Champions ohne Grenzen– Fussballtraining für Flüchtlinge

Jeden Mittwoch trainiert das Refugee-Team der Champions ohne Grenzen in der Wrangelritze. Seit Ostern 2012 gibt es das Kooperationsprojekt von FSV Hansa 07, der Kontakt und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen (KuB) und …weil Fussball verbindet! e.V.

Trainer & Betreuer
Carolin Gaffron (Email: weilfussballverbindet(at)gmail.com)
Arne Sprengel

Trainingszeit
Montags  Uhr (Wrangelstr.)

Weitere Informationen gibt es hier und über facebook/championsohnegrenzen

Die Champions ohne Grenzen sind ein Freizeitteam, bestehend aus Menschen, die aus ihrer jeweiligen Heimat geflohen sind und die auf der Suche nach einer besseren Zukunft nach Berlin und Brandenburg gekommen sind und nun in Wohnunterkünften und –Heimen auf die Bearbeitung ihres Asylantrags, einen sicheren Aufenthaltsstatus und das Recht arbeiten, lernen, studieren und sich frei bewegen zu dürfen warten.

Das Fussballprojekt „Champions ohne Grenzen“ bietet den TeilnehmerInnen eine Abwechslung zum oft tristen Lebensalltag in den teils dezentral gelegenen Sammelunterkünften, wo die Flüchtlinge in einer Situation der räumlichen- und sozialen Isolation wohnen: Mangelnden Sprachkenntnisse, geringer Zugang zur Kultur-, Bildungs- und Hilfsangeboten, psychische Belastung als Folge von Flucht und Vertreibung, Unsicherheit in Bezug auf den Aufenthaltstatus, geringe finanzielle Möglichkeiten. Obwohl Fussball insbesondere unter den Jüngeren sehr beliebt ist, spielen nur wenige Flüchtlinge in einem Sportverein. Das offene und kostenlose Trainingsangebot der Champions ohne Grenzen bietet den Flüchtlingen die Möglichkeit einer aktiven Freizeitgestaltung und leistet einen Beitrag zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe.

Aus diesem niedrigschwelligen Angebot ist ein geschlechtergemischtes, internationales Fussball-Team entstehen, welches an Turnieren und Freundschaftsspielen teilnimmt. Dadurch kann in der Öffentlichkeit, in den Sportvereinen und insbesondere bei SchülerInnen- und Jugenteams auf die Lebenssituation der Flüchtlinge in Deutschland und in den Herkunftsländern aufmerksam gemacht-, Verständnis geschaffen-, Vorurteile abgebaut- und Barrieren überwunden werden. Zudem kann bei rechtlichen-, sozialen- oder anderem Bedarf durch die Kooperation mit der KuB ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk geboten werden.

2012 wurde das Projekt finanziell wir gefördert von respectable – das Berliner Jugendprogramm für Demokratie und Toleranz – gegen Gewalt und Rechtsextremismus.

 

 

Preisträger „Mete Eksi Preis“ und „Respekt gewinnt!“Champions ohne Grenzen gleich zweimal ausgezeichnet

Stolz und dankbar konnten wir im November 2012 zwei Auszeichnungen entgegennehmen: Zum einen den Preis des Mete-Eksi-Fonds, sowie des Projekt-wettbewerbes „Respekt gewinnt!“ vom Berliner Ratschlag für Demokratie. Mete Eksi kam vor 21 Jahren bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung am Adenauer-Platz ums Leben. Der Fonds ehrt in seinem Andenken jährlich Projekte und Initiativen junger Leute, die sich für ein friedliches Miteinander in Berlin einsetzen. Der Berliner Ratschlag für Demokratie ehrt Projekte die sich für ein weltoffenes und gemeinschaftliches Berlin einsetzen. Das Kuratorium des Mete-Ekşi-Fonds hat sich deshalb für …weil Fussball verbindet! e.V. als Preisträger entschieden, „weil uns an dem Format des Arbeitens über das Medium Sport und gerade Fußball, der so klischeebeladen ist, der als Männersport gilt, als Heterosexuellensport, als gewalttätig, aggressiv, auf Konkurrenz ausgelegt, uns überzeugt hat, genau diese Dinge umzukehren und zu sagen, Fußball kann verbinden, Fußball kann stark machen, ein Miteinander ermöglichen. An …weil Fussball verbindet! e.V. überzeugte insbesondere der Aspekt, explizit Fußball mit jugendlichen Flüchtlingen zu organisieren“. Das Projekt „Champions ohne Grenzen“ wurde auch vom Berliner Ratschlag für Demokratie für preiswürdig befunden. Vielen Dank dafür!

Champions ohne Grenzen wird vom Programm JUGEND IN AKTION unterstützt.

 

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