9. Spieltag (Ü32): FSV Hansa 07 – Polnischer Olympia Club 0:0

In der vorgezogen Partie am gestrigen Freitag endete das Verfolgerduell um Platz drei zwischen Spandau und Schmöckwitz 7:6. Der Gewinner der Partie schenkte den Hanseñores vor zwei Wochen einen 6:0-Sieg und verbesserte damit das Toreverhältnis von 17:12 auf 23:12.

Hansa empfing im heutigen Spiel quasi die Gastgeber der nächsten Fußball EM. Den Polnischen Olympiaclub aus Spandau. Im Saisonrückblick 2010/11 gewannen die Hanseñores das erste Spiel, wogegen sie in der zweiten Partie chancenlos blieben. Nach einer katastrophalen Hinserie steigerten sich die Polen und waren bestes Rückrundenteam. Welches der beiden Gesichter würde diesmal in die Wrangelritze kommen? Gemäß Tabelle kommt ein Absteiger zu einem Aufstiegsaspiranten.

Curva Curva, die Nummer 9 der polnischen Spandauer focusierte seinen Blick bereits vor dem Spiel. Die Polen begannen mit einer furiosen Viertelstunde. Sie wollten ein schnelles Tor. Es war die Rückrundenmannschaft aus dem letzten Jahr, die auf dem Platz stand. Diese traf aber auch auf eine, gegenüber letzter Saison, taktisch und spielerisch deutlich verbesserte Hansa-Mannschaft und so entwickelte sich ein niveauvolles Bezirksliga-Spiel. Der Polensturm wirbelte, doch Hansa ging schadlos aus der ersten Viertelstunde hervor. Nach anfänglichen Zuordnungsproblemen standen die Hanseaten mit zunehmendem Spielverlauf immer besser und brachten die Waage wieder ins Gleichgewicht. Spielentscheidend wird sein, der brandgefährliche Törjager (Nr. 9) der Spandauer Polen mußte von den beiden Vorstoppern Mark und Ali ausgeschaltet werden. Ein Zwischenziel wurde erreicht. Die Mannschaften gingen torlos in die Kabinen.

Der Hansa-Sturm hatte einen schweren Stand gegen eine zwar tiefstehende, aber konsequente 3er Abwehr. Bei einem Zusammenprall verletze sich der Hansa Stürmer Jonas am Knie und mußte verletzt ausscheiden. Auch der zweite Hansa Stürmer Conny wurde ausgewechselt. Die frischen Stürmer Markus und Jörn kamen.

Die zweite Hälfte war ein Spiegelbild der ersten Halbzeit. Mit zwei Unterschieden: 1.) die starke erste Viertelstunde der Polen entfiel und 2.) Hansa kam dem Führungstreffer etwas näher und erspielte sich drei Chancen. Bei den Polen war die echte Nr. 9 vorbildlich. Er war unermüdlich. Noch in der 90. Minute erzielte er aus spitzem Winkel einem Lattentreffer. Hervorzuheben ist, daß auch in der zweiten Hälfte Vorstopper Mark mit der gebotenen Härte dagegen hielt und der zweite Vorstopper Ali sich gegen das drohende Unendschieden stemmte. Der Kapitän versuchte unermüdlich seine Mannen anzutreiben. Mit seiner Aggressivität und Kampfstärke versuchte er den nachlassenden Schwung der rechten Hansaseite immer wieder anzukurbeln. Jan, der heutige Mittelfeldmotor hatte kurz vor Schluß die Chance, um die Hansaseele weiter träumen lassen zu können. Er überlegte zu lange und endschied sich für den falschen Gedanken.

Fazit: Eine Mannschaft ist eine Mannschaft ist eine Mannschaft. 0:0 endete das Spiel. Mit dem Einsatz und dem Punkt müssen die Hanseñores zufrieden sein. 17 geschossene Tore hingegen nach dem neunten Spiel sind einfach zu wenig. Defensivtaktisch haben die Hanseaten ein sehr ernst zunehmendes, dicht gestaffeltes Netz. Der Gegner verfängt sich ein ums andere Mal in dem dichten fünfer Mittelfeldnetz. Sollte der Gegner überraschenderweise doch die Lücke finden, wird er mit der gewandten 3er Kette konfrontiert, die schwer zu überwinden ist. Hansa übersteht mittlerweile Sturm und Drang Perioden wie gegen die Polen ohne Gegentore. Lediglich die Abschlußschwäche nach Kontern, aber auch aus dem Spiel heraus, ist eklatant.

Die Ziele müssen nach dem 0:0 wohl neu gesteckt werden. Die Konkurrenz aus Lichtenberg und Grünau ist in ihrer Spielerdecke sehr ausgeglichen. Sie spulen Wochenende für Wochenende ihre Ergebnisse herunter und offenbaren keine Schwächen. Hansa ist gefestigt auf dem dritten Platz. Ausruhen ist aber keine Option, denn die Verfolger sitzen Hansa im Nacken. Die Saison ist noch lang. Ein Torjäger wird aber dringend benötigt, um in die oberen Ränge einzutauchen. Am nächsten Sonntag versuchen es die Hanseñores erneut, ihr Torverhältnis zu verbessern. Diesmal gegen den Tabellenletzten aus Rehberge.

Tabelle:

 

Aufstellung: Totti – Ali, Jürgen, Mark – Jochen, Marcel, Michael, Ufuk, Jan – Jonas (46.Jörn), Conny (46.Markus)

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2 Responses to Torjäger gesucht!

  1. Ben sagt:

    Schade, schade, schade…
    Ich drücke weiterhin alle Daumen die ich habe und bin, bis auf mein Kreuzband, bei euch. 😉

  2. akeem sagt:

    danke fuer den bericht. es war auch aus meiner sicht ein harter (aber fairer!) kampf. schade, dass wir die chancen die sich dennoch ergaben, nicht nutzen konnten. aber so ist sport – es sollte wohl nicht sein 🙂

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