15. Spieltag: FSV Hansa 07 II – DJK SW Neukölln II 3:3 (2:0)

Hansa II und die Heimstärke. Als einziges Team der Kreisliga B, Staffel 4 ohne Heimniederlage, obwohl fast der komplette Favoritenkreis (Berliner SC II, Borussia Pankow, Berlin Türkspor, DJK SW Neukölln, BSC Marzahn II) zu Gast in der Wrangelritze war. Die Hanseaten blieben standhaft, aber leider reichte es auch gegen keinen dieser Gegner zu einem Sieg, sondern am Ende sprang er immer raus: Der eine Punkt, über den man sich so herrlich ärgern oder freuen kann.

Den Gipfel der Punkteteilung erklommen die Hanseaten zum Hinrundenabschluss. Der Trainer gab danach zum Besten, dass er es als Spieler mal erlebt hatte einen 0:5-Rückstand in ein 5:5 zu verwandeln und wenn man beim AC Milan nach dem Champions League Finale 2005 fragen würde, kann man sich das tränenreiche Lamento bildhaft vorstellen.

So kam es also, dass die Hanseaten einen komfortablen 3:0-Vorsprung vergeigten und am Ende wie Verlierer dastanden. Zum wiederholten Male hatte man die große Gelegenheit einen Konkurrenten aus dem oberen Drittel zu besiegen und wieder verlor Hansa die Kontrolle. Aber es war anders als die Male zuvor. Gegen den BSC II war man eindeutig unterlegen und konnte trotz verzockter Zweitore-Führung am Ende zufrieden den Punkt einsacken. Gegen Pankow und Tükspor waren es ebenfalls gefühlte Punktverluste, aber leichter zu verdauen. Gegen Marzahn gelang das Comeback nach 1:3-Rückstand, ein moralischer Sieg.

Tja und nun Neukölln. Ein Gegner den Hansa 60 Minuten beherrschte ohne zu glänzen. Ein frühes Tor (8.), dann noch vor der Pause der zweite Treffer (32.) und kurz nach dem Wiederanpfiff der vermeindliche Knock-Out (47.). Doch dann ging sie unter die Hansakogge. Warum? Eine gute Frage. Fühlte sich das Team zu sicher? Vielleicht. Fakt ist, dass die Hanseaten mit dem Anschlusstreffer (62.) plötzlich jeglichen Biss verloren. Alles ging schief. Und zu schnell. Neukölln gewann die Zweikämpfe, schickte eine Angriffswelle nach der anderen gen Hansa-Tor. Die Gastgeber liefen staunend und verwirrt nebenher.

Der Anfang vom Ende, gleich zappelt der Ball im Netz … 3:1.

Vielleicht war der Doppelwechsel des Trainers kurz vor dem Anschlusstreffer ein falsches Signal? Kann sein. Fehlt der Mannschaft die Puste? Ebenfalls möglich, sank die Trainingbeteiligung in den vergangenen Wochen auf Grund von Krankheiten, Blessuren und anderen Gründen doch bedenklich.

Aber auch wenn der Ärger nach dem Spiel riesig war, so bleibt am Ende das Fazit, dass Hansas 2. Vertretung zur Winterpause nur fünf Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz aufweist. Der Aufsteiger ist zu Hause ungeschlagen, hat insgesamt nur zwei Spiele verloren (die wenigstens Niederlagen aller Teams) und stellt die zweitbeste Defensive.

Die Hanseaten sind gut angekommen in der Kreisliga B, lecken jetzt die Wunden, rehabilitieren die vielen Verletzten, gründen eine eigene Rückenschule-Trainingsgruppe und atmen mal tief durch bis zum Rückrundenauftakt.

Und dann geht sie wieder los, die wilde Hatz auf Punkte … 3 Punkte!

Die 2.Herren der FSV Hansa 07 wünschen allen Ligakonkurrenten erholsame Feiertage, einen guten Übergang in 2012. Wir sehen uns.

Aufstellung: Lauer – Kreischer, Behrendt, Strzoda, J.Kohl –  A.Selk (60.Netz), Tucic, Meiser, Hubmann (86.Engel) – Kahraman, Ellner (60.Hoss)

Tor/e: 1:0 Kahraman (8.,FE,Rechtsschuss,Kahraman), 2:0 Hubmann (32.,Rechtsschuss,Kahraman), 3:0 Ellner (47.,Rechtsschuss), 3:1 El Hamoud (62.,Rechtsschuss), 3:2 Lewandowsky (81.,Rechtsschuss), 3:3 Y. Moussa (83.,Rechtsschuss)

Karte/n: Ellner (gelb/Foulspiel)

Spieler des Spiels: Dirk Lauer – der hielt, was zu halten war und dem es zu verdanken ist, dass es beim 3:3 blieb.

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2 Responses to The limits of control

  1. Alice sagt:

    „Egal, Hauptsache Fußball!“

  2. roman sagt:

    ja, ok wenn bei denen lewandowsky mitspielt…

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