Vor der Revolution gehörte das Gelände des Gegners SV Berliner Brauereien der Kaderschmiede des BFC Dynamo. Im Foyer hängen Goldmedaillen der Weltmeister, Olympiasieger und anderer Sieger in der Glasvitrine. Unser Gegner ist die ehem. Betriebssportgruppe der Berliner Brauereien. Beide Spiele in der letzten Saison endeten 5:4 für die Friedrichshainer. Die Anhänger der Betriebssportgruppe meinen: „gegen die Hanseaten ist immer was los“. Und das sollte auch im Spiel am 30.01. so sein.

Das Spiel fing an und es standen nur 9 Hanseaten auf dem Platz. 9 Trikots hatten die Hanseaten mitgebracht. Das zehnte Trikot trudelte in der 5. Spielminute ein und Sven H. wurde beim Stande von 0:0 eingewechselt. Die Hanseaten waren mit 10 Mann vollzählig.

Es entwickelte sich ein munteres Spielchen. Die Hanseaten legten Mitte der ersten Halbzeit ihre Nervosität wegen des fehlenden 11 Mannes ab. Es fiel nicht auf, dass Hansa ein Mann weniger war. Die Hanseaten wurden immer selbstbewusster und erarbeiteten sich zwar keine Feldüberlegenheit, so waren sie zumindest ebenbürtig. Nach einer Hansaecke in der 30 minute schalteten die Friedrichshainer schnell auf Konter um. Sie waren hellwach und überlisteten die Hanseaten mit zwei, drei Pässen und liessen Totti G. im Tor keine Chance. Danach hätte Jörn K. aus aussichtsreicher Position im 16ner, als auch Mario der heutige 10ner verdient den Ausgleich erzielen müssen. Erneut nach einer Ecke schalteten die Heimmannschaft schnell um. Diesmal über die etwas schwächere linke Hansaseite, konnten die Berliner Brauer den Konter zum 2:0 Halbzeitstand nutzen.

Zur zweiten Hälfte wechselte Jörn K. aus der Mitte ins linke Mittelfeld und Elton V. sollte sich als Mittelstürmer versuchen. Man merkte den Hanseaten an, dass sie das Spiel noch nicht aufgegeben haben. Die Mannschaft erhöhte den Druck. Immer wieder erkämpfte sich Elton V. als erster Verteidiger den Ball. Hansa wollte den Anschlusstreffer erzwingen. Die Friedrichshainer versuchten es ihrerseits vor allem über die linke Hansaseite. Martin K. hatte alle Hände voll zu tun, um sich jetzt dem starken 8ter und dem 2er der Gegner zu erwehren. Der 8er war es dann auch, der einen Abpraller des herausgrätschenden Hansakeepers abfing und routiniert unten rechts zum ernüchternden 3:0 vollendete.

Die Hanseaten liessen den Kopf nur kurz hängen. Elton störte immer wieder und hatte endlich Erfolg mit dem Anschlusstreffer zum 3.1 in der 68 Minute. Die Hanseaten witterten trotz Unterzahl Morgenluft. Das Spiel wurde intensiv geführt und es gab Torchancen auf beiden Seiten. Jetzt wurde der gegnerische Trainer immer nervöser und lauter, was meist ein gutes Zeichen ist. Tatsächlich konnte Sven. H. einen Konter über rechts erfolgreich abschliessen. Die kommenden letzten 10 Minuten waren nochmals überaus dramatisch. Kurz vor Schluss spielte der Hansa Opa „Cesar“ einen genialen Pass auf Sven H. nach rechts. Es hätte das verdiente Unendschieden werden müssen, doch Sven H. verliessen die Nerven vorm Friedrichshainer Keeper.

Fazit: Die Umstellung in der Halbzeitpause tat dem Spiel der Hanseaten sehr gut. Die Mannschaft hat über die Winterpause spielstarken Ü32 Nachwuchs erhalten. Der neue Mario hat mit seinem Kurzpassverständnis dazu beigetragen, wenn auch die Kondition noch nicht für 90 Minuten ausreichte. Mit der heutigen Leistung können sich die Hanseaten auf die Rückrunde freuen, gleichwohl das Spiel verloren wurde. Die nächsten Punkte sollten jetzt aber wieder in der Wrangelritze bleiben, damit der Komplex gegen die Berliner Brauer endlich ad acta gelegt werden kann. Denn der letzte Gegner ist unser nächster Gegner.

Aufstellung: Torsten Gladis – Kai Banholzer, Ali Quazze, Jens Romanski, Martin Krüger – Marcel Kaupmann, Mario , Sven Hiddensen, Elton Vaquarri – Jörn Kersten

Tore: 1:0 (25min), 2:0, (40min), 3:0 (55 Min), 3:1 (65min) Elton, 3:2 (80min) Sven Hiddensen

Nächstes Heimspiel:
26.02.2011 15:00 gegen Berliner Brauerei / Autor: Jürgen

 

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