11. Spieltag: FSV Hansa 07 – 1. FC 21 Wacker Lankwitz 3:0 (1:0)

18 Treffer in zwei Spielen. Ein Gegentor. Sechs Punkte. Die Bilanz lässt sich sehen. So überrascht es auch nicht wirklich, dass letzten Sonntag neben Herbstlaub noch etwas Anderes in der Luft lag: die Serie.

In Anbetracht der Leistungskurve waren Ansage und Anspruch deshalb unmissverständlich: Heimsieg. Außerdem handelte es sich bei Wacker Lankwitz um keinen geringeren als den Tabellenletzten – noch bestens bekannt aus der vorigen Saison. Stichwort: offene Rechnung.

Für Skog rückte auf linksaußen Krüger in die Startaufstellung, ebenso Drouin und Schiffler. Hansas Plan für diesen Sonntagmorgen stand fest: Lankwitz früh unter Druck setzen, kompakt stehen, schnell über die Außen spielen, den Abschluss suchen. Aber vor allem: geduldig sein, wenn das erste Tor etwas auf sich warten lassen sollte.

11 Minuten nach Spielbeginn fiel es schließlich. Schließlich, weil Hansa von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen ließ, wer dieses Mal drei Punkte mitnehmen würde.
Nach passgenauem Ball von Messow in den Lauf von Krüger verwandelte diese sicher, halbhoch, rechts ins lange Eck.

Check.

Nur ein paar Minuten später war es die Torschützin selbst, die zunächst auf rechtsaußen Drouin und daraufhin die allerdings im Abseits stehende Kanter gekonnt in Szene setzte. In der 19. Minute war es dann die aufgerückte Weis, die auf Kanter passte, die wiederum auf Krüger flankte, die wiederum direkt ab- und dieses Mal nur vorbeizog. Szenen wie diese häuften sich. Eine Kostprobe aus der 24. Minute: Behres flacher Pass auf Krüger, weitergeflankt in den Fünfmeterraum auf Drouin, wo er unverwandelt blieb. Auch schön: der Doppelpass zwischen Kanter und Krüger in der 26. Spielminute, der gerade noch von der Abwehrspielerin neutralisiert werden konnte.

Hansa spielte in dieser Phase ganz netten Fußball. Aber ganz nett ist eben nicht zwingend torgefährlich. Zu allem Überfluss schaltete Hansa dann auch noch um: vom flachen Kurzpassspiel auf hohe Bälle. Verschenkte so ein ums andere Mal Ballbesitz und Torgefahr. Auf Hansas Seite macht sie Unmut breit, während die bis dahin völlig überforderten Gäste, noch dazu in Unterzahl, plötzlich die Möglichkeit zum Ausgleich sahen. Wacker präsentierte sich auf einmal bissiger im Zweikampfverhalten, routiniert in der Abwehr und zunehmend gefährlich in der Offensive. Der Halbzeitpfiff für Hansa: so überfällig wie der erste Schnee kurz vor Weihnachten.

Trainer Wegerhoffs Halbzeitansprache fiel angemessen kritisch aus.

Hansa sollte und wollte die knappe 1:0-Führung so schnell wie möglich ausbauen. Lankwitz sollte und wollte das verhindern. Verbal und körperlich. Nach Foul an Kanter konnte Behre den Freistoß nur knapp über das Tor ziehen. In dieser Phase stockte das Spiel immer öfter und nahm an Hitzigkeit zu. Eigens initiiert, war es die Mannschaft aus Lankwitz, die davon profitierte. Anstatt sich auf das eigene Spiel zu besinnen, gab es Hansa aus der Hand. Ließ sich von der Unruhe anstecken. Sinnbildlich: Behres rettender Kopfball auf der Linie nach einer Ecke für Lankwitz und Prachts Foul in der 63. Minute. Hansas Führung – prekär.

Doch Hansa fing sich, irgendwie. Keine zwei Minuten später angelte sich Kanter einen

Trainer lass Dich herzen und schreib es auf Deinen Block. Alice: Tor.

schwachen Abstoß der gegnerischen Torhüterin und legte ihn auf Krüger. Blitzschnell flankte diese auf Drouin, die von rechts in die Spitze gezogen war und per Direktschuss den Ball sicher zum 2:0 verwandelte.

Der Wendepunkt. Mit dieser Aktion fand Hansa zurück ins Spiel. Ballstafetten über mehrere Stationen, aus dem Mittelfeld über die Außen, und schließlich in die Spitze – so wie zum Beispiel in der 79. Minute, als Krüger kongenial auf Kanter passte, deren scharfer Schuss nur noch zur Ecke abgewehrt werden konnte. Behres Eckball fand in Weis seine dankbare Abnehmerin: Volleyschuss aus drei Metern. 3:0.

Die letzten zehn Minuten gehörten Hansa alleine. Trotz des dritten Siegs in Folge: Hansa hat an diesem Spieltag Lehrgeld bezahlt. Wacker Lankwitz die Rechnung.

Aufstellung: Keese, Pracht,Kaapcke, Trzewick, Schiffler (71. Cooke), Weis, Messow, Behre,Krüger, Drouin, Kanter

Tore: Krüger (11.), Drouin (65.), Weis (80.)

Spielerin des Spiels: Rabea Weis, die wiederholt eine sichere und konzentrierte Leistung im linken Mittelfeld bot und mit dem souveränen Tor nach einer Standardsituation den 3:0 Endstand erzielte.

(Johanna B.)

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One Response to Zahlen, bitte!

  1. Alice sagt:

    Wir sind geil und werden immer geiler.

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