4. Spieltag: SV Nord Wedding – FSV Hansa 07 II 4:1 (1:1)

Autor: Tim Rehwinkel

Sonntag stand für Hansa II ein Auswärtsspiel in Wedding bei dessen SV Nord an. Bitteres Ergebnis war am Ende ein 1 – 4, für das es mehere Ursachen geben mag, eine Leistung der Mannschaft unter ihren Möglichkeiten aber letztlich den Ausschlag gegeben hat.

Von Anfang an: Trainer Dogan stimmte die arg dezimierten Hanseaten, bei denen unter anderem Bußmann, Emmerling, Kohl, Labude und Rehwinkel aus verschiedenen Gründen fehlten, auf die notwendigerweise neue Aufstellung ein, die zwei neue Pärchen in der Innenverteidigung und der Mittelfeldzentrale beinhaltete. Da die Weddinger als amibitioniert und spielstark erwartet wurden, sollte kein Pressing erfolgen und der gegnerische Spielaufbau erst in der eigenen Hälfte unterbunden werden. Geschont werden sollten die Kräfte für das wegen des breiten Platzes intensive seitliche Verschieben.

Zu Beginn des Spiels stellten die Kreuzberger die aktivere Mannschaft und hatten bei einem Abseitstor ihrer Gegner in der 19. Minute das so oft beschworene Quentchen Glück auf ihrer Seite. Und damit war die beste Phase der Partei bereits vorüber. Zwei Minuten später endete ein Konter der Gastgeber mit einem Pfostenschuss. Einen Nachschuss konnte Kreischer, zum ersten Mal seit über einem Jahr in der Innenverteidigung, ins Aus lenken. Wenig später flog ein Kopfball der Hausherren noch übers Tor. Ein langer Ball eines Verteidigers des SV Nord fand in der Folge seinen Weg über die auf gleicher Linie weit aufgerückte hanseatische Innenverteidigung und der eingelaufene Stürmer sagte artig danke. Direkt im Gegenzug erhielt Hansa einen indirekten Freistoß im weddinger Strafraum, den Netz knallhart über Mauer unter die Latte beförderte. Die Bank war sich einig: Gegentor scheißegal, hier kann noch was gehen. Bis zur Halbzeitpause ergaben sich bis auf einen Schussversuch von Schuhmann kurz vor der 45. Minute aber keine nennenswerten Szenen mehr.

Die Mannschaft kam ohne Wechsel aus der Kabine und wurde sofort gehörig unter Druck gesetzt. Zunächst konnte sich der erstmals für Hansa auflaufende Torwart Hertel, wie auch in anderen Situationen, eine starke Parade zeigen. Ein Flachschuss brachte in der 47. Minute das 1 – 2, in der 49. Minute fiel das 1 – 3 gegen die mittlerweile konfus agierenden Hanseaten, wobei der Keeper jeweils chancenlos war. Das Spiel schien fast schon entschieden und es konnten einige hängende Köpfe und konsternierte Mienen beobachtet werden. Nach rund einer Stunde ergab sich allerdings die beste Torchance der Hanseaten, nachdem ein gegnerischer Innenverteidiger auf den Ball tratt und Bialon diesen stibitzend allein auf das Tor zulaufen konnte. Von dieser Freiheit und den sich daraus ergebenden zahlreichen Möglichkeiten in Grüblen gebracht, konnte der durch seinen Kampfgeist positv auffallende Kreuzberger den Ball nicht am Tormann vorbeibugsieren. In der verbleibenden Stunde wollte den Hanseaten rein gar nichts mehr gelingen, von Torchancen ganz zu schweigen. Der SV Nord passte sich diesem Niveau an, was auf beiden Seiten zu fast grotesken Szenen führte, die bei manchem Zuschauer Gelächter verursachten. Auch die Einwechselung des engagierten Lauer  und des aus dem Urlaub zurückgekehrten Behrendt und eine damit einhergehende Umstellung auf eine Dreierkette in der Verteidigung brachten nicht die erhoffte Besserung. Zu guter letzt verbannte der in dieser Situation recht kleinliche Unparteiische 10 Minuten vor Schluss Coach Dogan wegen Meckerns vom Spielfeld, woraufhin die Hanseaten noch das 1 – 4 hinnehmen mussten, bevor der Schlusspfiff sie aus ihrem Elend entließ.

Es bleibt zu hoffen, dass das kommende Pokalwochenende dazu genutzt werden kann, eine zentrale Achse einzuspielen, taktische Fehler abzustellen und vielleicht auch die Stimmung ein wenig aufzuhellen, damit Hansa II beim nächsten Ligaspiel gegen den Tabellenzweiten aus Kladow nicht wieder so neben sich steht.

Aufstellung: Hertel – Helleberg, Karayel, Kreischer (75. Behrendt), Möller – Schuhmann, Bublak, Netz – Hoss (70. Lauer) – Krayel

Spieler des Spiels: Fehlanzeige

[ratings]

 

5 Responses to So stand ich neben mir

  1. Adem sagt:

    Korrektur: Hertel-Helleberg,Karayel,Kreischer (75.Behrendt),Möller-Bublak,Netz-Schumann,Kahraman,Hoss(70.Lauer)-Bialon
    Vielen Dank, Tim

  2. patrick sagt:

    Entschuldigung für uns, die draussen saßen. Wir waren nicht wirklich eine Motivation, das war aber teilweise auch mehr slapstick als Fußball, ganz ehrlich. Realistisch gesehen ging da gar nichts – und die waren schon nicht gut. Von „draussen“ kann man aber immer viel meckern…
    DESWEGEN: Kopf hoch Leute. Es geht weiter, auch wenn sich da einiges tun muss. Mehr Einsatz, mehr Taktik, mehr von allem – spielt einfachen Fußball. Das wird schon wieder!! Und besser können wir das auf jeden Fall.

    Beste Grüße
    patrick

  3. Hoffel sagt:

    Ich kann mich da Patrick nur anschließen, sorry, für den Lacher von uns in der einen Szene. Das war nicht sportlich. Aber ja, es war Slapstick in ein paar Momenten. Und auch weiter schließe ich mich Patrick an, natürlich können wir das besser. Viel besser! Weil da ging echt nix. Aber wir schaffen das schon da wieder raus zu kommen.

  4. Hoffel sagt:

    Und nicht, dass hier einer was von Tiefpunkt erzählt! http://www.youtube.com/watch?v=V0xIECkaMVA

  5. Ben sagt:

    Dann will ich mich den Worten Patricks und Steffens auch auchanschließen, bevor es morgen für euch wieder ernst wird.
    Hinzufügen möchte ich noch, dass ich solche Situationen und noch weitaus schlimmere bei Hansa selbst schon oft erlebt habe. Irgendwie war es auch ein Lachen/ lächeln über die eigene Vergangenheit.
    Besser machen und ihr dürft in ferner Zukunft auch lachen und müsst euch „nur“ an ein Spiel dabei erinnern. 😉

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