28. Spieltag: Berliner SC II – FSV Hansa 07 II 4:0 (1:0)
27. Spieltag: FSV Hansa 07 II – CSV Olympia II 0:1 (0:0)
26. Spieltag: Empor Hohenschönhausen – FSV Hansa 07 II 3:1 (2:1)
25. Spieltag: FSV Hansa 07 II – SpVgg Tiergarten II 1:5 (1:3)

Wir waren Stars. Wir waren die zweitbeste Abwehr. Wir waren das Team mit den wenigstens Niederlagen. Wir waren dran an der Tabellenspitze. Dabei waren wir gerade erst aufgestiegen. Wir waren stark. Es war das Ende der Hinrunde.

Doch dann … dann kam der Bruch. Der Erfolg stieg uns zu Kopf. Machte träge und satt. Ließ den Wert der Emotionen sinken. Prioritäten sich verschieben. Den Bezug verlieren. Wir verloren den Halt, die Sicherheit und taumelten … seit dem.

»Four in a row«. Würde die Zweite von Hansa jetzt ein Studioalbum auf den Markt bringen, das wäre ein Song darauf. Ein Lied über Identitätsverlust, ein tiefes, schwarzes Loch, das fußballerische Nichts.

Zu erklären ist das nur teilweise. Nach dem Sieg in Pankow, als die Bäume doch wieder in den Himmel zu wachsen schienen und dem hart erkämpften Punkt in einem hochklassigen Kreisliga-B-Spiel gegen den SV Bau-Union nun dieses Nichts, vier Mal.

Zu erklären ist das mit dem leider dünnen Kader. Mit fehlender Konstanz, im Training, am Spieltag. Mit fehlenden Alternativen und dann in letzter Konsequenz auch mit fehlender Qualität.

Den Ausfall von zu vielen Leistungsträgern kann das Team in der Kreisliga B nicht ausgleichen. Und wenn dann auch noch ein paar Formtiefs über die Kicker aus dem Wrangelkiez hinwegziehen, stehen wir eben da, wie die begossenen Pudel.

Gegen den Berliner SC, die aktuellste Niederlage, waren die Kiezkicker von Beginn an Außenseiter. Kassierten zu früh das erste Gegentor, machten danach aber viel richtig und waren doch chancenlos. Warum? Weil allen Treffern individuelle Fehler vorausgingen und die Offensive viel zu harmlos war.

Hansa im Blumenmeer. Wenigstens das Wetter war schön.

Diese zwei Tatsachen reichen momentan, um Hansa den Zahn zu ziehen. Das ist der rote Faden, der sich durch die Niederlagenserie zieht. Hinten zu fehlerhaft und Vorne nicht giftig genug. Die zweitbeste Abwehr der Hinrunde hat ihre Stabilität eingebüßt. Und das ist nicht allein ein Verschulden der Abwehr, sondern eher ein Beweis dafür, dass das gesamte Team nicht mehr so gut und präsent nach Hinten arbeitet. Natürlich spielt hier individuelle Klasse eine nicht unwichtige Rolle. Die Feinabstimmung stimmt nicht mehr, die in der Hinrunde einzelne Fehler wieder ausbügelte. »Hey, du machst einen Fehler, ich bin da!« Jetzt ist keiner mehr da und der Ball im Tor.

Die Offensive gehörte schon in der Hinserie nicht zum Paradestück von Hansa. Toreschießen ist nicht so einfach. Es fehlt ein Knipser, die berühmte Strafraumsau, die inzaghimäßig 90 Minuten nicht zu sehen ist, aber wenn der Ball im Sechzehner vor seine Füße fällt, zum Helden des Spiels wird. Hansa hat zu viele Mittelfeldspieler. Die wollen lieber Passen als Schiessen. Die sind so mannschaftsdienlich, so ohne Ego … im Strafraum. Sonst schon, aber vor dem Tor: »Komm‘, mach du ihn.« Abstoß.

Jetzt gilt es das Ruder noch mal rumzureissen. Den Supergau zu vermeiden, die Saison mit einer schrecklichen Negativserie zu beenden und wie die Neue Deutsche Welle, der New Wave und Punk unterzugehen. Verschwende deine Hinrunde … NICHT!
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Aufstellung @ BSC: Haberecht – Kreischer (78. Hoffmann), Labude, Meiser, Helleberg – Schumann, Behrendt, Hoss, Strzoda, Bublak – Ellner

Tor/e: 1:0 (2.), 2:0 (49.), 3:0 (81.), 4:0 (87.)

Karte/n: Strzoda (gelb/Foulspiel)

Spieler des Spiels: Aushilfskeeper Haberecht, der dafür sorgte, dass sich die Anzahl der Gegentore auf ein Minimum beschränkte.
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Aufstellung vs. Olympia: Lauer – A. Selk (67. J. Kohl), Labude, Meiser, Helleberg – Schumann, Strzoda, Emmerling, Bublak – Ellner (58. Neubauer), Hoss (80. E. Selk)

Tor/e: 0:1 (59.)

Karte/n: Strzoda (gelb/Foulspiel)

Spieler des Spiels: In Halbzeit Eins – Laszlo Strzoda, aber leider nicht mehr in Halbzeit Zwei.
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Aufstellung @ Empor: Behrendt – A. Selk, Labude, Meiser, Helleberg (56. Bublak) – Schumann (70. Kreischer), Tucic, Strzoda, Netz (81. Hoffmann) – Ellner, Hoss

Tor/e: 1:0 (17.), 2:0 (31.), 2:1 Ellner (34., Kopfball, Strzoda), 3:1 (67.)

Karte/n: Netz (gelb/Foulspiel)

Spieler des Spiels: Fehlanzeige
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Aufstellung vs. Tiergarten:
Lauer – A. Selk, Strzoda, Labude, Meiser (46. Helleberg) – Schumann, Behrendt (46. Kreischer), Tucic, Netz – Ellner, Hoss (80. Hoffmann)

Tor/e: 0:1 (7.), 0:2 (13., FE), 1:2 ET (31.,Strzoda), 1:3 (34.), 1:4 (67.), 1:5 (69.)

Karte/n: Schumann (gelb/Foulspiel)

Spieler des Spiels: Fehlanzeige

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8 Responses to Verschwende deine Hinrunde

  1. marc sagt:

    Empfehle zum Text lesen dies Lied zu hör’n: http://www.youtube.com/watch?v=hO0NVu44imk&feature=related

  2. roman sagt:

    bitter…
    Zeit für ne Reaktion, Freunde…

  3. dobermann sagt:

    @Marc: Sorry Coach.
    @Roman: dem ist nichts hinzuzufügen…
    @HANSA II: Kopf hoch, Brust raus, Arsch aufreißen und freundschaft hin, freundschaft her, die letzten zu vergebenden 6 Punkte der Saison für Marc, für die Fans,für den Verein, für uns holen.

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