Nachholspiel vom 16. Spieltag: BFC Meteor 06 – FSV Hansa 07 1:1 (0:1)

Das Nachholspiel des 16. Spieltages der Kreisliga A begann für Hansa holpernd und endete ernüchternd. Trainer Ilhan stellte die Mannschaft in einer 433-Formation aufs Feld in der Hoffnung, den zuvor beobachteten und für läuferisch unterlegen erachteten Gegner durch permanenten Druck ermüden zu können. Leider wurde schnell klar, daß Meteor zwar wie vorhergesehen technisch stark, aber unerwarteterweise im Laufspiel keineswegs schwächer, sondern über einen langen Zeitraum ebenbürtig war.

Daraus entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen Standardsituationen und wenigen echten Torchancen, die dann ungenutzt blieben. Beispielhaft sei der indirekte Freistoß von Orhan Aslan erwähnt, der den Ball über die herauslaufende Mauer und übers Tor lupfte, anstatt die nur vom Torwart bewachte Ecke mit einem seiner berüchtigten Kanonenschüsse zu traktieren. In der 28. Minute entschloss sich Meteor, einen blitzsauberen Angriff in den hanseatischen Strafraum zu tragen, wo der Angreifer das von Eric Vissers angebotene Bein als willkommenes Hindernis erfaßte und dafür mit einem vertretbaren Elfmeter belohnt wurde. Dieser wurde von Torwächter Christian Haberecht, obwohl nicht unplaziert, glänzend zur Ecke befördert. Angetan von dieser Großtat, erkämpfte sich Aslan im Mittelfeld den Ball, spielte ihn zu Halil Duman und bekam ihn zurück, um schließlich den rechts durchbrechenden Tom Neubauer anzuspielen, der die Kugel trocken und hoch in das kurze Eck des Tores versenkte.

Mit diesem Erfolgserlebnis kam die Pause gerade recht – dachte man, denn Hansa konnte danach wieder nicht die Spielkontrolle erlangen, zu nervös agierten die Gelbgewandeten, zu hektisch wurden die Angriffe über die Zentrale gefahren, anstatt Ball und Gegner laufen zu lassen. Chancen ergaben sich dennoch, deren größte Duman nach einer Hereingabe von rechts über links einlaufend aus 3 Metern an den Pfosten semmelte (60.). Aber auch Meteor kam zu Gelegenheiten, vornehmlich nach ruhenden Bällen. Einmal Pfosten lautete die Bilanz, bis Akgün Akdogan unter Bedrängnis den Ball so unglücklich abfälschte, daß Haberecht nichts mehr tun konnte. Das einzige mal, daß der beste Hanseat an diesem Abend bezwungen werden sollte, und doch bitter, denn bei normalen Sichtverhältnissen hätte er den Ballvielleicht noch kommen sehen, doch die Flutlichtanlage des Platzes an der Ungarnstraße bietet allenfalls partiell ausreichende Beleuchtung.

Nach einer roten Karte für Meteor wurde das Spiel offener, aber nicht besser. Ein, zwei Chancen vergab Hansa noch, dann pfiff der etwas unsicher leitende Referee die Parie ab. So endete das Spiel mit einem flauen Ergebnis, das aber trotzdem durch die Ergebnisse der Konkurrenz einen Wert hat.

Aufstellung: Haberecht – Kökyaprak, Gruhn, Vissers (65. Borchert), Akdogan (78. Karayel) – Abraham, Rauch, Schumann – Duman (72. M. Bektas), Aslan, Neubauer.

Tore: 0:1 Neubauer (32., Rechtsschuß, Aslan), 1:1 ( 74., ET Akdogan)

Karten: Kökyaprak (gelb, Meckern), Akdogan (gelb, Foul), Neubauer (gelb, Foul).

Hansa-Spieler des Spiels: Christian Haberecht – der gehaltene Elfmeter war einen Punkt wert.

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