11.Spieltag: SF Johannisthal I – FSV Hansa 07 I 0:3 (0:3)

Verglichen mit der Kürze des Bestehens der Mannschaft, könnte man statistisch gesehen direkt übermütig werden und sagen, die Damen gehen in Serie. Da wir das aber nicht sind – übermütig – begnügen wir uns mit stiller Freude und sachtem Stolz. Wir präsentieren: den zweiten Hansa-Damen-Sieg in Folge.

Zunächst seien erst einmal die Fakten geklärt. Nachdem die Rückrunde letzten Sonntag erfolgreich mit einem Heimsieg eingeläutet wurde, galt es nun, nachträglich die Hinrunde siegreich zu beenden. Wiederum gab es gute Vorzeichen, denn eine weitere Debütantin lief in kleidsamem Schwarz auf: Susanna Pracht. Willkommen, willkommen! Und wie schon beim Rückspiel letzte Woche, traten die Gegnerinnen zum Hinspiel erneut in Unterzahl an. Der Wind wehte eisig, das sei am Rande erwähnt. Hansa dominierte das Spiel von Beginn an und zeigte ein gutes Zusammenspiel. Vor allem über die rechte Seite liefs gut, Kanter arbeitete mit viel Druck nach vorne. In Minute 21 setzte sich Behre auf der linken Seite an der Eckfahne durch und schickte einen flachen Ball in den Strafraum. Agbeyegbe verfehlte, setzte aber nach und traf im zweiten Versuch zum 0:1. Tor Nummer 2 ließ nicht lange auf sich warten. In der 32. Minute segelte ein langer Ball in die Spitze, Agbeyegbe setzte sich im Laufduell durch und netzte trocken links an der Torhüterin vorbei ein. Schöner Doppelpack der Hansa Stürmerin! Kurz darauf Eckball für Hansa, der getreten von Messow im Fünfmeterraum landete, wo ihn die Gastgeberinnen selbst ins Tor bugsierten. Mit der beruhigenden Führung gings in die Halbzeit.

Hansa wechselte, für die angeschlagene Kaapcke kam Stegmaier in die Innenverteidigung. Der nach wie vor eisige Wind blies unseren Damen nun nach dem Seitenwechsel ins Gesicht, das mag ein wenig gebremst haben. Hansa war aber trotzdem weiterhin flott nach Vorne unterwegs. In der 50. Minute Flanke von Seyfarth in den Strafraum zu Agbeyegbe. Ihr Schuss wurde abgewehrt, der Ball tropfte aber vor Behres Füsse, die dann aber leider nur den Innenpfosten traf. Unglücklicher Zusammenstoß in der 58. Minute nach einem Zweikampf zwischen Pracht und der Johannisthaler Nr.10, die aber glücklicherweise nach einer kleinen Unterbrechung weiterspielen konnte. Für die angeschlagene Messow kam Heinicke ins Spiel und ins rechte Mittelfeld. Für Seyfarth kam auf der linken Mittelfeldseite Booker. Hansa machte weiterhin Tempo über rechts. Fünf Minuten vor Schluß eine Flanke halbrechts von Hollenbach in den Strafraum, Kanter legte sich den Ball kurz vor, doch der Schuß ging leider knapp am Tor vorbei. Der Schlussakkord ertönte in der 89. Minute – Spielführerin Behre tauchte frei und nebst Ball vor der gegnerischen Torhüterin auf. Ein letzter Gong, leider knapp übers Tor gesetzt. Der Trainer zeigte sich letztendlich zufrieden ob der disziplinierten Leistung seines Teams und der Tatsache, dass Hansa seine zahlenmässige Überlegenheit auch gut ausgespielt hatte.

Aufstellung: Wittenburg – Pracht, Hollenbach, Kaapcke (46.Steigmaier), Kanter – Messow (65.Heinicke), Drouin, Behre, Abascal Sanchez de Molina, Seyfarth (65.Booker )  – Agbeyegbe

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6 Responses to Siegen lernen 2.0

  1. Julia sagt:

    Großartig – „…netzte trocken links an der Torhüterin vorbei ein“, „…selbst ins Tor bugsierten“ und „…flott nach Vorne unterwegs“. @Behre: Mit Füssen wird dat ja ooch nichts.

  2. Johanna B. sagt:

    Stimmt, Jule, mit Füssen wird das erst was in 40 Jahren. Mit der ganzen Mannschaft dann zur Kur. Herrlich. Dat machen wa.

  3. Daniela sagt:

    …vom Bugsieren hab ich nix geschrieben. Dafür trägt eindeutig die Zensur Verantwortung…

  4. Daniela sagt:

    (so niederträchtige Begriffe benutze ich nicht)

  5. York sagt:

    … der pédant bei hansa ist normalerweise jemand anderes ( spezialisiert auf farbtrennung ), aber hier möchte ich anmerken: die hinrunde endet erst am 01.05 mit dem nachholspiel in staaken.

  6. Ben sagt:

    Glückwunsch!

    @York Hat meine Motivationsspritze namens Druck doch geholfen! 😉

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