7. Spieltag: Friedrichshagener SV 1912 II – FSV Hansa 07 1:2 (1:2)

Autor: Moritz Fröhlich-Gildhoff

Nach eher durchwachsenem Saisonstart ist es endlich auch der ersten Herrenmannschaft gelungen einen satten Dreier einzufahren. Alles was es dazu letztlich bedurfte waren eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein Momodou Bangura in Bestform. Nachdem die Hansa-Kogge einmal mehr mit nur elf aktiven Spielern anreiste und sich der Fumi-Joker aus Protest über seine wiederholten Einwechslungen in letzter Zeit ohne Schuhe und Schienbeinschützer präsentierte, stellte sich die Mannschaft von selbst auf. Deutlich besser bestückt zeigte sich der breit aufgestellte Trainerstab, der mit Fitness- und Ausdauercoach Jason, Taktikfuchs Phillip und Head-Coach und Teampsychologen Fumi vollzählig vorhanden war. Nicht nur aufgrund der begrenzten Spielerzahl, sondern auch aufgrund von bestehenden Trainingsrückständen war klar, dass an diesem goldenen Herbsttag die vorhandenen Kräfte gut eingeteilt werden mussten. So begann zunächst ein vorsichtiges Abtasten der beiden Mannschaften, in der sich die Hansa zwar gereifter in der Spielanlage zeigte, klare Torchanchen zunächst jedoch vermissen ließ. Dies änderte sich, als sich der pfeilschnelle Bangura über den rechten Flügel durchtankte und vom herausgeeilten Heimtorwart nur durch ein rüdes Foul zu stoppen war. Fröhlich-Gildhoff der Ältere verwandelte den fälligen Strafstoß zum nicht unverdienten 0:1. Wie kurz eine solch beruhigende Führung bisweilen andauern kann, zeigte sich, als die Hausherren ihre einzig herausgespielte Torchance der Partie zum etwas überraschenden 1:1 Zwischenstand veredelten. Es lag erneut an dem im Sturmzentrum sehr umtriebigen Bangura die Dinge in ein, aus kreuzberger Sicht, erfreulicheres Licht zu stellen. Nach sehenswertem Pass über die rechte Seite drang er erneut gefährlich in den Friedrichshagener Strafraum ein und vollendete humorlos in der kurzen Ecke zum 2:1, was gleichzeitig den Pausenstand bedeutete. Nach der Pause zeigte sich Friedrichshagen risikofreudiger, wobei aufgrund fehlender spielerischer Klasse der sprichwörtliche ‚lange Hafer‘ für Gefahr in Florian Willmanns Strafraum sorgen sollte. Dass es dazu nicht wirklich kam, ist auch der an diesem Tage gut organisierten Abwehr zuzuschreiben, die ausnahmslos die Lufthoheit für sich behielt. Die im Offensivbereich entstehenden Räume nutzte die Hansa um in Hälfte zwei immer wieder gefährlich vor dem Tor des Gegners aufzutauchen. Hochkarätige Chancen blieben jedoch wiederholt ungenutzt, so dass sich der am Spielfeldrand schäumende Fumi genötigt sah mit geliehenen Schuhen und Schienbeinschützern ins Geschehen einzugreifen. Dank brasilianischer Psychospielchen und einer bis zum Schluss konzentriert und beherzt agierenden Hansa, konnten die drei Punkte auf diese Weise vom Müggelsee entführt werden, woran auch die Gelb-Rote Karte für Tobse wenige Minuten vor Schluss nichts zu ändern vermochte. Ein an dieser Stelle angebrachter Kommentar über die heutige Schiedsrichterleistung verbietet sich aus Gründen guter Erziehung.

Als Fazit des Spieltages zeigt sich, dass eine intakte Mannschaft in schwierigen Zeiten zusammengerückt ist und so dieses Spiel verdient gewonnen hat. Als Man of the match ist Momodou hervorzuheben, der an beiden Toren beteiligt war und eine sehr gute Partie zeigte.

Aufstellung: Willmann – Schröder, Möller, Schüle Schulte – Michel Fröhlich-Gildhoff, Labude, Bußmann, Mortiz Fröhlich-Gildhoff – Bangura, Niewollik (68. min Eugenio)

Tore:
1:0 Moritz Fröhlich-Gildhoff 11. min Freistoß
1:1 Koniäv (Friedrichshagener SV 1912 II) 31.min
1:2 Bangura 36. min

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