18. Spieltag: BFC Germania 88 II – FSV Hansa 07 II 1:1 (0:0)

Der Trainer, Betreuer, Fan und Linienrichter in Personalunion bekam einen sehr roten Farbton auf der Stirn. Es war aber nicht wirklich Zornesröte, die sich dort aufdrang, sondern eher ein Anflug von Sonnenbrand. Den konnte man sich auch holen an dem wunderbaren Frühlingstag. Vor ihm plätscherte das Meer, die Dünung schwappte lau gegen den Strand, kein Wölkchen am Himmel, kein Schiff in Sicht. Plötzlich ein Schrei, ein Augenzwinkern, Willkommen zurück in der Realität. Da spielte ja Hansa….

Im Duell um den Platz im Irgendwo zwischen Germania und Hansa benötigte Hansa circa zehn Minuten um das Spiel in den Griff zu bekommen. Erfreulicherweise konnte man nahezu die selbe Elf aufbieten, die bereits am vergangenen Wochenende aufgelaufen war. Nur zwei Positionen wurden verändert, was geradzu ein Novum in dieser Saison darstellte. Hansa war feldüberlegen, hatte wesentlich höhere Spielanteile, kombinierte gefälliger und erarbeitete sich im ersten Durchgang auch vier hochkarätige Chancen.
Chance Nummer Eins bot sich Ben Fischer, der im Anschluss an eine Ecke den Ball per Dropkick aus fünf Metern Entfernung leider nicht mehr drücken konnte und das Spielgerät dann auch fünf Meter drüber schoss.
Chance Nummer Zwei besaß Roman Emmerling, der in Fringsscher-Wolfsburg-Manier den Ball über den Gegner hob, diesen dann aber mit dem rechten Außenrist in die Wolken knallte, statt mit Links in die Maschen.
Chance Nummer Drei eröffnete sich wieder Ben Fischer, der wieder nach einer Ecke am langen Pfosten in den Ball lief und diesen dieses Mal aus drei Metern über den Querbalken schob.
Chance Nummer Vier gehörte erneut Roman Emmerling dessen wuchtiger Kopfball im Anschluss an die x-te Ecke an den Pfosten knallte.
Zwischendurch verspielte Hansa auch einige Chancen, da es entweder am Durchsetzungsvermögen haperte oder der letzte Laufweg, bzw. Pass nicht stimmte. So ging es trotz großer Überlegenheit torlos in die Kabine.

Dort gab es außer dem mangelnden Ertrag aus dem betriebenen Aufwand kaum etwas zu bemängeln.

Die zweite Hälfte begann wie die Erste. Hansa war nicht gleich voll da und so durfte Germania sich wieder etwas mehr in der gegnerischen Hälfte aufhalten. In Minute 51 dann das Unvermeidliche. Ein Falscheinwurf von Dirk Lauer bringt den Gegner in Ballbesitz. Dessen Einwurf landete bei einem Stürmer, der bei der Ballannahme unfair von Patrick Kohl bedrängt wurde. Die Folge ein Freistoß auf der Höhe des linken Sechzehnerecks. Der Ball kam flach hinein, huschte am ersten Hanseaten vorbei, passierte den Zweiten, warf dem Torwart noch Winkehändchen zu und kullerte ins lange Eck. Aus dem Nichts der Rückstand. Da war es wieder das Hansa-Pech.
Doch Hansa fing sich und eröffnete nun den Sturmlauf Richtung Germania-Tor. Nach dem Tor kamen die Gastgeber so gut wie nicht mehr aus der eigenen Hälfte. Hansa drückte, arbeitete, kam aber nur selten in gute Abschlußsituationen. Wenigstens zum Ausgleich reichte es, als Roman Emmerling sich rechts im Strafraum gut durchsetzte, Marius Koch bediente, dessen Schuss der Torwart seitlich abwehrte, wo Fred Leclaire stand und abstauben konnte (66.). Danach boten sich noch so einige Halbchancen, aber es fehlte das letzte Quentchen Wille und Ruhe, um manche Situationen besser auszuspielen.

So endete der Kampf um die Goldene Ananas mit einer Teilung der Trophäe.

Aufstellung: E.Selk – Wegerhoff, Kohl, Fischer (53.Ralling), Lauer (67.Kreischer) – Leclaire, Meiser, Emmerling, H.Bektas, Koch (67.Hoss) – E.Kahraman

Tor/e: 1:0 Aras (51.,Rechtsschuss,dir.Freistoß), 1:1 Leclaire (66.,Rechtsschuss,Koch)

Karte/n: Leclaire (gelb/Foulspiel)

Spieler des Spiels: Patrick Kohl – gab der Abwehr enorme Stabilität, gewann fast alle Zweikämpfe und war nur beim Foul vor dem Gegentor etwas zu forsch.

[ratings]

 

2 Responses to Wenigstens Sonne

  1. Kai sagt:

    schade, aber wenigstens einen Punkt mitgenommen!
    Weiter Jungs!

  2. Ben sagt:

    Und Sonntag dann der Sturmlauf.
    An ALLE: Brav sein am 1. Mai!

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