FSV Hansa 07 I – SV Karow 96 0:3 (0:0)

Ja, es ist raus. Es stimmt. Die Welt des hiesigen Hofberichterstatters soll sich nicht immer wandeln. Ja, er mag es, wenn gewisse Dinge bleiben. Kontinuität herrscht. Ach. Er ist konservativ, ist ja auch der Hofberichterstatter. Immer dieser Wandel dort, wo er nicht zu gebrauchen ist! Es war doch eigentlich immer gut so, wie es war. Ok, das eine oder andere Auswärtsspiel, das wurde früher verloren. Ja, ja. Das müsste dann schon mal gewonnen werden, wenn es nach oben gehen soll, heiß es dann. Da, ja da wäre auch der Hofberichterstatter für etwas Modernisierung. Aber das! Nein, das ist zu viel des Wandels.

2:2 – 1:3 – 2:4 – 0:3

Der Zahlencode zeigt Hansas Heimbilanz der letzten vier Spiele. Ein Punkt, kein Sieg. Die Heimschwäche ist offensichtlich. Wurde beim 1:3 gegen Marzahn noch darüber gerätselt, ob es an der Liveübertragung liegen könnte, muss nach dem 0:3 des vergangenen Sonntags eher darüber gerätselt werden, wie die Mannschaft inklusive Pokal sechs Auswärtssiege in Folge erreichen konnte. War Hansas Erste in der Amtszeit des Hofberichterstatters stets heimstark und eher auswärtsschwach, so hat sich dieses Verhältnis umgekehrt. Der Unterschied ist jedenfalls frappierend. Über das Spiel am Sonntag gibt es daher leider nicht so viel zu berichten, außer dass der Gegner aus Karow völlig verdient und souverän einen Sieg eingefahren hat. War die 1. Halbzeit noch recht ausgeglichen, mit einer Chance für Yildirim und einer Rettungsaktion des Hansapfostens, dafür vielen Fehlpässen und Mittelfeldgeplänkel, so lief die zweite Halbzeit auf das Hansa-Tor. Ja, der der Gegner bekam einen Elfmeter zugesprochen, der keiner war. Natürlich fand dieser den Weg ins Tor. Doch ist es keine ausreichende Erklärung dafür, dass die Mannschaft trotz zwanzigminütiger Überzahl keine Chance mehr herausspielte, dafür aber noch zwei Tore kassierte. Stellungsfehler, weiterhin Fehlpässe, Krater zwischen allen Mannschaftsteilen, die auch nicht die plötzlich fliegenden langen Bälle stopfen konnten, mehr Krampf als spielerische Lösungen und noch weniger Kampf. Nein, so wird die Welt des Hofberichterstatters nicht wieder hergestellt werden.

Also muss dieser vielleicht den Wandel akzeptieren und zukünftig zu den Auswärtsspielen fahren. Oder die Mannschaft behält sich einfach den erfreulichen Teil der Modernisierung, also das da mit den Auswärtssiegen und bleibt gleichzeitig so ein wenig unmodern und wird wieder eine starke Heimmannschaft. Dann hat man es auch endlich dem Hofberichterstatter mal recht gemacht.

Aufstellung: Haberecht – Beier, Kökyaprak, Ersoy – Abraham (80. Cifti) , Wichmann, Akdogan, Kopociński – Duman, Jeannest de Gyvés (67. Coban) – Yildirim

Tore: 0:1 (65.), 0:2 (80.), 0:3 (82.)

Karten: Ersoy (gelb)

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