Nachdem Hansa die vorherigen Punktspiele glücklich gewonnen hatte, musste man sich im dritten Rückrundenspiel zuhause gegen Hellas FC geschlagen geben. Kapitän Kohl fehlte verletzt (Schulter, Tossy 2). Sturmtank Bialon immer noch angeschlagen (Tossy 1). Hansa tritt dennoch bestens aufgestellt an. Strohldreier gab in der Innenverteidigung  sein Debüt für die Zwote.

Man verlor das Spiel bereits in der ersten Hälfte. Nach zugegeben wunderschönem Freistoßtor und zwei katastrophalen Aussetzern der sonst so stabilen Hansaabwehr stand es nach 26 Minuten bereits 0:3 für Hellas. Die wohl grottigste Halbzeit der Saison. Laut Notizblock kam Hansa noch zu drei Chancen durch einen Fernschuß von Behrendt, einen Freistoß von Stürmer sowie durch einen wunderschönen Lupfer aus 25 Metern von Hausmann, der allerdings auf die Latte ging statt ins Tor. Kapitän Stürmer entgeht kurz vor der Pause nach einer Notbremse knapp der roten Karte. Man darf die erste Halbzeit ganz treffend mit den Worten des Torhüters Hertel nach dem 0:2 zusammenfassen: „Scheiße“.

Mit der Ansage „langer Hafer“ geht Hansa in die zweite Halbzeit. Die spielerisch nicht sonderlich ansprechende Vorgabe sollte Hellas Hintermannschaft (diese mit Libero) durcheinander bringen. Was zunächst funktionierte: Langer Ball, nicht richtig geklärt,  Gewaltschuß von Stürmer, Hausmann fälscht ab und schon steht es kurz nach der Pause 1:3. Hellas verbarrikadiert sich mit vereinten Kräften im eigenen Strafraum, so dass im Mittelfeld genügend Platz für die diesmal ungewohnt fahrig agierenden Sechser blieb. Nach ganz viel langem Hafer versuchte Hansa es dann doch wieder mit kurzem Pass. Allein bringen wollte es nichts. Nach einer Ecke in der 84. Minute stocherte Weck den Ball ins Tor von Hellas. So wurde es zum Schluß noch mal spannend. Sogar der sonst so stille Trainer Göritz wurde plötzlich laut. Zwischen Geschrei und langem Hafer holten sich zwei Hellas-Spieler auf den letzten Metern zweimal Gelb-Rot. Hansa nun in Überzahl in der Nachspielzeit. Da kommt der Ball plötzlich im gegnerischen Strafraum, halb-rechts, auf den freistehenden Littmann, der… vor lauter Hafer den Ball nicht richtig trifft. Aus. Hansa:2 Hellas: 3. Scheiße.

 

Torschützen:

0:1 K. Erman (9.)

0:2 D. Erman (19.)

0:3 Öztürk (26.)

1:3 Hausmann (53.)

2:3 Weck (84.)

Aufstellung: Hertel, Hoffman (46. Fotti), Marahrens (46. Allinger) , Stohldreier (46. Relitz), Littmann, Stürmer, Winkler, Behrendt, Jeannest de Gyves, Hausmann, Weck

 

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