13.Spieltag Ü32: FSV Hansa 07 – Berliner Brauerei 1:1 (0:1)

Der letzte Spielbericht gegen die Berliner Brauer ist noch druckfrisch. Steht doch schon wieder ein Bericht gegen die tapferen Brauer an. Das letzte innerbezirkliche Duell war beispielhaft für den vorhandenen Hansa-Mannschaftsspirit. Die Hanseaten boten zu zehnt sehr gutes Bezirksliganiveau, waren kampstark und raffiniert. Die stemmten sich taktisch versiert gegen die drohende Niederlage. Diesmal erschienen die Hanseaten fast in doppelter Mannschaftsstärke. Die Trainer hatten diesmal den Luxus, auf alle Spieler zurückgreifen zu können.

Die wichtigsten Hansanews vorab in Kürze: Als Debütant konnten die Ü32-Hanseaten erstmals Ihren Neuzugang Jan Brosda einsetzen. Vielbeschäftigter Vaterschaftsurlauber Dirk. R. wurde wieder in der Abwehr gesichtet und die Trainerprominenz der ersten Herren Ali I. wurde auf die linke Seitenlinie gelobt. Goalgetter Jörn K. saß zunächst auf der Bank.

Das x-te Match gegen die unbesiegbaren vom „anderen Ufer“ begann mit der nominell stärksten Abwehr um endlich mal zu null spielen zu können gegen die Friedrichshainer. Die Kompaktheit in der Abwehr beindruckte früh die Brauer. Somit war für die Friedrichshainer klar, dass sie ihre Möglichkeiten heute nur im  Zentrum suchen können. Sie zelebrierten ihre verstaubte Spielphilosophie des ehemaligen englischen Fussballs, Kick and Rush, 90 Minuten. Ihre Akteure sind Gross und robust und in der Lage 5o Meter Pässe zu schlagen. Besonders ihr Torwart kann Abschläge bis in die Mitte der gegnerischen Hälfte schlagen. Das heisst, die Mannschaft ist im permanentem Angriffsmodus. Ein grosser Mittelfeldspieler verlängert auf den robusten Stürmer. Da muss die Innverteidigung immer auf der Hut sein.
Die Hansaaußen aus dem Mittelfeld interpretierten hingegen, dass sie heute keine Deckungsaufgaben übernehmen müssen. Diese deckungsfreie Spielweise entdeckte leider auch das zentrale Mittelfeld für sich, dadurch wurde der Gegner stärker gemacht als er eigentlich ist. Das Spiel ging Hin und Her, ohne richtig Fahrt aufzunehmen. Eine Unaufmerksamkeit (oder wars mangelde Fitness) von Dirk R. in der Innenverteidigung führte dann tatsächlich zur Gästeführung in der 33. Minute. Hansa antwortete und erarbeitete sich vor der Halbzeitpause noch Chancen. Axel B. hatte so eine aber er schoss das Ding, statt ins Tor aus fünf Metern senkrecht in die Luft. Markus S. schloss sich den verpassten Möglichkeiten an und unser Neuer Jan B. agierte laufintensiv, aber noch ohne die richtige Bindung. Marcel K. versuchte bereits in der ersten Halbzeit auf seine 10 Kilometer Laufweg zu kommen.

Die Hansa-Spielerberater merkten dann in der Halbzeitpause, dass der Mannschaft mehr geholfen ist, wenn Ali I. jetzt zentraler agiert. Torgarant Jörn K. kam für Samuel S. und Mark H. kam für Achim W.. Der Sturm wurde jetzt deutlich verstärkt, um aus dem 0:1 den lang ersehnten Sieg gegen die Friedrichshainer machen zu können.

Wieder gings Hin und Her ohne spielerische Höhepunkte. Nach ca. 70 Minute kam ein Pass von Ali I. (?) in die Innenverteidigung der Brauer.  Markus Schalhofer hob das Abseits auf, in dem er nicht eingriff in die Spielsituation und überlies klugerweise Jörn K. den Pass. Die Friedrichshainer dachten, der Schiri pfeift Abseits. Jörn K. machte dann das, was er kann, er düpierte den Torwart im kurzen Eck zum 1:1. In der 75. Minute wurde auch nochmal ausgewechselt. Martin K. kam für Dirk Rocholl in der Abwehr.  Ali I. versuchte es mit einem Distanzschuss an die Latte. Markus S. hätte zu einem Sieg viel beitragen können, er verzettelte sich jedoch ein ums andere Mal und machte jedwede Chance aus aussichtsreicher Position durch Egoismus zunichte. Auch die Brauer hatten noch einen Knaller an die Latte, ehe Torsten G. im Hansator schlussendlich gegen drei Friedrichshainer das letztendlich verdiente Unendschieden fest in seinen Händen hielt.

Fazit: Hansa spielt zum wiederholten Mal unter ihren Möglichkeiten. Trotz nominell bestem Kader und einer Abwehr mit ausreichend Spielintelligenz in der Spieleröffnung konnten die Mittelfeldstrategen die gewonnenen Freiheiten nicht nutzen. Das Hansamittelfeld enttäuschte als gesamtes, gleichwohl sich läuferisch Marcel K. noch positiv vom Gesamtbild abheben konnte. Alle Optionen zur Verbesserung der Spielkultur standen aber zur Verfügung.  Der neue Hansa Jungstar Jan Brosda beispielsweise könnte als neue 10 aufgebaut werden. Die Jugendlichkeit gepaart mit Spielkultur wäre die richtige Option und könnte den Verlust von Christian aus der letzten Saison ersetzen. Der Junge hat soviel Kondition und Blick für den Nebenmann, der muss aus dem Mittelfeld kommen. Auch Ali I. ist ne 10 und Axel B. die momentane. Wir sind gespannt wer den Wettbewerb um den Spielgestalter für sich entscheiden kann. Der momentane 10ner Axel B. muss sich steigern, um erfolgreich aus dem Wettbewerb hervorgehen zu können. Wird er sich durchsetzen?  Wettbewerb ist endlich vorhanden. Die spielenden Spielerberater haben die Qual der Wahl und jetzt gibts keine Ausreden mehr. Ihre Aufgabe und ihre Kunst ist es schliesslich, aus den vielen tollen Hansa-Spielern die beste Mannschaft auf den Platz zu stellen. Nächste Woche kann Hansa erneut üben, gegen den Tabellenletzten.

Aufstellung: Torsten Gladis – Jürgen Halm, Dirk Rocholl (75. Min. Martin Krüger), Ali Quazze, Achim Werner (46. Mark Helmer) –  Ali Ilhan, Marcel Kaupmann, Axel Bartsch, Markus Schalhofer- Samuel Schulze (46.Jörn Kersten), Jan Brosda

Bester Spieler: der unauffällig auffällige Marcel K. ragte mit seinem Laufpensum noch heraus aus dem Mittelmass.

Zum Schiedsrichter:
Zu Beginn des Spiels strapezierte der Schiedrichter die Mannschaften, in dem er die Nummern der Spieler zuordnete. Die Fussballer auf dem Feld der Ehre fanden sich in ihre Anfänge in der F-Jugend zurückversetzt. Er verlangte von den Spielführern Linienrichter zu benennen incl. 2 Ersatzlinienrichter.  Nur einer genoss diese Belehrungen und das war der Schiri. Lange Unterbrechungen wegen diesen Linienrichtern wiederholten sich während des Spiels. Die Spieler nutzten die langen Pausen zum netten Plausch mit dem Gegner.

Aber was soll ich sagen. Das wichtigste Spiel ist immer das nächste Spiel auswärts gegen Humboldt am Sonntag um 10:30.

(Autor: Jürgen H.)

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2 Responses to Rückrundenstart noch mit Übergewicht

  1. Martin Krüger sagt:

    Lieber Jürgen,

    ich konnte zwar in der letzten Viertel Stunde zwar keine Glanzpunkte mehr setzen, aber eingewechselt wurde ich schon….

    Gruß Links hinten

  2. juergen halm sagt:

    Hey Martin, sorry ich wusste ich hab was übersehen, ich ändere das gleich, danke lg jürgen

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