch und netzte eiskalt zum 2:2 ein. Dann setzte Mo Bektas die nervöse Gästeabwehr so unter Druck, dass diese den Ball verlor und er Hansa erstmals in Führung bringen konnte. Als dann auch noch ein Gästespieler nach einer gelb-roten Karte vorzeitig zum Duschen gehen geschickt wurde, schien das Spiel für die Gäste gelaufen zu sein. Allerdings waren die Gedanken der Hansaspieler wohl eher beim greifbaren Sieg, als bei den noch zu spielenden 20 Minuten. So kam es wie es kommen musste. Durch zwei Unkonzentriertheiten hieß es auf einmal 3:4 für die Gäste. 10 Minuten waren da noch zu spielen.

Auf die leichtfertig vergebene Führung folgten wütende Angriffe der Hanseaten. Lohn der Arbeit war das 4:4. In seinem vorläufig letzten Einsatz für die Männer in schwarz und gelb stand Axel Damjanov nach einem Abpraller goldrichtig. Mit einem gefühlvollen Heber über den stark spielenden Gästekeeper stellte er den Ausgleich wieder her. Nach einem Foul an Bektas nestelte der Unparteiische erneut an seiner Gesäßtasche. Tätlichkeit. Zweiter Platzverweis für die Gäste. Nach einem schönen Pass von Felix Eckert tauchte abermals Öktem ganz alleine vor dem Schlussmann auf. Wie beim ersten Versuch zeigte er wiederum keine Nerven. Im Anschluss waren noch einige Chancen da die Führung auszubauen und dem Zittern der letzten Minuten zu entgehen. Es wurde jedoch keine genutzt. Schließlich überstand die Hansaabwehr die fünfminütige Nachspielzeit und der Jubel war groß nach dem vorausgegangenen Spektakel.

Spieler des Spiels: Neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung und toller Moral ist Ercan „Joe“ Öktem zu nennen. Nach einenhalbjähriger Verletzungspause markierte er bei seinem ersten Einsatz innerhalb von 45 Minuten zwei Tore. Starkes Comeback!

Aufstellung: Willmann – Schroeder,Vissers (72. Rauch), Beier, Eckert – Helleberg (45. Bangura), Wichmann, Damjanov, Krone(45. Öktem) – Kischlat, Bektas

Tore: Kischlat (Eckert) 1:2, Öktem (Kischlat) 2:2, Bektas M. 3:2, Damjanov (Kischlat) 4:4, Öktem (Eckert) 5:4;

[ratings]

 

7 Responses to Rückstand, Führung, Rückstand, Führung – Sieg!

  1. Ben sagt:

    Fuuußball!

  2. Johanna B. sagt:

    Glückwunsch zum Sieg ans Team und zum Comeback, Joe!

  3. dirk sagt:

    starke Leistung Hansa. Joe is back? Ab jetzt glaube ich wieder an Comebacks. Sehr schöner Bericht. Ein Danke aus Leipzig!

  4. der Schröder sagt:

    Der Joe des Monats! Geiler scheiß.

  5. marc sagt:

    Endlich ist wieder Hansa! Die Torschützen bitte noch ergänzen. Danke. Grüße und Glüxwünsche aus der Südkurve.

  6. marc sagt:

    Wie und es gibt jetzt einen Schroeder? Herrje, da muss der echte und einzig wahre Schröder ja um seinen Rufnamen bangen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.